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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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hallo habe eine frage meine tochter mit 16 jahren mach mir

Kundenfrage

hallo habe eine frage meine tochter mit 16 jahren mach mir sehr viel schwerihkeiten sie mach das wass sie wil haut von zu hause ab spricht mord drohungen aus und hat ihre kleine schwester mit 7 jahren sexuel angegriefen ich weiss nicht mehr wass ich machen sol jetzt habe ich endschieden das ich sie mit meinem freund am samstag nach landshut fahre ins kinder klinik weill es mit ihra ned so weiter geht könnten sie mir ein rat geben ich bin am ende
mfg
simunic
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Wie vielen Eltern geht es auch Ihnen, bei nicht gerade Mal erwachsen gewordenen Kindern die noch im engen häuslichen Umfeld leben, mit Sorge und Angst zu sehen müssen, wie Ihre Kinder sich "vermeintlich Negativem entwickeln. Denn Eltern sind zwar nicht immer die objektivsten Beobachter, jedoch immer noch die Personen im nahen Umfeld, die am Besten durch die Erfahrungen der Vergangenheit, diese Veränderungen zu bewerten. Es ist sehr lobenswert und viele Fehler, Fehlentwicklungen und sogar sich entwickelnde psychische Störungen könnten vermieden werden, wenn alle Eltern sich so Sorgen würden und Handeln bevor es zu spät ist. Sie haben, bedingt durch das Lebensalter Ihrer Tochter, d.h. unter 18 Jahre noch das alleinige Mitsprachrecht und sollten dies auch nutzen. Hier sit jedoch immer die Voraussetzung, dass Ihre Tochter bereit ist sich helfen zu lassen, zur Einsicht gelangt, dass sich Ihr Verhalten verändern sollte und Sie dahingehend auch von Ihnen motiviert werden kann (auch begleitet und unterstützt) und ich weiss nicht, ob der Versuch Sie einfach in der Klinik abzugeben der richtige ist. Denn eine Klinik ist nur unter Umständen (z.B. bei massiver Fremd- und Eigengefährdung nach PsychKG) zur Notaufnahme verpflichtet und vielleicht, so das dann nicht klappt, haben Sie alles an Vertrauen verspielt.

Wichtig ist erst ein Mal aus meiner Sicht, die Ursachen fachlich adäquat diagnostisch abklären zu lassen. Denn irgendwoher müssen die Verhaltensauffälligkeiten und Problem ja herkommen. Jedoch muss man erst ein Mal konkret Wissen, worum es sich genau handelt (z.B. liegt schon eventuell eine psychische Störung vor oder nicht ect.).

Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Angehörige (Eltern) auch für z.B. verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche anzuschließen. Hierzu erfahren Sie mehr über Gruppen in Ihrer Nähe über sogenannte Selbsthilefkontaktstellen und Ihre Krankenkasse. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. http://www.selbsthilfenetz.de/, http://www.eltern.de/ , http://www.imedo.de/

Es ist wichtig, wenn Sie Ihrer Tochter weiter helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie dies zu sehr belasten sollte, sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen. Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos und es gibt dort häufig sehr schnell einen Termin. Des Weiteren ist der Weg über das Jungendamt der richtige, denn Sie haben ein Recht als Eltern auf die Hilfe zur Erziehung (Erziehungsbeistand).

Leider ist es nach den allgemein gültigen Regeln so, dass der Betroffene selber seine Bereitschaft erklären muss und somit in die "Behandlung und Hilfe" einwilligen muss (auch sollte). Nur unter Berücksichtigung von gravierender Selbst- und Fremdgefährdung, kann eine Zwangseinweisung erfolgen z.b. bei Suizidandrohungen, Suizidhandlungen, massiven autoaggressiven (selbstverletzenden) Handlungen usw.

Bei Ihrer Tochter mit 16 Jahren, könnte auch eine Unterbringung nach § 1631 b BGB in Frage kommen. Dieser Antrag muss in enger Zusammenarbeit von Ihnen beim Famileingericht beantragt werden und es kann so Gutachter dem zustimmen zur geschlossenen Unterbringung in einer entsprechenden Kinder u.- Jugenpsychiatrie kommen und Ihre Tochter (z.B. auch wegen Weglauftendenzen, Suizidabsichten usw.) dort untergebracht werden.

Bitte lassen Sie sich vom Jugendamt wegen "Unlust oder Überlastung" nicht abschütteln, diese Instutition hat die Pflicht Ihne umgehend zu helfen bzw. Hilfestellung zu geben. Sie haben ein Recht auf Hilfe.

Sie können also nur versuchen in einer "guten Phase" Ihre Tochter immer nur ständig aufs neue motivieren etwas zu tun, die Probleme auch wirklich erkennen zu wollen sowie Mut zu zusprechen und achten Sie dabei bitte stets auf Ihre Grenzen der emotionalen und physischen Belastung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank