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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1535
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
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webpsychiater ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich bin 24 Jahre alt und

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin 24 Jahre alt und konnte mich bisher immer gut selbst heilen. Das Problem ist nur das ich jetzt, wo ich einen Seelenverwandten getroffen habe, merke das niemand sonst meine Geschichte kennt oder verstehen könnte, weil ich Angst hatte andere damit zu belasten. Jetzt ist mein Bedürfnis ungemein groß danach alles loszuwerden, jedoch können wir nicht zusammen kommen. Wir haben uns beide erkannt und das war schön, jetzt müssen wir anfangen unabhängig von einander ein normales selbstbild aufzubauen.
Da es sich um einen Professor handelt, der doppelt so alt ist wie ich, und überdies sehr liebenswert, wurde meine Angst wieder aufgeweckt. Es handelt sich um eine Angst vor dem Versagen und jener vor Autoritätspersonen, weshalb ich mich auch nie traute zu einem Psychologen zu gehen, ich habe ja auch eigentlich nie so ein großes Problem gehabt.
Ich war früher sehr schüchtern, habe mich aber selbst durch die Kunst heilen können, sowie mein seelenverwandter auch, da dies unsere große Leidenschaft ist. Ich habe immer Bilder gemalt die mich aufheiterten und mich an die Schönheit der Welt erinnern. Meine Kindheit war toll und in meiner Jugend, wusste ich dann plötzlich nicht mehr so richtig wo ich hingehöre. Das liegt daran, dass ich als Kind viel mit meinen Eltern gereist bin und so viel von der Welt gesehen habe, was toll ist, jedoch war ich mit meinen Erfahrungen relativ allein. Ich habe meine Erlebnisse kaum rausgelassen, wenig darüber gesprochen. Ich habe da nämlich auch gleichzeitig immer so einen Inneren Motor gehabt, wie eine Art Glaube an die Schönheit der Welt und jetzt dieser Erkenntnis bewusst, bin ich etwas traurig, dass ich es bisher nicht geteilt habe und zugleich überfordert, damit nicht zu wissen wo ich anfangen soll. Wie kann man es am besten angehen seinen Tag zu strukturieren? Können sie mir helfen?
Mit freundlichen Grüßen
Annette Kössler
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Tag

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Beim Lesen habe ich mir die Frage gestellt, ob Ihre Frage doch mehr in den Bereich Psychotherapie oder aber eher Coaching (bzw. ggf. psychisch-funktionelle Ergotherapie) geht.

Es sind ja eigentlich 2 total unterschiedliche Fragen in einer Frage gemischt. Einerseits ist da die (platonische ?) Beziehung zu einem Seelenverwandten. Das wäre ja für sich schön, inspirierend und moralisch nicht verwerflich. Dennoch lese ich - vielleicht fälschlich - daraus den Wunsch nach Symbiose = Verschmelzung heraus. Ein Mensch, der mich ganz (und ohne Worte) versteht. Der mich stabilisiert, weil ich selber nicht stabil bin bzw. in der sog. Selbstregulation und Selbstwirksamkeit stagniert bin.

Das wäre eher ein psychotherapeutisches Thema. Wenn es denn Leidensdruck erzeugt.

Dann aber das Thema Selbststrukturierung. Wie gestalte ich mir meinen Tag, meine Aufgaben, mein Leben. In der Regel wäre hier ein Coach , ggf auch eine psychologische Beratungsstelle für Studentinnen der richtige Ansprechpartner. Es mag sein, dass es Defizite bzw. auch Erkrankungen im Bereich der Selbstorganisation bei Ihnen gibt (beispielsweise ADS / ADHS). Aber letztlich ist es ja eher eine Frage des Erwachsenwerdens. Wie gestalte ich mir meinen Tag bzw. mein Leben, wenn ich nicht mehr bei Mama oder Papa am Essstisch sitze.