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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Unser Sohn, 35 Jahre mit jahrelang, depressiven Phasen (keine

Kundenfrage

Unser Sohn, 35 Jahre mit jahrelang, depressiven Phasen (keine Arbeit aber auch Bekanntschaft von Anfangsdrogen), hat nach unserer ebenso langer Bemühung, dass er in eine entspr. Behandlung geht, vor 4 Wochen sich selbst in eine Klinik einweisen lassen.

Dort sucht man nach den Ursachen der erstmal diagnostizierten Psychose.
(Vielleicht die Substanzen, aber vielleicht auch vererbte Depressionen von seiner Großmutter)

Unser Beitrag zu seiner Genesung ist momentan nur unsere Nähe, die wir ihm gern zeigen. Er wird jeden zweiten Tag von uns besucht, wird angerufen und er darf am Wochenende zu uns nach Hause kommen. Wollte aber auch schon in diesem Wocheendurlaub zurück weil alles zu viel war. Die Ärztin sagte uns dazu, dass er seine belastungsgrenzen gut einschätzen vermag.

Meine Frage: Wie reden wir aber über diese Krankheit oder Krankheitsbild mit ihm oder sollen wirs gar nicht, weil es ja Psychologen und Therapeutehn auf der Station gibt? Ist es richtig oder falsch ihm zu sagen, es wird schon wieder. Will oder kann er dass überhaupt noch hören, wenn wir ihm gut gemeint Mut machen wollen - auch dass es ein längerer Heilungsprozess werden kann?.

An Medikamenten bekommt unser Sohn derzeit Tavor und Risperdal, doch wird ständig seine Dosis verändert.

Ich danke XXXXX XXXXX fachliche Meinung.

Mit freundlichem Gruß

Lothar Reichenbach
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Reichenbach,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Zum Anfang meiner Ausführungen möchte ich mir erlauben anzumerken, dass Ihr Sohn stolz darauf sein darf und kann, das er in Ihnen Eltern hat, die sich um Ihn Sorgen und Kümmern d.h. bei seinen Problemen Ihm zur Seite stehen.

Wichtig jedoch ist es für die Zukunft, dass Sie auch lernen mit der schwerwiegenden Erkrankung Ihres Sohnes umzugehen, sich ggf. auch abzugrenzen und nicht dem Problem der Co.- Abhängigkeit zu unterliegen. Denn nur wenn Sie emotional Stark genug sind, können Sie Ihrem Sohn auch zukünftig helfen und das Helfen darf zu keiner sie überfordernden psychischen Belastung werden.

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) wenden und einen Termin ausmachen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "verhaltenstherapeutisches oder tiefenpsychologisches Ausbildungsinstitut usw. + Ort z.B München usw.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden. Keine Angst, deshalb gelten Sie nicht als selber psychisch Krank oder gar "Irre", sondern lassen sich psychologisch begleiten und nehmen Hilfe die man Ihnen bietet an.

Natürlich können Sie sich auch einer Internetselbsthilfegruppe anschliessen, folgende Seiten wären hier unter anderem zu empfehlen

www.depressionen-verstehen.de/angehoerige, www.depressionen-depression.net, http://www.selbsthilfeschizophrenie.de/ (auch bei psychotischen Erkrankungen empfohlen), http://www.selbsthilfenetz.de/

Bitte nehmen Sie des Weiteren eventuell psychoedukative Angebote in der Klinik Ihres Sohne wahr, denn hier wird Ihnen anhand von Praxiswissen und eigenen Selbstanteilen sehr gut geholfen.

Um welche Diagnose es sich genau handelt, denn es ist schon gravierender Unterschied, ob Ihr Sohn eine Depression hat (bei schweren Depressionen durchaus üblich) mit psychotischen Episoden (Symptomen) oder er gar eine affektive Psychose hat. Hier sind vor allem Angehörigengespräche mit dem behandelnden Arzt/ Psychologen sehr wichtig um auch eng das Vorgehen nach der Entlassung abzustimmen. D.h. die richtigen Hilfsmöglichkeiten Ihrerseits. Wichtig ist auch in Ihrem Falle, auch um Sie weiterhin auch etwas von Ihrer Hilfe zu entlasten, das eine weitere enge psychiatrische/ psychotherapeutische Nachsorge für Ihren Sohn geregelt ist.

Ich hoffe, meine kurzen Ausführungen konnten Ihnen weiter helfen und ich wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut, Ausdauer und alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank