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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24371
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Meine Tochter ist eine sehr introvertierte Persönlichkeit

Kundenfrage

Guten tag Frau Dr. Hoellering, Meine Tochter, 20, Studentin macht uns, also ihren Eltern grosse sorgen. Sie ist eine sehr introvertiert Persönlichkeit und tut sich sehr schwer soziale Kontakte zu knüpfen. Ihr bisheriges leben spielte sich hauptsächlich in der Schule und in der Familie statt. Wir hatten bisher meist den Eindruck, dass sie sich so akzeptiert und haben nicht eingewirkt. Der weg ein eigenständiges leben zu führen scheint ihr jedoch sehr schwer zu fallen. Seit 3 Monaten ist ist sie zum Studium in mainz, wohnt in einem studentenwohnheim und fühlt sich anscheinend sehr isoliert. Da es ihr schwer fällt auf andere Menschen zuzugehen beschränkt sich ihr soziales leben nur auf die uni. Seit einigen Wochen hat sie Semesterferien und terrorisiert uns zunehmend. Sie schläft tagsüber, und ist läuft nachts unruhig in der Wohnung umher. Sie weint viel und ist sehr aggressiv in ihrem verhalten . sie sperrt sich ins Bad ei und schlägt stundenlang an die Tür. Sie macht uns ständig Vorwürfe ihr leben zerstört zu haben und alles sinnlos für sie ist. Mit guten Worten erreichen wir nichts. Meist eskaliert die Situation . Vor zwei tagen haben die Haus mit bewohnen sogar die Polizei gerufen, wegen nächtlicher Ruhestörung. Die Situation ist für die Familie sehr belastend. Ich habe ihr natürlich schon mehrmals vorgeschlagen, professionals Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies lehnt sie vehement ab. Wie können wir ihr helfen

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Tag,
Das ist eine unhaltbare Situation, und es ist klar, dass Ihre Tochter Therapie braucht. Unglücklicherweise ist Ihre Tochter volljährig, muss also selber entscheiden, dass sie Therapie annehmen will (Psychotherapie hilft auch nur, wenn man mitarbeitet).
Wenn die Situation eskaliert, könnten Sie sie durch das Ordnungsamt in eine Klinik einweisen lassen. Hier allerdings würde sie nur ein paar Tage bleiben müssen, denn wenn keine akute "Eigen- oder Fremdgefährdung" mehr bestünde, würde sie entlassen. Ein solche Tun wäre dennoch sinnvoll, um ihr Grenzen zu setzen und vor allem abklären zu lassen, ob sie selbstmordgefährdet ist. Häufiger gelingt es in der Klinik, zunächst behandlungsunwilligen Patienten die Erkenntnis zu vermitteln,dass sie sich unter Therapie deutlich besser (und keineswegs "ruhiggestellt!") fühlen und lernen, ihre eigenen Ziele und Wünsche zu erkennen und durchzusetzen. Dann lassen sie sich nach der Klinik auch weiter behandeln.
Ich wünsche Ihnen Glück!
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte frau dr. Hoellering,
Zunaechst vielen dank ***** ***** antwort.
Die erkenntnis, dass es doch so "schlimm" um unsere tochter steht ist schwer zu akzepieren. Vor allen fuer mich als mutter, da man sich doch grosse vorwuerfe macht, bei der erziehung versagt zu habe.
Dass sie wirklich selbstmordgefaehrdet ist, glaube ich nicht wirklich.
Es ist sicher ein "hilfeschrei".
Im moment weiss ich nicht, wie ich mich ihr gegenueber verhalten soll.
Soll ich versuchen weierhin verstaendnisvoll auf sie einzugehen, Sie einfach in ruhe lassen und abwarten.
Sie hat natuerlich auch phasen in denen sie "normal" ist.
Waere fuer eine antwort dankbar
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Leider weiß man manchmal nicht, wie schlimm es wirklich ist. Ich sehe sie ja nicht, aber jemand, der "stundenlang" gegen die Tür schlägt, muss eine riesige Last auf der Seele haben! Das ist ja weit mehr, als eine Lebenskrise oder Überforderung.
Das hat mit Ihrer Erziehung nicht viel zu tun, denn wir werden durch viel mehr beeinflusst, unsere Genetik, unsere Psyche, unsere Freunde; machen Sie sich keinen Vorwurf, aber haben Sie feine Antennen. Wir haben zu viele unerwartete Selbstmorde.
Darum: Immer wieder das Gespräch suchen: Was belastet dich? Was können wir jetzt für dich tun? Was würde dir helfen? Was können wir tun, um dein Leben positiv zu beeinflussen? Nicht sagen "Tu dies und jenes", sondern fragen und zuhören. Dann immer wieder äußern, dass es mit "fachlicher Hilfe für alle einfacher würde".
Viel Glück!
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen dank ***** ***** hilfe
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr gern geschehen!
Dann danke ***** ***** für eine freundliche Bewertung meiner Hilfe und drücke die Daumen.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Tag,

Gern habe ich mich Ihres Problems angenommen und Ihre Fragen einfühlsam und fachgerecht beantwortet. Sie haben meine Antwort gelesen. Haben Sie noch eine Frage dazu? Dann stellen Sie sie mir bitte, denn natürlich schreibe ich auch gern mehr dazu. Falls nicht, wäre es nett, wenn Sie meinen Rat mit einer freundlichen Bewertung danken würden, denn nur dann erhalte ich eine anteilige Vergütung aus Ihrem Gutscheinguthaben für meine Hilfe.

Herzlichen Dank und alles Gute!

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