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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Nach einer schwierigen Kindheit mit einer manisch-depressiven

Kundenfrage

Nach einer schwierigen Kindheit mit einer manisch-depressiven Mutter und einer äusserst zermürbenden Zeit als zu frühe Mutter, die ihr Studium nach 4 Semestern aufgeben musste (mit so vielen Ängsten um einen schwerkranken und nach mehreren Meningitiden und Operationen hörbehinderten Sohn und der Belastung mit zwei älteren Kindern) bin ich selbst krank geworden: Mehrere Suizidversuche, viele Klinikaufenthalte... Diagnose: Borderline, mehrfache PTBS. Schliesslich kam noch eine Essstörung und eine Alkoholabhängigkeit dazu. Heute liegt das alles hinter mir. Doch ich werde fast nächtlich von Albträumen gequält, habe immer wieder Flashbacks und vor allem - das ist das Schlimmste - grausame Panikattacken. Meistens frühmorgens nach einem schlimmen Traum, oft auch nach einem kurzen Erschrecken im Alltag, aber manchmal einfach aus heiterem Himmel. Mein ganzer Körper versteift sich dann, ich kriege Herzklopfen und -schmerzen und Schweissausbrüche... Inzwischen ist es so, dass ich Angst vor der Angst habe - aber nicht weiss, wie ich mich vor ihr schützen kann. Alkohol kann ja wohl nicht das richtige Mittel sein. Ich bin im Moment nicht in ärztlicher Behandlung, habe aber vom Hausarzt ein Dauerrezept für "Efexor". Das scheint mir jedoch nicht zu helfen. Was empfehlen Sie mir? P.S. Ich bin 56 Jahre alt und arbeite zu 70% (wobei ich offiziell zu 100% arbeitsfähig wäre, mir jedoch auch schon das freiwillig reduzierte Pensum grosse Mühe macht. Vielen Dank für Ihre Antwort Monika
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Aus meiner langjährigen praktischen Erfahrung heraus weiss ich, dass es vorkommen kann, das nach einer behandelten (geheilten) Störung eine ganz andere Störung auftritt, die sich zum Teil aus schon vorhandenen Sekundärsymptomen entwickeln können.
Dies könnte bei Ihnen der Fall sein und es kommt eventuell durch die lange Einnahme eines Medikaments zu einer "Gewöhnung" und somit einer nachlassenden Wirkung und man sollte Wissen, auch wenn es einem Pharmafirmen anders glauben machen wollen, nicht jedes Medikament im psychopharmakologischen Bereich hilft jedem bzw. jedem im gleichen Maße.

Um eine aus meiner Sicht dringende erneute Abklärung im Rahmen der Fragestellung, handelt es sich hier um eine Sekundäsymptomatik und rührt her aus dem alten Störungsbild heraus, oder geht es in die andere Richtung, nämlich es ist eine neue zu behandelndene Störung (z.B. Angst oder Panikstörung oder eine generalisierte Angststörung usw. haben). Dies sollte unter Zuhilfenahme von psychometrischen Testverfahren von einem erfahrenen Psychiater oder Psychologen vorgenommen werden und dann können erst weitere adäquate Behandlungsschritte vollzigen werden.

Zurzeit zeigt z.b. die Schematherapie ein relativ neuer Ansatz, entwickelt aus der Verhaltenstherapie die besten Erfolge in der Behandlung von schweren psychischen Störungen (auch Mehrfachdiagnosen) und deren Krankheitsbewältigung. Des Weiteren könnten Sie überlegen, eine intensive tiefenpsychologisch/ analytische Therapie zu machen. Diese dauert in der Regel sehr lange und versucht auf dem Hintergrund der Vergangenheit bestehende Konflikte (zum Teil unbewusst, die zur Krankheit führen) herauszubearbeiten und zu lösen.

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für verhaltenstherapeutische/schematherapie bzw. tiefenpsychologisch/analytische Therapie wenden und einen Termin ausmachen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "verhaltenstherapeutisches/ shematherapeutisches oder analytisches Ausbildungsinstitut usw. + Ort z.B München usw.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Bitte tun Sie schnellstmöglich etwas und es ist überhaupt nicht schlimm in unserer heutigen Zeit sich fachlich kompetente psychologische Hilfe zu suchen, auch nicht zum wiederholten Male und man ist deshalb, wie ja häufig angenommen, gleich psychisch auffällig/ rückfällig ist. Sondern Sie tun präventiv etwas, dass es nicht dazu kommt und Ihr psychischer Zustand sich unbemerkt von Ihnen Selbst verschlechtert, d.h. suchen sich psychotherapeutische Hilfe.
Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen weiter helfen und ich wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank