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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

Mein Sohn hat keinen Respekt vor Lehrern und Erwachsenen. Er

Kundenfrage

Mein Sohn hat keinen Respekt vor Lehrern und Erwachsenen. Er ist 14 Jahre alt, ist kurz vor dem Rauswurf von der Schule, ist versetzungsgefährdet. Er akzeptier keine Meinungen Erwachsener und bringt ständig Unruhe und möchte sich immner in den Vordergrund stellen. Wenn wir ein Gespräch führen , weint er sehr und bereut alles, aber kann trotz Entschuldigungen immer wieder nichts umsetzen, was er versprochen hat. Er kann kein Lob und Freude annehmen. Als er 6 Jahre alt war, waren wir schon 1 Jahr beim Kinderpsychologen, aber es hat sich seit Jahren nichts verändert. Er diskutiert, möchte sich immer ändern und am nächsten Tag geht es nahtlos weiter. Seine Beurteilungen in der Schule sind nur negativ, ohne etwas positives (es steht drin:niedrige Lernbereitschaft, mangelnde Aufmerksamkeit, kein Interesse, verstösst gegen Regeln, stört das Klassenklima, respektlos, egoistisch, keine Selbstkritik, keine Selbstkritik, provoziert Streitigkeiten. So ist das zuhause auch..... Was kann ich tun? Helfen Sie uns bitte.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 3 Jahren.

Guten Tag,

 

bei alldem was sie schon versucht haben, wären irgendwelche Tipps für den Umgang mit dem Sohn, online gegeben, wenig sinnvoll. Ich halte es für wichtig, die Ursachen, die hinter dem Verhalten liegen aufzudecken. Es können sowohl psychologische als auch organische Ursachen sein. Relativ typisch bei dem von ihnen geschilderten Sozialverhalten wäre eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens bzw. ein AD(H)S. Ich würde ihnen daher vorschlagen, einen Kinder- und Jugendpsychiater oder ein sozialpädiatrisches Zentrum aufzusuchen.

 

Ziele sind:

01: sichere Diagnosestellung

02: langfristiger Therapieplan (sei es nun psycho- oder lerntherapeutisch oder/und medikamentös)

03: Elterinformation ggf. auch Elterntraining und/oder Familientherapie

 

Ohne Unterstützung und konkrete Hilfen sind sie und ihr Sohn mit der Lösung der Problematik überfordert. Das ist für alle Beteiligten sonst nur frustrierend.

 

Literaturempfehlung: "Jugendliche und junge Erwachsene mit AD(H)S" von Cordula Neuhaus, eine der deutschen Spezialistinnen zum Thema. Es würde mich nicht wundern, wenn sie dort in vielen Beschreibungen ihren Sohn wiedererkennen würden. Dort erhalten sie fundierte Informationen zu Ursachen, Therapie und Strategien im tgl. Umgang. Aber wie gesagt, unbedingt eine professionelle Diagnose stellen lassen.

 

Frau Neuhaus hat eine große Praxis in Esslingen bei Stuttgart. Also falls sie im süddeutschen Raum wohnen, könnten sie auch dort eine qualifizierte Diagnostik durchführen lassen. Dauert einige Stunden, zahlt leider keine Kasse, aber danach wissen sie definitiv, was mit ihrem Sohn los ist und welche Therapien Erfolg versprechend wären.

 

Mit freundlichen Grüßen, W. Bischof

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Bischof, gibt es denn nicht einen Fragebogen, den ich mit meinem Sohn ausfüllen kann, um ihm kurzfristig zu helfen? Ich habe alle Ärzte und Psychologen im Umkreis von Magdeburg angerufen und bekomme entweder erst ab 3 Monate einen Termin oder sie nehmen keine Patienten mehr an.....

Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 3 Jahren.
Ein Fragebogen würde allenfalls Hinweise geben, ob beispielsweise an meiner Vermutung etwas dran sein könnte. Er erlaubt keine sichere Diagnosestellung. Auf der unten genannten Homepage gibt es einen Fragebogen (und Information), den sie zumindest teilweise mit ihrem Sohn durchgehen könnten. Es zu wissen, kann entlastend wirken, weil sowohl Betroffene als auch Angehörige dann wissen, dass es sich um eine gesundheitliche Problematik und nicht um "Dummheit, schlechtes Benehmen, Erziehungsprobleme, Unfähigkeit... usw. ... " handelt, denn oft verzwifeln ja alle Beteiligten, die Betroffenen, weil sie einfach keine Verbesserung schaffen, obwohl sie es doch grundsätzlich möchten, das Umfeld, weil es nicht begreifen kann, warum denn keine Veränderungen möglich sein sollen. AD(H)S könnte eine Antwort auf diese Frage sein. Schnelle Lösungen gibt es leider nicht, aber die Chancen, mittelfristig Verbesserungen zu schaffen sind gut. Es verlsngt allen eine Menge Geduld ab.

http://www.selbsthilfegruppe-wunderkind.de/

3 Monate sind lang, ist leider fast überall so. Bitte nicht entmutigen lassen und unbedingt dranbleiben. Und lesen sie das oben empfohlene Buch. Vielleicht fällt es ihnen dann wie Schuppen von den Augen. Ich behandle Erwachsene mit AD(H)S. Da erlebe ich das auch oft. Plötzlich begreift man, warum denn all diese Probleme da sind.

Mit freundlichen Grüßen, W. Bischof
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Tag,

falls noch Fragen offen sind, bitte melden.

Mit freundlichen Grüßen, W. Bischof