So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.
diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Sind folgende Symptome bereits bedenklich und weisen in die

Kundenfrage

Sind folgende Symptome bereits bedenklich und weisen in die Richtung "Essstörung":
Familienhintergrund:Vater, Alkoholiker, 2 Töchter, eine massiv übergewichtig ( 1,70m, 95 kg), die andere 1,73m, 50kg : bei gemeinsamem Essen, immer Ausreden, ich habe heute schon soooviel gegessen, Fleisch esse ich nicht, ich mag nur Obst und Gemüse, auch dann nur 1/4 der vorbereiteten Menge....keine sozialen Bindungen, außer Eltern und Freund, keine einzige Freundin, von Kind an....bis 27 Jahren, will nur im Mittelpunkt stehen, stets Negativäußerungen über Mitmenschen, ist immer KRANK....benutzt aus diesem Grund Morphinpflaster und morphinhaltige Medikamente....wirkt sehr depressiv und an nichts interessiert, außer an "Shopping" und an Boulevardereignissen....spricht wie eine 40-ig Jährige und handelt wie eine 14-Jährige.... beruflich ohne Ergebnis: Schlechtes Abitur, Goldschmiedelehre erfolgt, Beruf abgelehnt, Praktikum in Arztpraxis abgebrochen mit der Begründung, Arzt zahlt ihr keinen Lohn ,Studium Grundschulpädagogik demnächst abgeschlossen, wenn Prüfungsstress bewältigt wird...
Ich mache mir sehr große Sorgen und suche nach Hilfe......
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sehr geehrter Fragesteller,

 

vielen Dank für Ihre gestellte ehrliche Frage.

 

Die von Ihnen beschriebenen Symptome können, jedoch müssen nicht zwangsläufig auf eine Essstörung hindeuten (aber auch auf andere psychische Störungen) und hierzu ist eine dringende diagnostische Abklärung notwendig z.B. bei einem Psychiater oder Psychologen. Leider ist hier, so keine erkennbare Eigengefährdung vorliegt (z.B. extreme lebensbedrohliches Untergewicht) die Krankheitseinsicht sowie Einsicht des Betroffenen in die behandlungsnotwendigkeit Voraussetzung.

 

Vielleicht können Ihnen ja die allgemeinen Erklärungen zur Symptomatik einer Anorexia nervosa (Magersucht) etwas helfen und Sie haben zumindest einen Vergleich.

 

Anorexia nervosa = ständiger Wunsch nach Gewichtsabnahme (auch Nahrungsphobie = Angst vor Nahrung und Nahrungsaufnahme

 

➲Auffälliger Gewichtsverlust von mindestens 15 % unter dem Norm- BMI Wert ( ohne körperliche Ursachen )

➲Massive Einschränkung der Nahrungsaufnahme ( teilweise unter 200 kJ/ Tag ) ➲Verleugnung von Hunger, Verleugnung mit dem Essen bzw. mit der Nahrung Probleme zu haben > Verleugnung des gestörten Essverhaltens > keinerlei Krankheitseinsicht ➲„Verbissene " Entschlossenheit, immer dünner zu werden

➲Eigenartiger Umgang mit Nahrung ( „ ständiges Kalorien zählen " )

➲Verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers, des Körperschemas

➲Fortsetzen von körperlichen Trainings trotz Ermüdung und Erschöpfung > Ungleichgewicht von Körper und Psyche

➲Sozialer Rückzug > starkes introvertiert sein ➲Stark ausgeprägtes Zwangverhalten ➲Ungewöhnliche Kälteempfindlichkeit

➲Perfektionismus

➲Stark ausgeprägter Egoismus

 

Die zweite Beschreibung der Symptomatik läßt eher den Schluss zu, dass es sich hier um eine Morphinabhängigkeit handeln könnte und ich stelle hier auch mal die Frage, wozu bekommt eine so junge Frau solche Medikation die extrem stark abhängig macht. Hierzu sollte unbedingt schnellstmöglich ein Gespräch mit dem Arzt gesucht werden und eine eventuell notwendige Entgiftungsbehandlung durchgeführt werden um auch Entzugsprobleme zu vermeiden.

 

Abschließend ist hier egal wie auch immer, da ja scheinbar noch wesentliche Entwicklungsdefizite im sozialen Kontext bestehen, eine therapeutisch/ psychiatrische Intervention dringend und umgehend notwendig um es nicht zur Verschlechterung der psychischen Verfassung kommen zu lassen.

 

Des Weiteren sollten Sie als Angehörige immer aufpassen, durch Ihr Verhalten unbewusst durch Co.- Abhängigkeit das Krankheitsverhalten der Betroffenen nicht noch zu unterstützen. Sollten Sie da Probleme sehen, suchen Sie sich auch entsprechende psychologische Hilfe oder schließen sich einer Selbsthilfegruppe an.

 

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen konnte ich Ihnen weiter helfen und wünsche Ihnen auf Ihrem weiteren Weg viel Kraft und Mut.

Mit freundlichem Gruß

 

 

Bitte

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie