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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 25101
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Die Schuldgefühle machen ihn fertig

Kundenfrage

Seit ca 1 Jahr droht die Frau eines Freundes, sich umzubringen, wenn er sie verlässt. Auch die 20 jährige Tochter wird ständig in die Drohungen einbezogen. Er hat ihr mehrfach erklärt, dass eine gemeinsame weitere Zukunft fürihn nicht mehr denkbar ist. Sie hat nun 6 Wochen in einer privaten psych Rehaklinik hinter sich und wird nächste wo entlassen. In einem Telefonat hat sie verkündet, dass sich nichts geändert hat und sie sich umbringt, wenn er geht. Wie kann er sich verhalten? Die Schuldgefühle machen ihn fertig, auch hat er Angst um das gute Verhältnis zur Tochter, wenn die Frau sich wirklich suizidiert. Vielen Dank ***

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Tag,Wie steht denn die Tochter zu den Suiziddrohungen?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sie ist oft in Aufregung und Angst um ihre Mütter. Traut sich dann nicht, sie allein zu lassen. Obwohl sie. auch häufig genervt ist, ihre eigenen Belange nicht berücksichtigt sieht. Die Mutter hat seit Jahren manipuliert, Mann und Tochter. Hat oft extrem reagiert, bis sie ihre Ziele erreicht sah. Zbsp Aufmerksamkeit, Zuwendung. Während der letzten Zeit musste die Tochter sich ihren Zukunftsplan erarbeiten. Die Mutter hat sie kaum unterstützt, im Gegenteil, immer ihre eigenen Befindlichkeiten in den Vordergrund gestellt. Inzwischen hat die Tochter nun begonnen, Journalistik in einer anderen Stadt zu studieren. Ihr Vater hat das alles soweit mit ihr durchgestanden und erledigt jetzt die neue Wohnung und den Einzug mit ihr. Die beiden könnten ihr Verhältnis wieder durch klärende Gespräche festigen. Seine Intention ist, dass auch Mutter und Tochter wieder ein gutes Verhältnis erarbeiten. Das ist im Moment aber nicht mgl. Die Tochter zieht sich zurück, weil sie auch verletzt ist. Aber trotzdem bleiben natürlich die Ängste. Dann ruft sie ihren Vater an, egal wann oder wo er ist. Bittet dann, bring sie zur Ruhe. Er ist beruflich sehr eingespannt, eigenes Unternehmen mit über 400 MA. Die Mutter ruft die Tochter an, eskaliert am Telefon, Tochter ruft Vater an. So läuft es ab. Die Trennung ist, denke ich, nur der Auslöser für die Frau. Sie ist seit Jahren labil, hat ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter und zu ihrer Schwester. Vater gestorben, als sie Kind war. Wollte nie arbeiten, obwohl Kinderbetreuung hätte leicht finanziert werden können. Hat sich keine Sozialstruktur außerhalb der Familie geschaffen. In der letzten Zeit verschiedene Therapeuten amb aufgesucht, die aber alle nicht "gut" waren.
Ich glaube, sie ist noch nicht soweit, dass sie für SICH eine Besserung herbeiführen will! Glaubt irrtümlicherweise, dass ihr wohl einzig von ihrer Beziehung zum Mann abhängt. Aber wie nun weiter? Man kann sie ja nicht zur Erkenntnis zwingen! Alle leiden. Ich glaube, es kann nur besser werden, wenn er seine sämtlichen Sachen aus dem Haus schafft und dort auch wegen der Tochter nicht in Erscheinung tritt. Die beiden müssten sich dann in seiner Wohnung sehen. So kann die Mutter sich vielleicht leichter von der Vorstellung verabschieden, dass das Blatt sich wendet.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 1 Jahr.
Danke für die vielen Informationen. Das wichtigste Ziel ist es tatsächlich, dem Mann und der Tochter zu vermitteln, dass die Mutter ganz alleine für ihr Leben verantwortlich ist. Wenn sie es wegwerfen will, dann ist das ebenso ganz ihre Entscheidung, und weder Mann noch Tochter würde der Hauch einer Schuld treffen. Wie Sie wahrscheinlich wissen: Wenn sich jemand umbringen will, dann schafft er das auch irgendwie. Auch darum kann und darf keiner die Verantwortung für dieses andere Leben schultern. Umgekehrt ist es nichts anderes als eine sehr unfaire Erpressung, was hier den beiden Angehörigen zugemutet wird.Am besten wäre es, wenn Vater und Tochter ein Gespräch mit einem der behandelnden Psychiater haben könnten, in denen ihnen vermittelt wird, dass sie sich nicht als Geiseln der Krankheit der Patientin sehen dürfen. Evtl. braucht zumindest die Tochter, die ja emotional weit abhängiger ist, auch psychotherapeutische Unterstützung.Der Vater ist gewiss am besten beraten, wenn er sich nun trennt und die Verantwortung auch vor der Tochter abgibt (er kann sich ja noch etwas kümmern, aber muss es nicht). Vielleicht wird die Mutter dann eher Hilfe von außen annehmen. Mit der Tochter sollte aber vorher geklärt werden, dass sie weder die stützende Rolle des Vaters, noch irgend eine anders geartete Verantwortung übernehmen muss. Ihre Stellung könnte sein: "Wenn Mutter Hilfe braucht, unterstütze ich sie gern, aber ich lasse mich nicht erpressen". Ich hoffe, dass sich diese Einstellung von den beiden erarbeiten lässt, und wünsche ihnen alles Gute; aber auch, dass die Mutter endlich fachliche Hilfe annimmt.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 1 Jahr.

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