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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1451
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo! Ich habe totale Probleme mit der Vergänglichkeit. Es

Kundenfrage

Hallo!
Ich habe totale Probleme mit der Vergänglichkeit. Es tut mir so Leid zuzusehen, wie z.B.meine Großeltern älter werden, wie unzufrieden sie darüber sind, nur noch rumsitzen und nichts mehr machen zu können. Ich werde traurig, wenn ich daran denke, selbst älter zu werden und habe auch Angst davor. Welchen Sinn hat es denn, so vor sich hin zu vegetieren und darauf zu "warten", dass man stirbt? Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein wird, irgendwann einmal meine Eltern zu verlieren. Auch Beerdigungen sind für mich furchtbar und ich breche jedes Mal in Tränen aus, auch wenn die Person mir nicht sooo besonders nahe stand. Was kann ich tun, um da eine positivere Einstellung zu bekommen?
Ich bin 36, glücklich verheiratet und habe 2 Kinder.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Tag !

Sie beschäftigen sich mit Sinn-Fragen, die man schwer therapeutisch und eher schon philosophisch betrachten kann oder muss. Es gibt aber eine spezielle Form von Psychotherapie, die sich stärker mit den Fragen nach den Grundzielen im Leben beschäftigt. Die sog. Existentiell behaviorale Therapie . Schauen sie mal auf die Webseite www.psychotherapie-muenchen..de. Dort wird u.a ein Fragebogen zum Lebenssinn (SMILE) und entsprechende therapeutische Angebote vorgestellt.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Danke für Ihre Antwort. Ich hatte mir allerdings etwas mehr Hilfe erhofft. Die Existentiell behaviorale Therapie ist laut Ihrer angegebenen homepage für Angehörige Schwerkranker. Der Fragebogen hilft mir auch nicht wirklich weiter. Haben Sie darüberhinaus noch Tipps, wie ich meine Betrachtungsweise ändern kann?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Ihre Problematik ist im eigentlichen Sinne ja keine psychische Störung, sondern eine Grundtatsache der menschlichen Existenz. In der von mir empfohlenen Therapie geht es aber um Sinnfindung bzw. um den Umgang mit Schicksal, Tod und eben auch Fragen, wie man jeden Tag seines verbleibenden Lebens nutzt.

Das kann man auf vielfältige Art und Weise machen. Beispielse wären die achtsamkeitsbasierte Therapie, aber auch Medidation, spirtuelle Ansätze einschliesslich des christlichen Glaubens oder aber jede andere Form von Verbundenheit zu einer Gruppe, Einstellung oder Aktivität.

Natürlich verhindert das nicht den Tod oder das Sterben von nahen Angehörigen und Freunden. Aber mit zunehmendem Alter erwirbt man sowas wie eine Weisheit, die dann die Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz und Sterblichkeit neu bewerten lässt.

Wenn es einen einfachen Rat gäbe, wie man seine inneren Einstellungen verändern würde, würde ich ihn gerne verkaufen bzw. anbieten. Das wäre aber Schwindel.

Kognitionen und innere Schemata sind eben auch auf Ihre ganz individuellen Lebenserfahrungen und besonders dem Erleben oder Fehlen von Bindung und Sicherheit in der eigenen Ursprungsfamilie zurück zu führen. Hier könnten Sie im Rahmen einer Psychotherapie sicherlich an mögliche Schwachstellen kommen.

Letztlich muss man aber eben auch sagen bzw. schreiben : Ihre Reaktionen sind menschlich bzw. normal. Es ist Ausdruck einer besonderen Empathie = Einfühlungsvermögen und Offenheit für emotionale Reize.

Bei einigen - wenigen - Patientinnen von mir ist dies auf Hochsensibilität bzw. ADHS / ADS zurück zu führen. Dann ergeben sich ggf. noch weitere Ansatzmöglichkeiten für Therapien, die diese besondere Empfindsamkeit etwas mildern.

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