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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Wir sind Rentner, 76 und 58 Jahre alt,

Kundenfrage

Guten Abend, Wir sind Rentner, 76 und 58 Jahre alt, Akademiker, teilweise noch berufstätig. Vor einem Jahr sind wir von Frankfurt nach Breisach a. Rh. gezogen, haben ein keines Häuschen gekauft und umgebaut, hofften auf Altersruhestand, der uns durch unsere psychotisch kranken, erwachsenen Kinder zur Qual gemacht wird. Unsere Tochter ist 30 Jahre: Studienabbruch vor 8 Jahren, Depressionen, extreme Probleme mit Zeiteinhaltungen schon seit Schulzeit, Grenzüberschreitungen in vielen Alltagsdingen, Zerfahrenheit beim Sprechen und Alltag, Angst vorm Alltag, den sie nicht mehr bewältigen konnte, Lebensangst, Flucht in Esoterik. Keine Freunde mehr. Dazwischen auf Eigeninitiative mehrfacher Klinikaufenthalt, Tagesklinik, Tagesstätte. Mehrfache Therapieversuche (1-2 Sitzungen ), Alles wurde abgelehnt. Nur Kunsttherapie nahm sie an. Sie ist künstlerisch gut. Diagnose vom Krankenhaus war Psychose, hebephrene Schizophrenie. Da sie volljährig ist konnten wir nie mit einem Arzt sprechen. Sie verweigert bis heute Arztvollmacht. Dazwischen hatte sie immer wieder relativ gute Aushilfsjobs. Mehrfach verschwand sie von zu Hause für mehrere Monate, zuletzt 2011, war monatelang obdachlos, ich konnte sie in einem Frauenwohnheim unterbringen 1,5, Jahre lang. Seit sechs Wochen lebt sie überwiegend im kleinen Studentenzimmer unseres Sohnes auf einer Isomatte, lehnt Jobcenter vehement ab, träumt von Studium. Geborgenheit tut ihr gut, aber sie ist sehr übergriffig. Sie war mehrfach hier - ohne Einladung, Beim Weggang extrem aggressiv bis gewalttätig. Sie gilt als teilweise hochbegabt, ist sensibel und kreativ. Was nutzt es? Unser Sohn ist 28 Jahre alt, studiert noch in Darmstadt an der TH, bisher ohne Abschluss. Er wohnte bis vor 1,5 Jahren bei uns im Haus, davor mehrfach außer Haus. In den letzten Jahren fühlte er sich extrem einsam, trotz Elternhaus, vermied Gespräche, hatte kaum noch Freunde. Unser Wegzug hat ihn offenbar stark beschäftigt. Wir hatten immer alle im Haus gelebt, ich bin selbständig, mein Mann war frühpensioniert. Seine Einsamkeit, Unsicherheit, betonte unser Sohn vor allem in einem blog im Internet. Seit Ende 2012 begann er, für andere entscheiden zu wollen, zunächst vor allem über uns: Entsorgung von Technikgräten und Käufe ohne unser Wissen über unsere Konten, wollte permanent für uns Entscheidungen treffen, uns sogar entmündigen lassen, kam ständig angereist um zu helfen, und dann zu sagen, wir hätten seine Hilfe angefordert. Bis heute meint er für uns entscheiden zu müssen. Inzwischen hat er die fixe Idee, seine Schwester zu einem Studium zu bringen, und eine junge Frau zwanghaft vom Theologiestudium zum Musikstudium zu überreden. Die Eltern wollten ihn schon wegen Stalking anzeigen. Ständig kommen Mails. Er wollte klagen gegen Vermieterin, Makler, Uni. Und uns wollen unsere Kinder ohnedies ständig verklagen, weil sie meinen, Anspruch auf Unterhalt zu haben. Wir haben ein Haus, sie nicht. Monatelang war unser Sohn am Grübeln, kam zu uns, hatte Halluzinationen, hatte Krach an der Uni, arbeitet intensiv, meint etwas Grandioses entwickelt zu haben. Wir werden permanent von unseren großen Kindern bedrängt per Mail, unerwünschten Besuchen und Telefonaten, Geldforderungen. Arbeit lehnten sie bisher ab. Die Tochter hat derzeit keine Krankenversicherung, keinen Job, kein Geld. Beide lehnen fachliche Hilfe ab, sind absolut krankheits-uneinsichtig. Was können wir nur tun? Psychosoziale Beratungsstellen raten uns, unser Leben zu leben. Aber wie soll das gehen? Wo können wir ansetzen? Jede Idee ist wirklich willkommen. Viele Grüße ****

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie