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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Guten Tag, eine Freundin leidet unter Depressionen, die im

Kundenfrage

Guten Tag, eine Freundin leidet unter Depressionen, die im Abstand von längeren Zeoträumen immer wieder "ausbrechen". Sie war lange Zeit in therapeutischer Behandlung. Nun habe ich bereits einige "Episoden" bei ihr mitgemacht und sie hat sich immer nach einiger Zeit wieder gefangen und es ging dann auch merklich besser. Jetzt steckt sie aber bereits seit ca. 5 Monaten in einer solchen Episode und nimmt auch Antideppresiva, allerdings sehr gering dosiert. Meines Erachtens ist keinerlei Besserung eingetreten und meine Freundin, die sehr intelligent und diszipliniert ist, will mir weiß machen, dass sie keine weitere Therapie braucht (Überdruss) und dass sie das alles allein hinbekommz. Grundsätzlich sicher kein schlechter Ansatz, da sie meint, sich zu kennen. Dennoch mache ich mir große Sorgen, dass sie sich -spontan- etwas antun könnte (ihr Vater beging Selbstmord aufgrund Depressionen) und ihren Freunden nur vorspielt, dass sie klar kommt. Ich denke, sie ist eigentlich so krank, dass sie das gar nicht mehr beurteilen kann und würde gerne etwas unternehmen. Was meinen Sie? Danke für eine rasche Antwort. Sie hat keinen Partner und ist selbständig; seit einem Jahr hat sie einen Hund, der ihr ein und alles ist. Ich empfinde ihre Beziehung zu dem Hund etwas "übertrieben", sie unterschreibt z.B. nicht nur mit ihrem Namen sondern auch mit seinem. Das mag mal ganz lustig sein aber ständig? Ich finde es ausgesprochen schwierig, jemanden einem Fremden nahe zubringen, ich hoffe, sie können mit den wenigen Angaben etwas anfangen. Gerne versuche ich Rückfragen so genau wie möglich zu beantworten. 
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre offene und ehrliche Frage, die ich versuchen möchte zu beantworten.

Es ist erst ein mal sehr lobenswert, dass Sie sich so um Ihre Freundin Sorgen, jedoch müssen Sie immer dabei bedenken, das gerade Menschen mit einer Depression dazu neigen Ihre Umwelt (auch Sie eventuell) Co.- abhängig zu machen. Sie vermitteln immer den Eindruck, Sie brauchen Hilfe und irgendwann muss man Ihnen die Verantwortung für Ihr Leben abnehmen, alles für Sie tun, da Sie ja mit ihrer Krankheit so hilfsbedürftig erscheinen. Hierauf müssen Sie acht geben, bei aller Sorge um Ihre Freundin und Ihre Handlungen vlt. auch und bevor hier eine Co.- abhängigkeitsverhalten eintritt sich fachlich kompetente Hilfe zu suchen. Das kann bei einem Psychologen in einer psychologischen Beratungsstelle geschehen oder bei einem neidergleassenen Kollegen (die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen) in Ihrer Nähe.

Des Weiteren ist es für Sie sehr wichtig eine Selbsthilfegruppe für Angehörige zu besuchen bzw. Kontakt zu einer solchen aufzunehmen, denn dort erfahren Sie aus erster Hand quasi, auf was Sie im Umgang und in Ihrem Handeln achten müssen. Adressen Dies können Sie auch über das Internet tun, hier gibt es diverse Internetforen u.a. http://www.depressionen-depression.net/, www.depression-diskussion.de

Es ist des weiteren sehr wichtig, dass Sie Ihre Freundin und das haben Sie richtig erkannt Ihnen vlt. allen etwas vorspielt d.h. es Ihr wohl richtig schlecht geht, Sie immer wieder motivieren etwas zu tun. Nämlich zum Ersten Ihren behandelnden Psychiater aufsucht, bei Gefahr von Suizidhandlungen (auch schon bei Ankündigungen) können Sie selber auch den Notarzt holen und nur er kann entscheiden auch eventuell Ihre Freundin (auch wenn das hart klingen mag) gegen Ihren Willen einzuweisen. Vielleicht können Sie Ihre Freundin ja auf Grund einer sicherlich vorliegenden Antriebslosigkeit begleiten und zum behandelnden Psychiater fahren, denn wie mir scheint muss hier die Medikation dringend verändert werden. Zum Teil kann es auf Grund von nebenwirkungen aber auch im Zusammenhand mit einer schweren Depression zu psychotisch ähnlichen Zuständen kommen, was eventuell auch den eigenartigen Umgang mit dem Hund erklären könnte.

Bitte achten Sie bei aller Hilfe auch immer auch auf Ihre Grenzen der Belastbarkeit und sollten deshalb nicht aufhören entsprechend der Notwendigkeiten Ihrer Freundin zu helfen, denn Sie braucht jede erdenkliche Hilfe bei einer so schweren Erkrankung wie einer episodischen Depression.

Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen etwas weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank