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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1485
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, Meine Tochter ist vor fast zwei Jahren an Psychose

Kundenfrage

Hallo,
Meine Tochter ist vor fast zwei Jahren an Psychose erkrankt. Aufgetreten ist es, nach dem sie 4 Tage lang kaum geschlafen hat, weil sie auf 4 Klassenarbeiten gelernt hat. Sie hat sich mit Kaffee und Aspirin wachgehalten. Nach dem 4. Tag brach es dann aus. Symptome waren Wahnvorstellungen. Sind dann mit ihr in eine Klinik. Nachdem meine Tochter ihren Zustand schilderte durften wir nach Hause. Es hieß dass es vom Schlafmangel gekommen ist. Sie hat lediglich Schlafmittel bekommen. Ihr Schlaf hat sich nicht richtig eingependelt gehabt. Nach ca 2 Wochen mussten wir dann sie wieder in die Klinik bringen. Es waren keine Wahnvorstellungen mehr da aber sie hatte viele Symptome der Manie. Sie bekam 4 mg Risperidon. 4 Tage später wurde sie entlassen. die Dosis war definitiv zu hoch. Nach 1 Woche ist man auf 2 mg. Sie hat sehr viele Nebenwirkungen gehabt und hat immer noch welche. 2 mg hat sie ein Jahr lang genommen. Danach sind wir auf 1 mg runter. Ihre Erschöpfung Antriebslosigkeit wurde besser. Sie nahm auch ab. Seit 1 Jahr hat sie die Dosis 1mg. Würden gern weiter mit der Dosis runter. Sie hat keine Wahnvorstellungen. Eigentlich keine Symptome mehr wie zu Anfang. Aber sie ist depressiv: schnell gereizt, antriebslos, schnell erschöpft, ungeduldig. Sie gerät dann schnell in Panik, dass das Symptome der Psychose sind. Diesen Zustand hat sie seit Risperidon laufend gehabt aber nicht so stark wie seit 2 Monaten. Sie hat auch zuletzt ihr Abi geschrieben. Jetzt ist meine Frage: falls sie mit dem Absetzen beginnen sollte, wäre es sinnvoll ein Begleitmedikament zu nehmen gegen die Depression und Angst. In welcher Dosis und Zeit soll sie Rusperidon reduzieren. Gibt es Entzugserscheinungen beim Absetzen.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Tag !

Zunächst eine Rückfrage : 1 mg Risperidon ist in aller Regel eine so niedrige Dosis, dass überhaupt keine Nebenwirkungen auftreten. Für Frauen wäre ja beispielsweise die Gewichtssteigerung ein Argument gegen eine weitere Einnahme. Aber : Man muss auf jeden Fall berücksichtigen, dass es einen Schutz bietet, niedrig dosiert die Neuroleptika zu nehmen.

Die Symptome, die Sie schildern würde ich eher NICHT als Nebenwirkungen sondern als Ausdruck einer erhöhten biologischen Veranlagung für Empfindsamkeit sehen. Das könnte beispielsweise bei ADS/ ADHS der Fall sein, bei affektiver Labilität und anderen angeborenen Besonderheiten der Entwicklung, die dann wiederum mit einer erhöhten Anfälligkeit für Schlafstörungen gibt.

Das Absetzen von Risperdal würde keine Entzugssymptome machen. Aber möglicherweise den Schlaf weiter / wieder verschlechtern. Solange nicht ganz klar ist, was denn eigentlich ihre Depression / Reizbarkeit erklärt, wäre es aus meiner Sicht nicht gut, da Risiken einzugehen.

Theoretisch würde ich wenn überhaupt mit Circadin bzw. Valdoxan an schlafstabilisierende Medikamente arbeiten. Darüber wird das natürliche Schlafhormon Melatonin stabilisiert und damit der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus verbessert. Indirekt wird dann eben neben dem Schlaf auch Reizbarkeit und Depressionen behandelt.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Danke ***** ***** Antworten. Es ist in der Tat so, dass sie noch Gewichtsprobleme hat. Nimmt sehr schnell zu wenn sie nicht aufpasst und wird auch die Kilos nicht los die sie seit der Einnahme 1mg hat. Und ja sie schläft sehr schlecht. Vorallem wenn sie mal einen Tag nicht einnimmt.Würde dennoch wissen, wie sie die 1mg absetzen soll.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Na ja, dann würde es aber mit dem Absetzen des Risperdals eher schlechter und nicht besser werden.

Das Absetzen sollte nur nach Absprache mit dem Arzt erfolgen. Normalerweise ist es ja so, dass sie vermutlich 2 mal 0,5 mg nimmt. Wenn nicht, sollte man überlegen, ob man die Dosis so aufteilen könnte.

Dann würde man schrittweise eine der Einnahmen weglassen und dann ganz auf das Medikament verzichten.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Es wird mit Absprache mit ihrem Arzt abgesetzt. Sie nimmt 1 mg immer vor zu Bett gehen. Die Zeiten sind unterschiedlich. Mir geht es darum, das risperidon abzusetzen und für ihre jetzigen Symptome ein Antidepressiva zu nehmen. . Damit sie auch ihre Ängste leichter zu bewältigen wehrend dem Absetzen. Sie traut sich nicht weil die Angst groß ist: wenn sie es absetzt, dass es wieder kommt. Sie hat diese Panik auch, wenn sie nicht einschlafen kann.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Dann würde ich die Dosis auf 0,5 mg reduzieren (wenn es denn wirklich sein soll / sein muss). Gegen Schlafstörungen und Angst könnte man entweder Trimipramin - Tropfen oder aber das Schlafhormon Melatonin (als Nahrungsergänzungsmittel, ggf. auch als Circadin) bzw. das ebenfalls auf den Tag-Nacht-Rhythmus positiv wirkende Valdoxan empfehlen.