So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an webpsychiater.
webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1483
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Ich M. 73, Habe vor ca 5-6 Wochen mit Cipralex 5 mg / tgl.

Beantwortete Frage:

Ich M. 73, Habe vor ca 5-6 Wochen mit Cipralex 5 mg / tgl.
begonnen. Noch immer lebe ich mit Nebenwirkungen.
Verzögerte Urinausscheidung, Übelkeit, Kopf- u. Nackenschmerzen, Durchfall, Muskel Steifheit und, und das macht mir Angst: persistierende Lähmungserscheinungen,
Mal Beine, die Arme, Schultergürtel, die Hände.
Arm-, Ellbogen-, Handgelenke gefühlte verzögerte Reaktion
Bei Bewegung, Gangbild unrund, staksig.
Neurologische Abklärung: keine Auffälligkeiten, Ausschluss von anderen Erkrankungen.
Ein u Durchschlafprobleme - einschlafen ja, Ca 2 Uhr aufwachen dann kein Einschlafen möglich b.B. 3,75 mg zopiklo
Diagnostiziert wurden ferner: Polyneurophatie unklarer Herkunft.
(keinen Diabetes ) , Kanaltunnel beidseitig ( unbehandelt),
Vorerkrankungen: Ileus (derzeit Subileus), Fusion LW 4/5
Bandscheibenproblem LW 5 / S1.
Unauffälliges Labor alle Werte normgerecht.
Herzrythmus Störungen gut eingestellt mit 1-1 propafenon ( rhytmonorm) 150 mg.
Augenprobleme: verzögertes Scharfsehen bei Autofahrt und Einfahrt in Tunnel. (Neu)
Aspirin Protect 100. dauermed. Atakant 16+
Bei Angst / Panik - Tavor 0,5 mg bei Auftreten der Lähmungserscheinungen, 1.5 Std leichte Besserung
Zur Frage: Ursache?
Dosierung cipralex Weiternehmen / Verändern
Andere Ursache?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Tag

Herzlichen Dank für Ihre interessante Anfrage. Haben Sie das Cipralex wegen Ängsten oder wegen Depressionen bekommen ?

Ich kann beim besten Willen mir keinen Zusammemhang zu Problemen der Urinausscheidung oder Lähmungen vorstellen. Gerade die wechselnde Lokalisation passt aus meiner Sicht nicht wirklich. Speziell ist es aber so, dass Cipralex keine anticholinergen Nebenwirkungen wie andere Antidepressiva hat, die mal Probleme an der Harnblase machen können.

Haben Sie mit dem Arzt einen Auslassversuch gemacht, d.h. das Cipralex mal eine Woche nicht genommen ? Sind dann die Beschwerden weg ?

Ihre Bescherden klingen für mich nach einer sog. Somatisierungsstörung. Damit meinen wir eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Symptomen, die man nicht so einfach einer anatomischen Struktur bzw. Ursache zuordnen kann und die zu wechselnden Beschwerden führen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ich grüße Sie,
Mein derzeitiger Zustand ist mehr als komplex und mehreren Ursachen geschuldet.
Cipralex ist ein erneuter Versuch meine Depression verbunden mit Angst und Panik Symtomatik in den
Griff zu bekommen. Kardinalfrage was war zuerst da Angst oder Depression; ich glaube Angst - erstmals erinnerlich im Alter von 2 - 3 Jahren ( Nachkriegss,.)
Daraus resultierend ausgeprägte Antriebsarmut, die ich in´s Gegenteil verkehrte.
Schule o.k., Studium o.k, Berufseinstieg o.k. Dann kamen Ängste (mit Somatisierungsstörungen)
Erfolgreiche Karriere / selbstst. Spezial Architektur /
Reale Erkrankungen: schwerer Verkehrsunfall, Prostatakarzinom,
Maligne Melanome, Tinnitus, Herzrhythmusstörungen, 3 x Ileus + Wundheilungsprobleme, und und und
fruchtlose Gesprächspsychotherapien, Aufenthalt Klinik 2003 insges. 6 Monate ( Roseneck / Chiemsee) Nach Verkauf Büro
Anschließend Verhaltenstherapie - guter Erfolg.
weiterhin Beruf , Erfolgreich bis heute - jetzt Abschluss der letzten Projekte 6. 2017, jetzt -Unruhe-stand.
vor dem Stichtag 6. 17 im Februar 17 Depression / Angstsymtomatiken. Besserung seit 10 Wochen "Burn out"Nein kein Auslassversuch und mit 05 mg Tavor gröbstes abfendern.
n.B. frühere Versuche mit AD - meist paradoxe Reaktionen.Was schlagen Sie vor? welche Info fehlt Ihnen.Grüße Thau
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Monat.

Oh haaaaaaa.....

Ich arbeite ja selber als Chefarzt in einer Rehaklinik an der Ostsee, wo wir häufig mit Burnout bzw. derartigen komplexen Somatisierungen zu tun bekommen. Insofern weiss ich, dass Medikamente allenfalls ein Baustein unter vielen sind. Ich erkläre häufig mit folgendem "elevator pitch" das Probem :

Unser Gehirn ist wie ein Schwimmbecken. Über den Tag bzw. das Leben sammeln sich Dreck bzw. Kanalratten (Traumata) im Becken und sammeln sich am Boden. Eigentlich müsste in der Nacht eine Art Putzroboter in die Brühe abtauchen in in verschiedenen Waschdurchgängen sauber machen. Bei Ihnen streikt der Roboter (REM-Schlaf) an einigen Stellen.

Antidepressiva klären das Wasser etwas, aber man spürt dann anders / neu die Kanalratten. Insofern können die Medikamente die Sache verschlimmbessern. Einige Kollegen setzen dann Neuroleptika ein, damit der Putzroboter in die Brühe gedrückt wird. Auch nicht gerade immer gut.

Ich selber setze auf multiprofessionelle Therapie = Verhaltenstherapie, Aktivierung und eine sehr spezielle Form der Traumatherapie. Die ist aber nicht offiziell zugelassen (nennt sich emoflex.com) Damit habe ich gute Erfahrunen, aber natürlich auch keine Wunderlösungen.

Man müsste an die sehr frühen Hilflosigkeitserfahrungen / Traumata ran, die sich aber im hier und jetzt (z.B. im Kontakt zu Ärzten / Behörden) reaktivieren. Dann könnte man daraus quasi den inneren Alarm de-aktivieren.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für Ihr Gedankenmodell, ja da ist was dran. Solange ich noch über Hilfsmittel - Aktivität - Projekte - Kreativität verfügen konnte, diese auch einsetzte um Abzulenken, um Angst mit 120 % Erfüllung zu eliminieren, gab es keinen Bodensatz, da reichte das Adrenalin auch 24 Stunden, auch im Privaten Bereich.
Jetzt merke ich, ich bin nie bei mir angekommen. Jetzt punkten die Traumata und stellen mir ein Bein nach dem Anderen.
Wie beim Boxer k.o. im Stehen.
Die Angst ist da, das Hirn plappert und die Macht der schlechten Gedanken verhindert eine Normalität.
Das ist neu, hat eine Andere Qualität - somatisch ausgelöste reale körperliche Beschwerden.
Da ist die Angst vor der Angst leiden zu müssen oder vor Schmerzen, denn die Wirkung dieser Schmerzen sind bekannt und
paralysieren mich.
Ich versuche die Vermeidung der Vermeidung , wie ich es gelernt habe; aber ich stoße schnell an meine Grenzen.
Wenig produktives / normal Standard geschieht - aus dieser Wahrnehmung resultiert Druck, Druck den ich mir selber mache.
Ich bin nicht bei mir, nicht gelassen nicht tolerant mit mir.
Die Normalität mit der Familie, den kleinen Enkeln, das persönliche tägliche soziale Leben. es bedarf Kraft um für jede kleine Aufgabe den Einstieg zu nehmen , zu erzwingen.
Es ähnelt Kurzausflügen aus der sicheren Burg, zu Hause ist sicher, verreisen - geht gar nicht - Ileus jederzeit möglich.
Sicher auch nur eine Angst - denn der letzte Klinik Aufenthalt ist doch schon 6 Monate her in dieser Causa.Ärzte Rallye, alle Disziplinen, alle Untersuchungen (aber keine gefühlte Möglichkeit der gesamtheitlichen Hilfe)Ich brauche Hilfe und verstehe Cipralex ist nur eine Krücke die wohl mein Hirn / Körper auch noch ablehnt.Nochmals meine Frage: Haben Sie eine Idee was kann ich tun, ich fühle mich stark aber mutlos, denn jetzt ist es hohe Zeit das Richtige zu tun, nur was ist richtig?
Noch mehr Medikamente - selbst Tavor - das mir kurzzeitig Linderung bringt, lehne ich ab.
Ich nehme es, aber ich habe es wochenlang nicht genommen, um nicht einen einfachen aber gefährlichen Weg zu gehen
Ein harten Gang.Ich tauge nicht für die große Psychosomatische Klinik, träume von einer kleinen kompetenten Institution,
da könnte ich mir vorstellen mir helfen zu lassen. - jetzt bin ich halt der Einzelkämpfer mit selektiv ( Ärzte ) vielen Hilfen
Angeboten-.
Darf ich Sie um Ihre Erfahrung und einen Rat bitten
Beste Grüße
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Monat.

Nun, ich selber bin (Chef-)Arzt in einer relativ kleinen (aber nun nicht gerade feinen) psychosomatischen Klinik in Wismar. Wir werden überwiegend von den Rentenversicherungen belegt. 80-86 Patienten in der Psychosomatik, 120 in der Orthopädie.

Das Dilemma ist, dass das "Bearbeiten" ihrer Problematik vermutlich länger dauern könnte. Ich gehe mal davon aus, dass Sie als Architekt über gute imaginative Fähigkeiten verfügen. Wir würden so eine Art objektbezogene Immaginationstechnik machen. Also Probleme in Bilder übersetzen und dann über Rechts-Links-Stimulation (Augenbewegungen oder Tappen auf die Schulter) bearbeiten. Das können Sie dann auch allein weiterführen. Wichtiger als die Therapie selber wäre aber eben dann zu verstehen, warum die Medikamente "paradox" wirken. Das kann mit den Traumata zusammenhängen. Differentialdiagnostisch würde ich aber dann auch immer noch an ADHS, also Hyperaktivität, denken.

webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Paradoxe Reaktion - durch die Medikamente änderte sich das Befinden - z.B. Sedierung
- aus Angst die Kontrolle zu verlieren kämpfte ich gegen die Wirkung der Medikamente.
Die Wirkung von Cipralex hat die Angst und Panik Attacken auf ein
Minimum reduziert. Die verbliebenen sind beherrschbar.
Was jetzt im Vordergrund steht ist
Wohl eher die Depression, - frühes Erwachen bringt die morgendliche
"Grübelstunde" - programmmatische Tagesplanung
Wird sofort wieder verworfen, weil
Einstieg nicht klappt. Bleibt schlechtes Gewissen, - sogar unfähig die Tageszeitung zu lesen-
Auf das "Trimm dich Rad" zu steigen hilft, aber das bedarf großer Überwindung. Bett Rückzugsort
Danke für die Möglichkeit in Ihrer Klinik - aber nach der Erfahrung "Roseneck / Prien" borderline ,
Jung, Masse, Therapie Konzept
Bin ich verdorben für Massenveranstaltungen.
Dannn doch lieber im häuslichen
Umfeld, dazu bin ich aber noch auf der Suche nach einer zu mir Passenden therapeutischen Hilfe.
Auch ist es schwierig jetzt wo ich ganz mit mir, meinen Körper und seinen gefühlten "Krankheiten"
Beschäftigt bin eine zweite Baustelle aufzumachen.Meine Erwartung war/ ist herauszufinden ob die von mir gefühlten Symtome der situative Klassiker sind,
Wennn dem so ist, wäre es eine
Beruhigung das zu wissen.
Und vielleicht gibt es ein Add on
das mir hilft den Zustand zu verbessern oder in den Hintergrund
abzudrängen.
Ich würde gerne die Arbeit an der Depression starten----
Kaum vorstellbar, ich gelte als positiv, lustig und unterhaltsam
In meinem Umfeld. - derzeit bin ich dabei in die Isolation abzurutschen,
Kontakte verursachen Panik.Noch einmal: in meinem Münchener Umfeld habe ich bisher
Keine gesamtheitliche Hilfe finden können - wennauch ich mich ärztlich gut versorgt fühle .Vielleicht ist es ein untauglicher Versuch den "Gerneralschlüssel"
Zu finden.
Vielleicht fällt ihnen hierzu etwas ein.
Ich bedanke ***** *****ür Ihre Mühe,
Vielleicht kann ich noch mal auf Sie
zu kommen auf der Suche nach
einer kleinen feinen Fachklinik
Zur Zeit gehe ich davon aus, ich
muss versuchen mir selber zu helfen - ein langer Weg-
und es wäre hilfreich die mögliche Abkürzung zu kennen
Danke ***** *****üße
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Monat.

