So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.
diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo Meine Frau hat eine nun postnatale Depression, welche

Kundenfrage

Hallo

Meine Frau hat eine nun postnatale Depression, welche sich wohl chronifiziert hat (3 Jahre), aufbauend auf mehreren posttraumatischen Belastungsstörungen.

Ich hätte hierzu ein paar Fragen, die mich selbst betreffen und zu der Dauer solcher Behandlungen. Ist jemand online, der hierzu Erfahrungen hat?

Rolf Malk
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre ehrliche und offene Frage.

Eine Postnatale Depression ist eine ernsthafte und nur zu oft unterschätzte Krankheit.

Es handelt sich dabei nicht nur um die "Heultage", wie im Volksmund die weinerliche Phase der frisch gebackenen Mutter ca. fünf Tage nach der Geburt genannt wird. Diese hält nur einige Tage an und hängt mit der hormonellen Umstellung im Körper der Frau nach der Entbindung zusammen. Frauen sind besonders emotional in dieser Zeit, sind ausgepowert und leicht reizbar. Eine Postnatale Depression (PND) ist viel tief greifender und schwieriger als der so genannte Babyblues und oft entsteht daraus (unbemerkt)z.B. auf der Grundlage einer emotionalen Belastung (die unverarbeitet bleibt, was schon die Geburt per se darstellen kann) eine Anpassungsstörung mit depressiven Reaktionen.

Die Intensität einer Postnatalen Depression ist extrem unterschiedlich. Jede Person reagiert anders, das heißt die PND äußert sich sehr unterschiedlich. Die Einen verspüren lediglich keine Freude am Muttersein, andere Frauen hingegen denken sogar an Suizid.
Symptome einer Postnatalen Depression können zum Beispiel sein.

Gereiztheit: Sie reagieren übermäßig bei Kleinigkeiten und lassen diesen Frust an der Familie und selbst am eigenen Baby aus
Weinerlichkeit: Sie fühlen sich immer elend, zu bestimmten Tageszeiten wird dieses Gefühl noch verstärkt
Kopfschmerzen
Schwindelgefühl
Angstgefühle: Sie sind viel ängstlicher als früher, erleiden vielleicht sogar Panikattacken. Sie suchen permanent eine Rückbestätigung durch andere Personen.
Gefühl einer Inneren Leere
Selbstzweifel: Sie sind der Meinung, dass Sie unfähig sind und suchen die Schuld immer zuerst bei sich selbst.
Erschöpfung und Schlaflosigkeit: Obwohl sie ausgepowert sind, können sie nachts schlecht schlafen.
Konzentrationsprobleme
Sie sind unfähig, Ihr Kind als Ihr eigenes zu empfinden. Vielmehr kommt es Ihnen vor, als würden Sie ein fremdes Kind pflegen.
Appetitlosigkeit oder Fressattacken

Gute Unterstützung vor allem im Umgang mit der spezifischen Form der Depression können Sie auch im Internet erhalten unter anderem auf der Internetseite http://www.gofeminin.de/

Wichtig in Ihrem Falle ist die weiterführende Behandlung der scheinbar mehreren posttraumatischen Belastungsstörungen ggf. traumaspezifisch z.B. bei eine speziell ausgebildeten Traumpsychologen.

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

Des Weiteren sollten Sie bei aller Unterstützung für Ihre Frau, die Ihnen auch viel Kraft kostet nicht sich Selbst vergessen und auf Ihre Belastungsgrenzen achten. Das heisst, auch Sie sollten sich ggf. Hilfe suchen und nicht in eine ungewollte Co.- Abhängigkeit hineingeraten und z.B. sehr viel Verantwortung im Alltag Ihrer Partnerin abzunehmen usw. Hier gibt es auch die Moglichkeit, sollten Sie zusehens auf Probleme stossen, die Hilfe einer Eheberatung/ Paartherapie in Anspruch zu nehmen und so die anstehenden Schwierigkeiten gemeinsam zu bewältigen. Bitte warten Sie mit Ihrer Motivation Ihre Partnerin nicht zu lange und begleiten Sie Ihre Partnerin, nehmen Ihr aber nicht die Entscheidung die Hilfe anzunehmen ab.

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen konnte ich Ihnen weitere helfen und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft viel Kraft und alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button Akzeptieren) anzuweisen. Vielen Dank

 

 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie