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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1406
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
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webpsychiater ist jetzt online.

Nachfrage Medikation ( Psychose 1987- Alter 53 J.)

Kundenfrage

Nachfrage Medikation ( Psychose 1987- Alter 53 J.)
Behandlung durch Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Sehr geehrter Oberarzt Webpsychiater,
als ich Ihnen am 08.08.2016 meine Medikation vorgestellt habe, favoriserten Sie eine stationäre Behandlung, deren Ablauf mir inzwischen erklärt wurde. Da die Einstellung über 7 Jahre gebraucht hat und mein Befinden recht gut ist, möchte ich Sie bitten, welche Änderungen Sie empfehlen würden, ohne ein Rezidiv auszulösen?
Aktuelle Arzneimittelgabe:
6.00 -15 Tr. Diazepam 1/2 Tbl. Diazepam 5- 15 Tr..Promethazin 1Tbl. Promethazin 25
2 Kaps. Doxepin 10 - 1 1/2 Tbl. Lorazepam 1
7.00 1/2 Tbl. Perphenazin 8 -1 Drg. Aponal - 1/2 Tbl. Lorazepam 1
8.00 1 Drg Aponal 5 mg - 1/2 Tbl. Lorazepam 1
11.00 1 Tbl. Promethazin 25 mg - 1 Drg. Aponal 5
13.00 1/2 Tbl. Perphenazin 8 -1 Drg. Aponal 5 - 1/2 Tbl. Diazepam 5
14.00 1 Kps. Doxepin 10 - 1Tbl Promethazin 10
16.00 1 Tbl. Promethazin 25
18.00 1 Tabl. Perphenazin 8- 1 Kps. Doxepin 25
20.00 1 Drg. Aponal 5
22.00 1 Kaps. Doxepin 10
Vielen Dank ***** *****
Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 9 Monaten.

Bitte haben Sie Verständnis, dass das die Möglichkeiten von Justanswer übersteigt. Ich darf auch keine individuellen Umstellungen empfehlen.

Grundsätzlich ist für mich problematisch, dass Sie 2 verschieden Benzodiazepine (Diazepam und Lorazepam) bekommen.

Zudem so häufig am Tag Medikamente, da kann man doch überhaupt nichts anderes mehr machen.

Zudem scheint Doxepin nicht als Antidepressivum, sondern als Beruhigungsmittel eingesetzt zu werden. Noch dazu dann Aponal.

Ich kenne aber die Beweggründe FÜR diese Art der Medikation nicht, daher werde ich auch keine Auskünfte zur Veränderung geben können. Das tut mir leid.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
zufällig habe ich gestern eine Antwort zur gleichen Frage aus dem Psychatrienetz erhalten:
Von: "Dr. Matthias Albers"
Vielen Dank ***** ***** Anfrage. Bei Doxepin, Promethazin und Diazepam gibt
es keinen Grund, diese auf mehr als 2 Tagesdosen zu verteilen.
Ihre Benzodiazepin-Gesamtdosis ist recht hoch. Eigentlich sind
Benzodiazepine nicht für die Dauerbehandlung gedacht. Falls es keine
Tendenz zur Dosissteigerung gibt und die Benzodiazepine nicht die
Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, und auch nicht
die Ursache dafür sind, dass Sie Doxepin in einer potentiell schon
antidepressiv wirksamen Dosis brauchen (chronischer
Benzodiazepingebrauch kann Depressionen erzeugen oder aufrecht erhalten)
und das erhöhte Sturzrisiko durch Benzodiazepine für Sie derzeit noch
kein Problem darstellt, kann man es bei der Dosis belassen.
Eine derart hohe Benzodiazepin-Dosierung setzt man bei Psychosen sonst
eigentlich nur in der Akutbehandlung auf geschlossenen Aufnahmestationen
ein, und dort auch nur für kurze Zeit.
Mit freundlichen Grüßen
***
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
auch ein psychologe hat mich beraten:Sehr geehrter Ratsuchender,
Vielen Dank ***** ***** die Mail. Insgesamt haben Sie eine ziemlich hohe Medikation. Da diese ja nach Ihren Angaben schon lange besteht wäre ich mit einer Änderung sehr vorsichtig. Wenn möglich wäre aber insgesamt eine Reduktion auch hinsichtlich der Folgeschäden für den Körper zu erwägen. Das Perphenazin sollten Sie aber nur unter Aufsicht und mit ärztlichem Rat ändern. Insgesamt sollte eine bestehende Medikation nur geändert werden, wenn bestimmte Wirkungen nicht mehr gegeben sind oder zu hohe Nebenwirkungen bzw. körperliche Folgeschäden zu befürchten sind.
Da Sie eine RPK anstreben, sollten Sie aktuell keine Änderungen vornehmen. Die RPK bietet in der ersten Phase, der medizinischen Rehabilitation, eine sehr engmaschige Betreuung und Unterstützung. Diese wäre für die Neueinstellung der Medikation ideal, da Sie dort nicht nur die stabilen medizinischen Rahmenbedingungen haben, sondern im Gegensatz zu einem stationärpsychiatrischen Aufenthalt auch genügend Anforderungen haben um entsprechende Symptome schnell erkennen zu können.
Persönlich habe ich bei Psychosen auch gute Erfahrungen mit Risperdal Depot oder Xeplion Depot gemacht.
Wenn ich Sie richtig verstehe, gab es mit der Umstellung zu den Tabletten keine Probleme? Ich würde dennoch eine Depotmedikation in Absprache mit dem behandelnden Arzt in Erwägung ziehen, da diese unanfälliger für die kommenden Schwankungen durch die RPK ist. Risperdal dämpft ebenfalls die Triebhaftigkeit, so dass Sie auch da stabil bleiben sollten (nahezu jedes Neuroleptikum hemmt ja den sexuellen Trieb).
Was mir auch etwas Kopfschmerzen bereitet, ist die Kombination aus Diazepam, Lorazepam und Promethazin in der von Ihnen angegebenen Dosis. Aber solange sie keine Probleme damit haben und es hilfreich ist, würde ich auch daran nichts ändern.
Haben Sie ergänzend zur Medikation eine Psychotherapie in Erwägung gezogen? Auch für Psychosen gibt es inzwischen gute psychotherapeutische Konzepte.
Vor einer Änderung der Medikation halte ich ein stabiles und geschütztes Umfeld für äußerst wichtig. Aus meiner Erfahrung bietet die RPK ein gutes Setting dazu.
Nur unter den oben erwähnten Bedingungen halte ich eine Änderung der Medikation für vertretbar. Allein Zuhause und ohne ärztliche und/oder psychologische Betreuung rate ich davon ab.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Entscheidung weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
***
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Könne Sie den beiden Meinungen zustimmen?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Leider habe ich aus Versehen die Frage geschlossen, do daß ich keine Bewertung mehr abgeben kann,
aber ich denke Sie werden die Meinungen der Kollegen unterstützen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 9 Monaten.

Ja, im Kern teile ich genau diesen Meinungen.

Ob ein Depotneuroleptikum nun möglich oder sinnvoll ist, würde man aber nur unter Abwägung der Vor- und Nachteile sehen. Meist gibt man diese Medikamente, wenn der Patient wenig Krankheitseinsicht hat.

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