Ich selber habe 4,5 Jahre in Bad Bramstedt gearbeitet. Das ist quasi die Tochterklinik von Roseneck. Aber irgendwie sind das wirklich riesige Kliniken. Da habe ich mich auch nicht wohl gefühlt.

Ich finde es ja durchaus noch eine Überlegung, ob bei Ihnen nicht eine ADHS-Konstitution vorliegt. Dann wäre die Medikation eben auch grundlegend anders (statt Antidepressiva eher Methylphenidat bzw. Amphetamin).

ich coache derzeit über Internet und Telefon auch einen Münchener Klienten, der lange wegen Entfremdungszuständen in Therapie war. Ihm half die Kombination von Coaching und Amphetamin sehr gut.

Nur aus Neugier : Wenn Sie mir den Generalschlüssel für ihr Problem mal bildlich beschreiben sollten.

Welche Farbe hätte er ? Wäre er schwer oder leicht ? Aus was für einem Material ? Wie fühlt er sich in der Hand an ? Ist er räumlich (3 D ) oder platt ? Welches Geräusch macht er beim Lösen von Problemen ? Kennen Sie Situationen in denen er geholfen hat (so wie bei dem Wickingerjungen Wickie ?)

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Morgen,Ich kann den "Schlüssel" nicht beschreiben, ich suche ihn.
Generalschlüssel ist das Synonym für eine gesuchte einfache, probate Lösung meiner Probleme.
Ampithamin halte ich für keine gute Lösung, ein Blick in die Nebenwirkungen, ich will mich doch nicht umbringen.
Blutdruck / Herzrythmus / Verstopfung bei Ileus / Schlafprbleme und und ! Keine gute Idee.
Auch ADHS nein, Holzweg.
Wie schon beschrieben, eine ausgeprägte Angst Symtomatik, diese seit frühester Jugend.
Eine Depression wohl auch, mit stark wechselnder Präsenz,
Panikattacken die situativ auftreten, wenn auf Grund von Belastungsstörungen die Psyche angegriffen ist.
Alles drei zusammen ein gefühlt bedrohlicher Mix. Aber das ist kein Dauerzustand, nur nach Überlastung (Beruf / private Erlebnisse / Belastung) kommt es zu massiven Störungen wie zur Zeit. Auch Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt
Unsicherheit wie ihn zu gestalten, das sind die Trigger die ich kenne.
Angst etwas aufzugeben ohne zu wissen wie ich das jetzt vor mir liegende gestalten soll.
Auf mir bekannte Wirkmechanismen verzichten fällt auch schwer, macht Angst.
Über Jahre hinweg konnte ich ein recht normales Leben führen, erst bei einschneidenden Lebens Veränderungen ( Verkauf der Firma) Oder Überlastungen gerate ich in den Zustand wie zur Zeit.
Und wenn dieser Zustand länger dauert, möchte ich schnelle Hilfe, um wieder zur Ruhe zu kommen.