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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Bin seit ber 10 Jahren depressiv. habe zig Medikamente erprobt.

Kundenfrage

Bin seit über 10 Jahren depressiv. habe zig Medikamente erprobt. Ergebnis gleich Null. Schließlich habe ich meineb Job verloren, Seitdem findet mein "Leben" nur noch auf dem Sofa vor dem Fernseher statt. Habe nicht die Kraft, etwas zu ändern. Soziale Kontakte sind auf ein Minimum beschränkt. Ertrage keine "normalen" Menschen mehr. Will nur noch meine Ruhe haben, aber auch die macht mich fertig. Gibt es noch einen Ausweg für mich ?????
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

 

danke erst ein Mal an dieser Stelle für Ihre Offenheit im Rahmen der Darstellung Ihres doch schwerwiegenden Problems.


Ich möchte Sie bitten, sich unbedingt und das schnellstmöglich in eine professionelle Behandlung zu begeben, d.h. auch wenn es für Sie sehr hart klingen mag und auch sehr weit weg, in eine psychiatrische Ambulanz (meist an großen Universitätskliniken) in Ihrer Nähe zu wenden bzw. einen niedergelassenen Psychiater als Notfall aufzusuchen. Aus meiner fachlichen Sicht und ich auf Grund der geschilderten Symptomatik dazu in der Lage bin, sollte eine stationäre Behandlung dringend bei Ihnen erforderlich sein, verbunden mit einer eventuellen Neueinstellung auf eine Medikation (denn leider ist es oft so bei Antidepressiva, dass nicht jedes Medikament auf bestimmten Stoffgruppen basieren auch hilft und man kennt sogar in der Pharmakotherapie den Begriff der „Paradoxreaktion").
Bitte lassen Sie sich, auch wenn nur noch ein Minimum an sozialen Kontakten besteht von diesen Personen helfen, diese können Sie begleiten, Ihnen Mut machen „vom Sofa hoch zu kommen" und sich umgehend Hilfe zu suchen, ansonsten geraten Sie noch weiter in den depressiven Teufelskreis von massiver Antriebsarmut, Negativismus „mir kann eh keiner mehr helfen...", Resignationstendenz, Interessensverlust, Verantwortungsabgabe sowie anhaltende Traurigkeit usw. und letztendlich machen sich vermehrt Gedanken sich das Leben zu nehmen. Das muss nicht sein, dass Sie zum Schluss noch sich einer weitreichenden Eigengefährdung hin zu kommt.

Ich hoffe, meine kurzen Ausführungen, auch wenn diese sehr deutlich und hart für Sie klingen mögen, konnten Ihnen weiterhelfen.
An dieser Stelle wünsche ich Ihnen auf diesem Weg alles erdenklich Gute und möchte mich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

 

Mit freundlichen Grüßen