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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo !Ich glaube ich bin ein bisschen depressiv.. Habe

Kundenfrage

Hallo ! Ich glaube ich bin ein bisschen depressiv.. Habe sowohl körperlich (Magen-Darm, Schlafprobleme) wie auch vom allgemeinen Befinden her (dauernd antriebslos, keine Motivation für nichts, sehr oft am Grübeln und auch viel traurig, fast apathisch..) aber dann wiederum habe ich Phasen, in denen ich total überdreht und fröhlich bin, mich über jede Kleinigkeit freue und es geht mir richtig gut.. Ich traue mich aber irgendwie nicht meinem Arzt davon zu erzählen, ich weiß auch nicht ob ich überhaupt eine Therapie oder so etwas brauche.. Außerdem habe ich gehört, dass man ewig auf einen Termin warten muss bei Psycho-Therapeuten.. Ich hatte bei einer Therapeutin angerufen und man sagte mir die Wartezeit beträgt 14-18 Monate.. Dann ist das doch wahrscheinlich alles schon wieder gut.. Momentan beeinträchtigt meine Demotivation mich leider sehr beim Abschluss meines Studiums, für die Klausuren lernen, Übungen machen.. Die Ausarbeitung schreiben.. Ich kann mich nur sehr schwer dazu aufraffen all das zu machen.. Wie soll ich denn jetzt (möglichst zeitnah) wieder alles in den Griff bekommen um mein Studium bald fertig zu haben ( ich brauche eigentlich nur noch ein Jahr, wenn ich das jetzt durchziehe..) Übrigens haben die Symptome ca. vor 1-2 jahren sehr schleichend angefangen, davor war ich immer sehr lebensfroh und sehr motiviert in meinem Studium..

Noch zu Info: Es gab durchaus in meiner Vergangenheit schwierigere Phasen.. Als ich 13 war, hatte meine Mutter einen Hirntumor, wurde danach aufgrund der Medikamente sehr dick.. Dadurch dann unzufrieden, depressiv, alkoholsüchtig.. Mein Vater fing dann auch das trinken an, beide sind auch heute noch jeden Tag betrunken und können sich nicht eingestehen dass sie ein Problem haben..
Ich musste "die starke" für meinen kleinen Bruder spielen wenn sie sich betrunken angeschrien haben.. Ansonsten waren meine Eltern aber immer sehr lieb zu mir..

Außerdem war die Trennung von meiner großen Liebe vor 3 Jahren sehr hart für mich..

Aber alles in allem war ich immer sehr stolz darauf, trotz alledem ein "normaler", fröhlicher Mensch zu sein und für mich gibt es auch keinen erkennbaren Grund für eine depressive Stimmung..

Und noch allgemein: Ich werde bald 23, weiblich, Studentin..

Das ist jetzt zwar gar keine richtige Frage, ich wollte nur mal jemandem, der davon Ahnung hat, meine Lage schildern und hören, was Sie dazu so meinen? Liebe Grüße... Tanja
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Eine Depression geht mit einer Störung des Affekts- Gemütsverfassung- einher. Diese Störung kann sich auch in zwei Richtungen manifestieren, nämlich als Manie ( Hochstimmung) und als Depression. Sie kann sowohl bipolar( beides ist möglich in wechselnden Verläufen) als auch unipolar ( nur eine Richtung- Manie oder Depression) auftreten. Die Dauer einer Phase kann zwischen eineigen Wochen bis zu einigen Monaten variieren. Die leichte Form der affektiven Erkrankung mit andauernder Instabilität und leichten depressiven sowie leichten manischen Phasen ist die Zyklothomie. Ich würde Ihnen auf Grund Ihrer Situationsbeschreibung empfehlen ersteinmal bei Ihrem Hausarzt mögliche organische Ursachen für die Depression durch eine Untersuchung abklären zu lassen. Er kann Sie anschließend an einen Psychiater zur weiteren Behandlung überweisen, der dann auch eine medikamentöse Behandlung einleiten kann. Eine begleitende Psychotherapie ist empfehlenswert, trotz langer Wartezeiten.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze etwas helfen

Mit freundlichen Grüßen