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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1503
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Abend ich habe die Diagnose "Bipolar 1 und eimal

Kundenfrage

Guten Abend
ich habe die Diagnose "Bipolar 1 und eimal bekamm ich auch die Diagnose "Schizoafektive Störung".
Dazu hatte ich schon als weniger als 10järiger Depressionen. (oft geweint wenn ich alleine war, oft traurig aus unerfindlichen Gründen)
Dazu kommt, dass ich schon ab 20 Lebenstagen beidseitig Gibsverbände an beiden ganzen Beinen bekam, mit 1/2 Jahren eine erste Operation an beiden Füssen (Geburtsgebrechen Klumpfüsse). Später mit immer wieder Gipsverbände an beiden Beinen. Tag- und Nachtschienen.
Eine 2. Operation mit etwas mehr als 3 Jahren usw.
Dazu zu wenig "Liebe und Zärtlichkeit" (=Geborgenheit...)
Meine Eltern führten eine unglückliche Ehe.
Trennung, zurück zum Vater, wieder Trennung und wieder zurück. Erst das 3. mal hat es geklappt, auch dank dem, dass wir 2 von 3 Kinder schon etwas eigenes Geld verdient haben.
Meine Mutter hatte "Depressionen", die sie aber immer mit "Mutterinstinkt-Stärke" überstand. Erst nach ihrer Pensionierung wurden diese Depressionen stärker. Ja ich denke, sie ist wahrscheinlich Bipolar 2.
Auch meine Schwester ist Manisch-Depressiv. Leider wurde und wird dies zumindest in meiner Familie, fast immer noch totgeschwiegen.
Der Vater (91) und mein jüngerer Bruder (50) sind gesund, zumindest psychisch stabil.
Die richtige Diagnose für mich, so denke ich wenigstens ist: "Posttraumatische Belastungsstörung mit Depressionen, Manien und bei Manien möglchen Psychosen.
Jetzt habe ich eine Traumatherapie angefangen und frage Sie an: "Denken Sie auch, dass dies "der richtige Ansatz" mit den besten Erfolgschancen auf eine zumindest starke Verbesserung meiner psychischen Gesundheit ist?"
Vielen Dank ***** ***** für Ihre Antwort.
Freundliche Grüsse
Andreas Schilter
CH-Sankt Gallen
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Abend !

Bei Ihnen scheinen eine biologische Veranlagung (Diathese) und sehr ungünstige familiäre Faktoren zusammen mit traumatischen Erfahrungen eine Rolle zu spielen.

Man kann es jetzt entweder eher tiefenpsychologisch bzw. bindungstherapeutisch deuten und sagen : Sie haben einfach bestimmte Konflikte und Erfahrungen an Sicherheit und Geborgenheit nicht machen können. Zusammen mit den Operationen bzw den Hilflosigeitserfahrungen wird das nachhaltig die Entwicklung von einer stabilen Ich-Struktur verhindern.

Oder aber man sieht es eher als "Mikrotraumata". Das wäre eher mein persönlicher Ansatz, hier unterscheiden sich aber Therapeuten.

Ich erkläre meinen Patienten gerne unser Gehirn wie ein Schwimmbecken : Dort sammeln sich emotionale Belastungen und Sondermüll am Becken. Eigentlich müsste in der Nacht nun eine Art Putzroboter sauber machen.

Das misslingt aber, wenn es zu viel Alarm = Unsicherheit / Angst und zu wenig Schlaf gibt. Dann werden schlimme Erlebnisse und Gefühle eben wie Traumata verarbeitet (bzw. besser gesagt eben gerade nicht verarbeitet).

Insofern kann dann eine "Depression" auch eine Art Vermüllungssyndrom in diesem Schwimmbecken sein. Hier kann man schon mit traumazentrierten Methoden eine Linderung erreichen.

Dennoch muss man natürlich auch die solide Behandlung der Bipolaren Störung sicher stellen. Aber das scheint ja bei Ihnen der Fall zu sein

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Herr FacharztVielen Dank für Ihre Antwort, ich habe es Ihnen aber leider zu leicht gemacht.
Aber ich schenke Ihnen mein Vertrauen, indem ich Ihnen einen Teil meiner Lebensgeschichte sende.
Vielen Dank ***** ***** auf eine bessere antwort.Mit freundliche Grüsse
Andy Schilter
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Was missfällt Ihnen denn an meiner Antwort? Ich fürchte, eine bessere Alternative habe ich nicht...