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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Ich glaub ich bekomme eine Psychose oder irgendwie sowas. Ich

Kundenfrage

Ich glaub ich bekomme eine Psychose oder irgendwie sowas. Ich seh Schlieren, wenn sich irgendwas bewegt, hab Seegang, manchmal fliegen mir Insekten durch den Bildschirm, Dinge bewegen sich, die sich eigentlich nicht bewegen und das macht mir echt viel Angst und ich trau mich schon fast nicht mehr in die arbeit, obwohl es ja dann auch manchmal wieder besser wird. Ich glaub einfach, dass ich dann nen Aussetzter krieg und vollkommen durchdreh. Meine Gedankenwelt ist aber soweit ich das beurteilen kann ziemlich klar, also ich hab keine Paranoia oder Wahn, bin vielleicht etwas depressivl. Das hält jetzt schon ungefähr 2 Wochen an. Ich muss wissen, ob es das ist, was ich glaube, ob es schlimmer werden kann, ob ich so tatsächlich plötzlich aus der Realität gerissen werden kann so wie ich mir das einbilde oder ob es auch einfach sein kann, dass mein Gleichgewichtsinn gestört ist... Übringens, ich bin weiblich, 21, ich habe eine sehr lange Drogengeschichte (also alles was man so kriegen kann) und vor 2 Monaten mal starke Psychedelica genommen, wobei es ja nach dem Rausch erst wieder ein paar Wochen normal war, bis es jetzt so wurde. Panikattacken kenn ich auch schon von letztem Jahr. Bitte antworten Sie mir schnell.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre offene Frage.

Wie vielen ehemalig (oder noch Drogen konsumierenden) Personen kann es durchaus sein, dass die Symptomatik eine Folge Ihrer "langen Drogengeschichte" sind und in der Fachsprache nennt man es folgerichtig "drauf hängen bleiben" im Rahmen des lang anhaltenden köperlichen aber vor allem psychischen Entzugs (sehr häufig ausgelöst durch Mischkonsum von unetrschiedlichen Drogencocktails). Der Alkohol ist eher eine typische Form der Bewältigung der momentanen psychischen Problemlage (Restsuchtverhaltens) in Ihrem Inneren, nämlich eine Form der Suchtverlagerung. Sie tauschen also nur die Suchtmitel aus und bedienen sich einem legalen Suchtmittel, nämlich dem Alkohol und missbrauchen diesen genauso wie vorher die Drogen. Wesentlich ist für Sie um sich auch intensiv mit Ihrer Suchtgeschichte auseinander zu setzen, sich mit einer Suchtberatungsstelle in Ihrer Nähe in Verbindung zu setzen und da Wesentliche weiterführende Hilfe, auch präventiv, wegen Ihrer schon bedenklichen Suchtverlagerung. Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren. Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.

Für Sie ist es aus meiner sicht dringend notwendig auch psychiatrische Abklärung der Symptome erfolgen zu lassen, da psychotische/ psychoseähnliche Zustände erst leicht phasenweise auftreten, dann jedoch in immer kürzeren Zeitabständen mit intensiverer Symptomatik daher kommen. Auf Grund der beschriebenen Symptome haben Sie bei weiterer Verschlechterung jederzeit sich rund um die Uhr in einem psychiatrischen Krankenhaus (Fachklinik, Uniklinik) vorzustellen und haben egal wann ein recht auf Hilfe und Behandlung. Bitte tun Sie etwas und lassen Sie sich helfen, denn hier ist eine dringende Behandlung, differenzialdiagnostische Abklärung (was iste s überhaupt, wo kommt es her) erforderlich.

Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen etwas weiter helfen und ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

diplompsychologe und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Was ist wenn die Symtomatik schlimmer geworden ist und ich bekomme das jetzt nicht mehr mit? Ich hab schon Filme mit Psychotikern gesehen, so wie "A beautiful mind" oder "Fight Club" und das macht mich echt paranoid. Woher weiß ich, dass ich wenn ich grad wo steh und mich unterhalte mit jemand, dass der wirklich existiert? Wie viel Zeit bleibt mir denn dann noch bis ich durchdreh oder kann sich das auch so jetzt stabilisieren? Ich glaub ich muss mir echt die Kugel geben. Jetzt habe ich in München an der Uniklinik angerufen und die sind auch im Urlaub! Ich kann doch so unmöglich in die Arbeit gehen oder? Und ich hab auch echt keinen zum reden in diesem Fall, weil es mir enorm peinlich ist und ich mir vorkomm wie Dr. Jenkyll...Sie müssen mir schnell was Positives sagen!
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre erneute vertrauensvolle Frage, was überhaupt nicht schlimm ist.

Wenn die Symptomatik sich verschlimmert hat und so beschreiben Sie das ja auch, dann begeben Sie sich umgehend in die Behandlung in die nächste Notaufnahme einer Psychiatrie (entweder einem Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie oder Uniklinikum). Denn Sie sollten sich auf keinen Fall Selbst gefährden oder womöglich durch eine Verkennung der Realität andere Personen. Bitte tun Sie das umgehend und ohne jedes zögern, Sie haben ein Recht, wenn Sie auch so ehrlich Ihre Symptome dort schildern auf umgehende Behandlung ohne Wartezeit. Sie benötigen dringend andere Medikation und nur durch eine gezielte Behandlung ist eine Verbesserung der Symptome möglich.

Ich wünsche Ihnen auf diesem Weg viel Kraft sowie Mut aber auch alles erdenklich Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank