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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Mein Freind(Ex-Freund) hat eine Soziophobie diagnostiziert

Kundenfrage

Mein Freind(Ex-Freund) hat eine Soziophobie diagnostiziert bekommen, nachdem beim körperlichen Check alles i.O. war und er seit ein paar Wochen solche Attacken(Herzrasen,Bluthochdruck, Zittern etc.) hat. Daraufhin wurde ihm von einer Psychologin für 2 Wochen ein Medikamet verschrieben, während der Einnahme fühlte er sich auch besser, keine Attacken etc und besserer Gemütszustand.
Nach der Einnahme war er noch nicht wieder bei der Psychologin.

Wir kennen uns seit Februar und haben uns seitdem kennengelernt.
Er war sich aber unsicher, ob er mit mir zusammen sein will und hat dies damit begründet, dass er mich super mag und alles ,aber sich körperlich nicht angezogen fühlt.
Zu dem Zeitpunkt wusste er aber noch nichts von seiner Psychose.
Die Attacken waren aber schon da.
Er wollte dann vor 2 Wochen mit mir zusammen sein, obwohl er sich vorher nicht so sicher war.
Letzten Montag dann, hat er sich plötzlich wieder getrennt und mir gesagt, er würde mich super gern haben, alles wäre super, wir würden perfekt zusammen passen , aber er hätte kein Bedürfniss mir nahe zu sein und ich würde ihn quasi nicht anmachen. Als ich das näher wissen wollte, meinte er, mein Körper würde ihm nicht so gefallen.
(Brüste zu klein, Po zu breit), und er könnte trotz seiner Gefühle nicht dadrüber stehen.
Er müsste sich quasi zwingen, mich zu küssen, mir nahe zu sein.

Meine Frage wäre nun, ob es sein kann, dass er sich jetzt so aufgrund seiner Psychose so verhält(Angst vor Bindung etc.?!) und sich dieses nur nicht "eingestehen" will oder ob es damit gar nichts zu tun hat und ich dass so akzeptieren muss?!

Ich hoffe Sie können mir helfen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX

Mfg

Lara T.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

erst ein Mal möchte ich Ihnen für Ihre gestellte Frage danken.

Es ist erst ein mal wichtig die Frage zu klären, was Ihr Freund (Ex-Freund) denn wirklich hat. Denn es ist ein wesentlicher Unterschied und auch die Behandlungmöglichkeiten sind sehr verschieden zwischen einer (Sozial) Phobie oder einer Psychose und sicher war Ihr Freund (Ex- Freund) bei einm Psychiater und nicht bei einem Psychologen, denn letzterer darf keine Medikamente verschreiben.

Es ist dringend notwendig, auch für Ihren Umgang mit welcher psychischen Störung auch immer es sich dann auch handelt, das Sie wissen was Ihr Freund (Ex-Freund) hat um dann dadurch auch zu lernen damit umzugehen (z.B. mit Abweisungen zurecht zu kommen, das Nähe-Distanzproblem auszuhalten, Ihn was sehr wichtig ist weiter auch bei der Auseinandersetzung mit seiner psychischen Störung zu helfen usw.)

Wichtig ist erst ein Mal aus meiner Sicht die Frage die Sie für sich klären müssen, wollen Sie eine weitere und sicher nicht einfache Liebesbeziehung oder nur eine freundschaftliche Beziehung zu Ihm. Wichtig ist hierbei, Sie müssen sich egal welche Beziehungsform sie wählen, auch Ihn dringend auch weiter begleiten, Ihm helfen jedoch ohne die Verantwortung für seine Genesung abzunehmen. Des Weiteren müssen Sie lernen sich abzugrenzen und eventuellen Verletzungen (z.B. findet ja Ihre Figure nicht anziehend usw.) zu verarbeiten. Dies können Sie auch gemeinsam tun in einer Paartherapie, so diese einer sicherlich für Ihren Freund (Ex-Freund) wichtigen psychotherapeutischen Begleitung nichts entgegen steht. D.h. es ist wichtig eine gründliche diagnostische Abklärung bei einem ambulanten fachlich guten Psychologen durchführen zu lassen und sich nicht nur auf das eher medizinisch geprägte Urteil eines Psychiaters zu verlassen. Ich denke auch in Ihrer Nähe gibt es da geeignte Anlaufstellen oder Sie wenden sich immer vorausgesetzt Ihr Freund (Ex-Freund) möchte das mit einer psychotherapeutischen Ambulanz (oft an jeder größeren Uniklinik) in Verbindung, lassen sich dort einen termin geben um dort alles mit entsprechender Behandlungsempfehlung am Ende abklären. Oft haben auch psychotherapeutische Asbildungsinstitute (verhaltenstherapeutisch oder psychoanalytische Ausbildungsrichtung erst ein Mal egal), einfach googleln schnell Termine frei.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas mit meinen kurzen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen beiden für Ihre Zukunft alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar anzuweisen. Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

 

Also mein Ex-Freund hat eine Soziophobie diagnostiziert bekommen.

Ich habe mich mit dem Wort Psychose wohl falsch ausgedrückt, als ich von der Soziophobie sprechen wollte.

 

Btte beziehen Sie Ihre Antwort auf meine Frage, ob sein Verhalten vielleicht von dieser Soziophobie kommt oder nicht.

 

Vielen Dank.

 

Mfg

 

Lara T.

Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

diese von Ihnen beschriebenen Symptome passen natürlich auf viele psychische Störungen, sind aber auch bei einer Sozialphobie (so es eine ist) auch bezeichnend. Oft liegt hierbei auch eine Bindungsstörung vor, was es den Betroffenen sehr schwer macht sich in die Gesellschaft zu intigrieren oder gar intensive Beziehungen (auch intimer Art) einzugehen, da die Angst z.B. auch vor Verlusten dieser Bindungen und der Angst sich in dieser Beziehung zu verlieren viel zu deutlich ist. Jedoch ist das nur ein Symptom der Sozialphobie unter anderem versteht man unter der Sozialphobie die dauerhaften, unangemessenen Furcht in sozialen Situationen (auch eine Partnerschaft ist eine soziale Situation), bei denen sie mit anderen Menschen zu tun haben oder sich deren Bewertung ausgesetzt fühlen. Soziale Phobien führen oft zu einem Vermeidungs- u. Meidungsverhalten vor sozialen Situationen oder fremden (auch z.T. bekannter Personen) Menschen und damit auch zu sozialen Defiziten oder sogar zu einer sozialen Isolation. Also ist es den Betroffenen Personen nicht oder nur sehr schwer, mit viel Verständnis des Partners in der Lage soziale Beziehungen aufrechtzuerhalten, obwohl Sie sich im Inneren danach sehnen und versuchen jedochalles diese Sozialkontakte (aus Angst) gleich wieder zu zerstören (z.B. durch negative Bewertungen).

Ich hoffe, es war mir in den kurzen Ausführungen möglich Ihnen die Frage zu beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

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