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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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guten abend, weniger ist es eine frage als wohl er ein hilferuf

Kundenfrage

guten abend,
weniger ist es eine frage als wohl er ein hilferuf für das was mir selber bekannt ist und ich auch angerichtet habe.
ich habe in meiner beziehung (trennung erfolgte vor zwei wochen) mit einer sehr lieben und wundervollen frau und mutter gelebt. sie holte mich in ihr leben ohne wenn und aber ohne viele fragen. wollte schnell heiraten und auch noch ein kind. sie sprach genau das an was mein sehnen meine träume sind. ihre familie stellte sich sehr schnell gegen uns innerhalb von drei vier wochen. ohne das wir gründe lieferten. es war halt leider so. sie hatte eine lange ehe (mehr als ein jahrzehnt) hinter sich und dort lief es ähnlich tag ein tag aus. dieser mann war auch nur schlecht in denn augen der mutter.
die tochter machte es diesmal anders und stand zu mir u.gegen ihre familie.
unsere probleme wurden jedoch mehr. immer mehr wiederstände, sorgen, die nachbarn, freunde von ihr, ja sehr vieles stand über lange zeit gegen uns. wir redeten uns immer stark wir schaffen das. jedoch wurde es nur schlimmer. desto mehr gingen wir aufeiander los. anfangs mit viel schreien. wobei ich sehr sehr laut war u.nachbarn dies über monate mitbekammen. später griff ich sie ein um das andere mal sogar an. kippte sie vom stuhl, stieß sie gegen die wand,griff ihr an den hals um zu zeigen gleich drück ich zu. lies sie nicht zur terasse hinaus zum rauchen, wenn wir unseren streit nicht geklärt hatten. dies ging über knapp drei monate so.wir sprachen oft darüber das wir gemeinsam was dagegen machen als paar. obwohl ich ihr mehr die schuld gab. ich schäme mich was für ein schwein ich bin und ihre angst nie so wirklich genommen habe.
wir hatten zwei wochen keinen kontakt und sie hat solche angst gehabt. wir haben in der zeit beide anwälte eingeschaltet.
nun haben wir seit ein paar tagen wieder kontakt erst schreiben jetzt haben wir vier fünf mal telefoniert. wir haben beide was wir uns eingestanden haben noch sehr sehr tiefe gefühle. ich kann offen sagen ich liebe sie sehr. oh ja. nur frage ich mich selber auch, wenn man einen menschen so sehr liebt, dann macht man das doch nicht.
was ist nur mit mir los, dass ich so außer kontrolle geraten bin und schon immer so laut werden kann.
was sollen wir beide nun aus diesem kontakt machen? wie sollen wir nur weiter damit umgehen auch mit unseren gefühlen. ich weiß auch gar nicht wie ich ihr helfen kann.
vor allem weiß niemand etwas von unserem kontakt jetzt. selbst die anwälte nicht.
bei ihr darf es auch denke keiner wissen, da jeder die vorfälle kennt familie nachbarn freunde.
ich weiß mir keinen rat mehr.
nur das ich gerne was machen würde mit meinen aggresionen und demütigungen. nur bin ich leider nicht krankenversichert.
weiß auch nicht wie ich mit unserem kontakt umgehen soll
vielen dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem und finde es sehr gut dass Sie erkannt haben, dass Sie etwas an Ihrem Verhalten ändern müssen um der Beziehung eine neue Chance geben zu können. Es wäre auch aus meiner Sicht fatal wenn Sie ohne sich vorher in Therapie begeben zu haben einen Neuanfang wagen. Auch Ihrer Frau würde ich empfehlen sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen um die Aggressionen in der Beziehung zu be/verarbeiten. Sie können auch gemeinsam professionelle Hilfe im Rahmen einer Paartherapie in Anspruch nehmen.

Sicher könnte man die Ursache für ihre Aggression und der damit verbundenen Eskalation auch im Umfeld und den Sie umgebenden Schwierigkeiten des Alltags sehen, aber jede Ehe sieht sich mit den unterschiedlichsten Einflüssen des Alltags konfrontiert und versucht eine angemessene Bewältigung ohne aggressive Verhaltensweisen. Möglicherweise besteht bei Ihnen ein in der Kindheit angelegtes Verhaltensmuster mit Störung der sozialen Funktion und emotionalen Auffälligkeiten. Es besteht bei Ihnen ein aggressives Bindungsverhalten- das heißt Wünsche nach Nähe und Schutz werden in aggressiver Art und Weise geäußert.

Eine psychoanalytische/ tiefenpsychologische Behandlung wäre sicher sehr empfehlenswert, da diese Therapierichtung bestehende Konflikte, die unverarbeitet sind und bis eventuell in die Kindheit zurückreichen können, gezielt durch das "Aufarbeiten" der oft unbewussten Fehlverhaltensweisen (z.B. Beziehungsabhängigkeiten und Bindungsstörungen) aufzudecken in der Lage ist und Sie somit verstehen bzw. zu lernen damit umzugehen.

Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie dauert in der Regel 25 Stunden (Einzelsitzungen) bis maximal je nach Beantragung und Einzelfall 40 Stunden und kann um dann nochmalig und wieder abhängig vom Einzelfall um bis zu 40 Stunden verlängert zu werden. Wenn Sie es beruflich, d.h. zeitlich einrichten können, wäre auch eine psychoanalytische Therapie möglich, hier liegt aber die Stundenfrequenz in der Woche bei drei bis vier Stunden und die Dauer beläuft sich auf minimal 160 Stunden.

Auch eine Verhaltenstherapie zum /Agressions-bewältigungstraining ist zu empfehlen um doch in kürzerer Zeit Ergebnisse zu erzielen.

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Psychotherapeuten (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für tiefenpsychologisch/analytische Therapie wenden und einen Termin ausmachen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

In der Regel übernimmt die Krankenkasse auch die Kosten nach erfolgter Diagnose. Sie schreiben Sie sind nicht krankenversichert, in diesem Fall sollten Sie sich an das Sozialamt wenden und um Übernahme der Behandlungskosten bitten. Sie haben aber das Recht auf eine Krankenversicherung, bitte erkundigen Sie sich auch dahingehend beim Sozialamt. Letztendlich bleibt noch die Möglichkeit sich freiwillig selbst in der gesetzlichen KV zu versichern, da beläuft sich der Grundbetrag im Moment bei ca. 160,00€ pro Monat. Ab dem Tag der Anmeldung sind Sie Krankenversichert und können dann auch eine Therapie beantragen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank