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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

hallo! ganz kurz habe seit 20 jahren bulimie + zwangsneurose.

Kundenfrage

hallo! ganz kurz: habe seit 20 jahren bulimie + zwangsneurose. zig therapien hinter mir + klinikaufenthalt, werde mit elontril + trevilor behandelt. therapeuten (samt mir selbst) sind sich einig, dass gesprächstherapien nicht viel helfen..evtl. klinik zum kräftesammeln.
warum schaffe ich es nicht? warum mach` ich weiter?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre offene und ehrliche Frage, die ich versuchen möchte zu beantworten.
Da ich sehr weitreichende Erfahrung im Umgang und der Therapie mit Essstörungen habe, kann ich Ihre Verzweiflung und Ihre Ratlosigkeit verstehen, denn scheinbar erhalten Sie über die langen Leidensjahre hinweg den Eindruck, es hilft eh nichts und komme da eh nicht wieder raus. Das heisst aber auch, dass Sie sich selber demotivieren, den Mut und Hoffnung verlieren neue Wege und Therapien in Angriff zu nehmen. Denn es gibt Hilfe, z.B. durch die Hilfe zur Selbsthilfe. Da ich therapeutische Selbsthilfegruppen für Essstörungen jahrelang geleitet habe, weiss ich um den "Nutzen" für die Betroffenen. Eine weitere Möglichkeit ist es für Sie eventuell eine Langzeitbehandlung in München zu absolvieren, die in Form einer intigrierten Wohngemeinschaft funktioniert mit intensiver therapeutischer Begleitung. Informationen hierzu finden Sie im Internet unter: http://www.anad.de/ (Link "therapeutische Wohngruppe"). Es ist Ihnen natürlich auch des Weiteren möglich durch das Netzwerk Essstörungen, im Internet unter: http://www.therapienetz-essstoerung.de/ und www.essstoerungen-frankfurt.de neue und nützliche Informationen zu holen, auch und gerade zu neuen Therapieansätzen und Kliniken. So ein spezielles Gruppentherapeutisches Programm für Essstörungen in der psychosomatischen Klinik Windach am Ammersee u.a.

Vielleicht sollten Sie ein Mal versuchen eine andere Therapierichtung in Betracht zu ziehen, z.B. eine Verhaltenstherapie, die im übrigen sehr gute Erfolge erzielt hat im rahmen der Bulimiebehandlung und in Ihrem Falle einer Zwangsneurose (letztere lässt sich gut mit einer tiefenpsychologisch/ analytischen Behandlung in den Griff bekommen). Beide Symptome sind sehr häufig, da eine Sucht, egal welche, häufig starken Zwangbezug hat und durch ständig sich wiederholende Handlungen einen Zwangscharakter haben (siehe hierzu den Suchtkreislauf).

Warum Sie bedauerlicher Weise nicht aus diesem Teufelskreis heraus kommen, dass kann und ich halte es auch für fachlich nicht korrekt diese Frage allumfassend zu beantworten, kann ich Ihnen nicht sagen, jedoch können eventuell bestimmte Gründe dafür sprechen. So z.B. eine eventuelle Chronifizierung der Essstörung, das Vorliegen von noch nicht ausreichend explorierten besser diagnosstizierten Primärerkranknungen (als Bulimie nur ein Symptom einer anderen Störung = Komorbilitättendenz), der Leidensdruck ist bei Ihnen und damit der unbedingte Wille etwas zu verändern nicht hoch genug.. denn es ging ja immer schön weiter, die falschen Therapieansätze wurden gewählt und eventuell auch zu inkonsequente Therapeuten denen Sie sich Selbst und dem Therapeuten immer etwas vorspielen konnten (vlt. Wissen Sie ja was ich meine), eine Dysanorexie liegt vor (in der Vorgeschichte Phasen von Magersucht) usw.

Ich möchte Sie an dieser Stelle etwas dazu motivieren, auch nach 20 Jahren Kampf gegen diese bösartige Sucht nicht aufzuhören, aufzugeben und weiter zu kämpfen, denn ich habe es so oft erlebt, dass zumindest eine Linderung der Symptomatik oder "Heilung" erfolgen konnte und das soagr nach mehr als 20 Jahren.

Abschliessend hoffe ich, dass ich mit meinen kurzen Ausführungen Ihnen etwas weiter helfen konnte und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

 

diplompsychologe und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Psychologe,

danke für Ihre ausführliche Antwort.

Ich habe all Ihre Tipps, Erklärungen, Vorschläge auch schon von anderen Therapeuten gehört. Verhaltenstherapie + tiefenpsychologische bzw. analyt. Behandlung wurden ebenso absolviert. Wahrscheinlich ist Ihnen das klar, da ich bereits einige Jahre auf dem Buckel habe.

Ich bin deshalb etwas enttäuscht, weil es wohl keine "andere" Antworten gibt. Es hörte sich für mich so standartdisiert an.Leidensdruck-Situationen gab es zu hauf, was dann nat. Klinik, Notaufnahme u. einmal sogar ein halbes Jahr Bulimie-Frei zur Folge hatte. Bis zum nächsten Einbruch. However, muß wohl weiter machen.

Ist es ok, wenn ich 40,- Euro überweise?

Gruß .. Anja


Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

an erster Stelle erst ein mal möchte ich Ihnen für die Anweisung und den Bonus danken und es ist absolut nicht notwendig noch etwas anzuweisen, denn ich antworte Ihnen auch so noch ein Mal.

Ich kann es verstehen, wenn Sie vieles gehört haben und es tut mir sehr leid, wenn Sie die Antwort als standartisiert betrachten, aber wenn ich nicht mehr an Hintergrundwissen über Ihren Krankheitsverlauf, Behandlungsverlauf und Biographie usw. habe, dann ist es nicht fachlich besser möglich. Da bleibt mir nur übrig, Ihnen ein paar neue Denkanstösse zu geben.

Vielleicht hilfte es Ihnen ja, dass Sie die Erwartungen an eine "Heilung" dahingehend zu überprüfen, besser auch nicht enttäuscht dahingehend sind, besser stolz auf eine Linderung der Symptome oder eine Leidenspause. So vermeiden Sie sprichwörtlich künstlich erzeugte Enttäuschungssituationen und stellen nicht sich Selbst, die Therapie oder Behandlung in Frage. Das schafft mehr Erleichterung es in ganz kleinen Schritten zu versuchen, als immer "Alles" zu wollen, gerade aber für sehr an sich Selbst hohe Ansprüche stellende Bulimikerinnen ein sehr schweres Unterfangen.

Ich bedanke mich noch ein Mal für Ihre entgegengebrachtes Vertrauen und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.