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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24655
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Mein Bruder, 28, ist seit 15 Jahren drogenabhängig und depressiv,

Beantwortete Frage:

Mein Bruder, 28, ist seit 15 Jahren drogenabhängig und depressiv, hat mehrere Selbstmordversuche hinter sich und bisher jeden Job verloren und jede Therapie abgebrochen. Alle paar Monate passiert etwas Neues schlimmes und ich muss mir immer Sorgen machen, dass er vielleicht bald nicht mehr lebt. Zu meinem Bruder habe ich nur sporadisch Kontakt. Mein Vater hat den Kontakt vor kurzem zu meinem Bruder abgebrochen. Jetzt hat mein Bruder wieder versucht sich das Leben zu nehmen. Ich habe es bloß durch Hören Sagen erfahren und nicht über meine Eltern. Daraufhin habe ich Sie angerufen und meine Mutter meinte zum wiederholten Male, sie würde sich auch gerne das Leben nehmen, weil Sie nicht mehr kann. Ich kann seitdem kaum schlafen und zittere. Ich habe mich seitdem/seit Freitag nicht bei meinen Eltern gemeldet. Mein Vater ist kalt und kühl und redet nicht über das Thema, meine Mutter wird zunehmend depressiver und ich halte das einfach nicht mehr aus. Meine Mutter hat mir nun eine SMS geschrieben, wie enttäuscht sie ist, dass ich mich nicht um sie kümmere und nicht frage wie es ihr geht. Daraufhin habe ich geschrieben, dass ich über den Suizidversuch noch nichtmal informiert wurde und mich auch Niemand fragt, wie es mir mit der ganzen Situation geht und das ich Abstand brauche. Nun ist sie bitter enttäuscht und reagiert auf nichts mehr. Ich fühle mich, wie ein schlechter Mensch und egoistisch, so als würde ich alle alleine lassen. Aber ich kann einfach nicht mehr... Was soll ich nun tun? Ich bin 29. vielen Dank ***** ***** Unterstützung.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Tag,
Es war gewiss nicht böse gemeint, dass Ihre Mutter Sie nicht informiert hat. Wahrscheinlich fehlt ihr längst die Kraft, über ihren Sohn zu sprechen. Sie leidet noch mehr als als Sie, denn Mütter lieben ihre Kinder oft intensiver als jeden anderen. Den eigenen Sohn zu Grunde gehen sehen, ist kaum zu ertragen , und dazu kommen noch massive Schuldgefühle. Weil Ihr Vater sich abschottet, um weniger zu leiden, steht sie ganz allein damit da.
Nutzen Sie den Abstand, etwas Kraft zu gewinnen, und versuchen dann mit Mail oder Brief, Versöhnung zu suchen. Sie haben immer noch mehr Kraft dazu als Ihre Mutter. Erklären Sie in diesem Brief Ihren Kummer, machen Sie keine Vorwürfe und schauen nur in die Zukunft, indem Sie schreiben, dass die Sorge um Ihren Bruder in der Familie am besten gemeinsam zu tragen ist.
Ich wünsche Ihnen allen Glück!
Dr. Gehring und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.