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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Kundenfrage

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Wie sp�rt ein Mensch ein Angeh�riger, dass er /sie oder
der Angeh�rige unter einer
bipolaren St�rung leidet ?
Welches sind die Kennzeichen ?
Welche Behandlungsm�glichkeiten
gibt es ?
Was wird gelindert ?
AKTIVIT�T einged�mmt -
DEPRESSIVIT�T Medikamente verabreichen , die den Patienten
motivieren etwas zu machen ?
Kann durch Sport auch die Hirnleistung aktiviert ausgeglichen
werden ?

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W�re dankbar f�r eine Antwort.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.


Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das vertrauen und die offene
Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.



Bei einer bipolaren Störung treten sowohl depressive (niedergeschlagene
Stimmung) als auch manische (Hochstimmung), Episoden auf. Die Bipolarität
gehört zu den affektiven Störungen. Leichtere Formen bei andauernder
Instabilität der Stimmung mit Perioden leichter Depression im Wechsel mit
gehobener Stimmung bezeichnet man als Zyklothymie. Relevant für die bipolare
Störung sind genetische Faktoren, Störungen im Neurotransmitterhaushalt,
kritische Lebensereignisse als Auslöser (nicht die Ursache nur der Auslöser) und
psychodynamische Faktoren oder erlerntes
Verhalten. Also würde um es zu
beschreiben, ein Außenstehender diesen Menschen erleben als z.B.Gestern noch tieftraurig, sich gehenlassen,
zurückgezogen usw. (Depression) und z.B.
eine Woche später beim nächsten Treffen total aus dem Häuschen ist und Pläne
schmiedet, die in keinem Verhältnis zu seinen Möglichkeiten finanziell oder
mental stehen, total extrovertiert ist, was schon in Aufdringliche gegenüber Menschen
die er kaum kennt geht und fast wie unter Größenwahn agiert(Manie). Die Symptomatik
ist also identisch mit den Grundformen von Depression /Manie jedoch treten
beide Pole der affektiven Störung abwechselnd auf. Seltener können sie auch
gleichzeitig auftreten, aber meistens treten depressive und manische Schübe
hintereinander auf.



Der Verlauf ist Phasenhaft und dabei wechseln sich
gesunde Phasen mit Phasen der Depression und der Manie ab. Die Diagnostik kann
nur anhand des Verlaufs gestellt werden und eine bipolare Störung liegt vor
wenn jeweils eine depressive und eine manische PHASE DURCHLAUFEN WURDEN: Grundlage
für die Diagnose ist ein ausführlicher psychopathologischer Befund mit Anamnese
und Fremdanamnese. Differenzialdiagnose wäre eine schizoaffektive Störung (Hier liegen
zusätzlich schizophrene Symptome vor), eine Borderline- Persönlichkeitsstörung
kann auch einer bipolaren Störung ähneln. Bei der Therapie ist durchaus zu
beachten, das auf Grund von Suizidalität in den depressiven Phasen oder durch
die Selbstschädigung der manischen Phase z.B; finanzieller Ruin durch
folgenschwere Investitionen, in der Manie ist das Schlafbedürfnis auch sehr
herabgesetzt was ebenfalls zu Unfällen führen kann) das eine stationäre
Therapie notwendig ist. Bei leichteren Verläufen kann eine langfristige Dauermedikation
mit Lithium ausreichen. Ein Drittel der affektiven Störungen verlaufen bipolar.
Therapeutische Behandlungen erfolgen jeweils hinsichtlich der Richtlinien der
jeweiligen Episode die im Vordergrund ist bei entsprechender Motivation. Wobei
natürlich anzunehmen ist, das in einer Manie diese nicht vorliegt, denn der Betreffende
ist ja in Hochstimmung und warum soll er sich da in Therapie begeben. .



Was die medikamentöse
Behandlung betrifft, Lithium und
Antiepileptika sind Phasen Prophylaktika. Die über einen längeren Zeitraum
eingenommen das Auftreten einer erneuten Krankheitsphase reduzieren. Grundlage
ist aber auch hier wie bei jeder medikamentösen Behandlung eine genaue
Diagnostik. Dazu und im Rahmen der von Ihnen beschriebenen Symptome würde ich Ihnen eine Konsultation eines
Psychiaters z.B. in einer psychiatrischen Institutsambulanz Notfallambulanz an
einer Uniklinik oder in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie zu empfehlen
um auch eine Unterstützung mit Medikamenten zu ermöglichen , ein
Psychologe ist für eine medikamentöse Behandlung nicht der richtige Ansprechpartner, hier also bitte einen
Psychiater/Neurologen hinzuziehen. Des Weiteren können Sie und meist
geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe
befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine
Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine
Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik
einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz
vereinbaren und dort vorstellig werden.



Ich hoffe ich konnte Ihnen in
der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles
Gute auf Ihrem weiteren Weg





Mit freundlichen Grüßen







Die Ausführungen und
Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende
psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell
Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen
sowie Konflikten.





Ich möchte Sie bitten,
so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt
hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button
"Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank