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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Mit 19 bin ich zu Hause ausgezogen.Meine Eltern haben mir damals

Kundenfrage

Mit 19 bin ich zu Hause ausgezogen.Meine Eltern haben mir damals zu verstehen gegeben, daß sie meine privaten und beruflichen Entscheidungen nicht gut finden.Sie hätten sich gewünscht, daß ich in der Nähe bleibe, und meine Schwester die immer noch zu Hause lebt unterstütze.Dies ist jetzt 25 Jahre her.Ich besuche meine Eltern regelmäßig, sie sagen mir auch, daß sie sich darüber freuen,jedoch kann ich sie nur zu bestimmten Uhrzeiten besuchen, und wir reden auch nicht über wesentliches.Mein Vater der mittlerweile gesundheitlich schon ziemlich angeschlagen ist, erklärt jedesmal er wüsste nichts zu erzählen.Meine Schwester, die noch im Elternhaus wohnt,habe ich seit 7 Jahren nicht mehr gesehen, wenn ich zu Besuch komme verschwindet sie.Warum kann ich nicht sagen, meine Mutter machte mal eine Andeutung, daß ich etwas gesagt hätte, daß sie sehr verletzt hätte...Es gab vor ca.15 Jahren die Situation daß mein Mann und ich beschlossen hatten doch bei meinen Eltern das Haus umzubauen und dort einzuziehen, dies scheiterte jedoch unter Anderem daran, daß meine Schwester nicht bereit war aus ihrem Mädchenzimmer auszuziehen in ein anderes Zimmer.Es gab einen unschönen Streit bei dem meine Schwester meinen Eltern erklärte sie wolle mit mir nichts mehr zu tun haben, ansonsten würde sie sich etwas antun.Mein Mann und ich sind beruflich sehr erfolgreich geworden, und leben jetzt ca. 500km entfernt.Vor ca. 4 Jahren hat mir meine Mutter erklärt das ich sie bis auf weiteres nicht besuchen kann. Grund wäre sie würde trinken und hätte meinen Vater bedroht und sei nun in psychiatrischer Behandlung. Dies hatte sie mir am Telefon erzählt.Nachdem das "Besuchsverbot" wieder vorbei war, wurde dieses Gespräch niemehr erwähnt.Auf meine Frage hies es, dies hätte sich erledigt.
Meine Mutter trinkt nicht, und ich kann mir schwer vorstellen, daß sie meinen Vater bedroht hat.Ich vermute eher es gab irgendein Problem mit meiner Schwester.
Mein Problem ist, daß ich meinen Eltern gerne helfen möchte, falls sie Hilfe brauchen, diese jedoch nicht mit mir darüber reden und mir indirekt zu verstehen geben daß ich ja sowieso viel zu weit weg bin.
Nachdem bei den letzten Besuchen sehr häufig Sätze kamen wie: alles müssen wir alleine schaffen, habe ich mich um eine Arbeitsstelle in der Nähe beworben.Dazu habe ich am Montag einen Gesprächstermin für eine sehr interessante Stelle. Die Frage ist jedoch ob ich es machen soll oder nicht, da mein jetziger Arbeitsplatz auch großen Spaß macht und mein Mann und ich wieder von Vorne anfangen müßten. Zudem weis ich nicht
ob sich dadurch überhaupt die Möglichkeit verbessern würde meine Eltern zu unterstützen,
oder ob meine Schwester dies verhindert.Mein Mann versteht nicht, warum ich in die Nähe meiner Eltern ziehen möchte, er meint wir haben uns hier das Leben aufgebaut, und oft genug versucht die Beziehung zu meinen Eltern zu verbessern. Wenn ich es aber unbedingt möchte wird er mich unterstützen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich würde Ihnen empfehlen, vor dem endgültigen Schritt alles neu zu beginnen ,um in der Nähe der Eltern zu sein, den Dialog mit Ihren Eltern zu suchen. Sprechen Sie offen mit Ihren Eltern über Ihr Vorhaben und auch warum Sie dies tun möchten und dass Sie sich Sorgen machen. Wenn Sie jetzt voreilig Ihr Leben komplett neu gestalten und von vorn anfangen, kann es sein das sich die Probleme eher zuspitzen , als dass Sie gelöst werden. Aus Ihren Zeilen entnehme ich, dass Sie mit Ihrem Leben glücklich sind und nun aus einer Gewissensfrage heraus, diesen Umzug und die damit verbundenen Änderungen erwägen. Sicher ist eine Entfernung von 500km groß, aber es gibt heutzutage auch andere Möglichkeiten, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. z.B auch wöchentliche bis tägliche Anrufe bei den Eltern können die Verbindung erhalten . Sie sind vor 25 Jahren ausgezogen und haben sich ein erfolgreiches Leben aufgebaut, dass ist etwas auf das Ihre Eltern sehr stolz sein können. Ihre Schwester hat sich dafür entschieden bei Ihren Eltern zu bleiben und hat diesen Weg gewählt. Also sind Ihre Eltern nicht allein und wenn das Verhältnis zu Ihrer Schwester nicht im Vorfeld ebenfalls geklärt wird, kann es durchaus passieren, das Sie als "Eindringling" angesehen werden. Innerhalb der 25 Jahre Ihrer Abwesenheit sind zwischen Ihren Eltern und Ihrer Schwester feste Struckturen im Zusammenleben entstanden und die Vorstellung " ich ziehe in Eure Nähe und alles wird gut" wird schwer zu erfüllen sein. Sprechen Sie mit Ihren Eltern und finden Sie heraus ob es auch ihr Wunsch ist, dass Sie in Kürze in ihre Nähe ziehen um für sie dazusein.

Ich würde Ihnen auch empfehlen für sich selber auch etwas zu tun, legen Sie eine Liste an, welche Vorteile und Nachteile bringt dieser Schritt und vergleichen Sie. Die Liebe zu Ihren Eltern zeigen Sie auch, indem Sie den Kontakt immer wieder, trotz Schwierigkeiten, suchen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten für Sie da sind wenn Sie gebraucht werden , aber Sie haben auch eine Verantwortung für sich selbst und Ihre Familie.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen

 

Mit freundlichen Grüßen

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Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.