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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24390
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Liebe Damen und Herren, Mein Lebensgefährte ist seit vielen

Kundenfrage

Liebe Damen und Herren,
Mein Lebensgefährte ist seit vielen Jahren suchtkrank. Eine Alkoholsucht konnte er seit einigen Jahren in den Griff kriegen. Harte Drogen hat er schon vor unserer Zeit entzogen. Derzeit steht allerdings immer wieder das Thema THC im Vordergrund. Einige Zeit hat es gut geholfen, mittlerweile führt es zu massiven Problemen...
Da mein Freund auch ADHS hat und seit ca. fünf Jahren körperliche Probleme mit der Hüfte durch Arthrose hat, zudem auch unter PNP leidet und sich trotzdem konsequent aus regelmäßig anderen Gründen einer ärztlichen Behandlung egal welcher Art entzieht, werden seine Schmerzen immer größer. Derzeit ist er in psychiatrischer Behandlung stationär und freiwillig, aber schon wieder der Meinung, er müsse alles abbrechen, da ihm nicht geholfen werde. Diese Sätze höre ich ständig: Mir wird hier nicht geholfen, die glauben alle ich tu bloß so, keiner nimmt mich hier ernst. Dass das eine Suchtproblematik ist, sehe ich schon, nur er hält auch ambulant keine Behandlung länger als zwei Wochen durch. Entweder er verstreitet sich mit den Ärzten oder er verbiegt die Tatsachen so lange, bis ihm jeder glaubt, dass die Behandlung sinnlos ist. Ich habe mittlerweile auch Angst gemeinsame Freunde zu verlieren, da ich nicht sicher sein kann, was er über mich alles schon erzählt hat. Sein Betreuer meinte heute, diesem Verhalten könnte auch eine Borderlinestörung zugrunde liegen. Ich möchte als Partnerin nicht belogen werden, es passiert aber immer häufiger, nur ein Beispiel: Mir wird erzählt, dass die Spritzen im Rücken sein Befinden verschlimmern und dann kriege ich von seinem Betreuer erzählt, dass er darüber aufgeklärt wurde, dass das eine logische Reaktion am Anfang einer längeren Therapie sei. Davon erzählt er mir aber nichts. Erlügt sich selbst in die Tasche und wenn ich ihn daruaf hinweise hat er nur noch mehr Lügen. Danke, XXXXX XXXXX Antwort wäre ich sehr dankbar.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Tag,

Dr. Höllering :

Sie haben schon eine ganze Menge ertragen! Auch haben Sie sich anscheinend schon belesen, denn Co- Abhängigkeit ist hier durchaus vorstellbar.

Dr. Höllering :

Aber eine konkrete Frage haben Sie mir nicht gestellt...

Dr. Höllering :

Darf ich die noch haben bitte?

JACUSTOMER-qwg1uagb- :

Wie verhalte ich mich, wenn ich genau weiß, dass ich belogen werde, mein Partner das aber nicht zugeben kann.

Dr. Höllering :

Da kann ich nur eine Gegenfrage stellen: Möchten Sie diese Partnerschaft aufrecht erhalten?

Dr. Höllering :

Auf so einer Basis ist das nämlich schwer und nur mit massiven Abzügen an den eigenen Ansprüchen möglich...

JACUSTOMER-qwg1uagb- :

Ja, aber natürlich nur, solange er sich auch dazu in der Lage sieht. Wir sind bereits 13 Jahre zusammen und ich weiß, dass er gerade aufgeben möchte. Ich weiß auch, dass er sich wieder einfangen kann. Das können wir nur zusammen schaffen und dazu gehört auch eine gewisse Ehrlichkeit. Manchmal umschiffe ich solche Situationen, bis er wieder in der Lage ist zu verstehen, aber immer geht das halt auch nicht. Er sollte jetzt schon langsam kooperativ werden. Er ist natürlich in seinem Prozess...ich in meinem, wenn er nicht mehr kann, ist für mich natürlich auch eine Grenze erreicht.

Dr. Höllering :

Interessant, dass Sie ihn entscheiden lassen wollen, wann die Grenze erreicht ist.

Dr. Höllering :

Partnerschaft bedeutet zu allererst Vertrauen, also Ehrlichkeit, dann Freundschaft, dann dafür da sein,d ass es dem anderen gut geht. Ist er dafür da, dass es Ihnen gut geht?

Dr. Höllering :

Kümmern Sie sich um ihn, oder kümmert er sich auch um Sie? Fängt er Sie auf, wenn es Ihnen schlecht geht, unterstützt er Sie?

Dr. Höllering :

Ich versuche herauszufinden, ob es Liebe ist oder allein noch Co- Abhängigkeit.

JACUSTOMER-qwg1uagb- :

Wir tragen uns beide. ist keine einseitige Sache. Natürlich liebe ich ihn, sonst wären wir ja nicht mehr zusammen, wenn ich das nicht täte. Das Ganze bespreche ich auch mit einer Therapeutin. Nur für jetzt und heute wäre es mir wichtig eine klare Grenze zu ziehen, was ich ja eigentlich bereits getan habe. Ich habe ihm gesagt, wenn er wieder abbricht ist Schluss, sein Betreuer wird ihn dann auch abgeben. Solche Situationen sind in unserer Beziehung schon öfter vorgekommen und er hat sich dann langfristig z.b. auch vom Alkohol verabschiedet. Ich kann mich durchaus gegen ihn entscheiden, obwohl oder gerade weil ich ihn liebe. Nur ist es für mich jetzt neu, dass er gerade gar nicht einsichtig ist.

Dr. Höllering :

Ok, danke. Bitte machen Sie nicht den Fehler, etwas anzukündigen, was Sie nicht durchhalten. Wenn Sie ihn lieben und nicht möchten, dass Schluss ist, dann drohen Sie bitte nur mit einer vorübergehenden (räumlichen) Trennung, so lange, bis er durch aktive Mitarbeit beweist, dass er sich helfen lassen will.

Dr. Höllering :

Bitte tun Sie nichts für ihn, er muss selber aktiv werden, wenn es ihm schlecht geht. Wenn er sich beklagt, dass keiner ihm hilft, soltle die einzige Antwort sein: "Ohne deine Mithilfe KANN keiner dir helfen. Du bist verantwortlich, keiner sonst".

Dr. Höllering :

Ein Problem ist,dass Cannabis einen entscheidungsschwach macht, es ist keineswegs harmlos, darunter kommt es zu dauerhaften Persönlichkeitsveränderungen bei Dauergebrauch.

Dr. Höllering :

Ein KO- Kriterium für Ihre Beziehung gibt es aber: Wenn er nachweislich schlecht über Sie spricht, würde ich mich trennen. Das wäre durch nichts zu entschuldigen!

JACUSTOMER-qwg1uagb- :

Ja, das klingt sinnvoll, nur steht er unter Zeitdruck, da er bald eine Verhandlung wg. THC hat, und, wenn er jetzt die Therapie abbricht leider dann auch schlechtere Karten hat, d.h. er macht gerade eine Therapie, um sich vor der Justiz zu schützen, ist aber innerlich gar nicht richtig bereit dafür. Da muss er jetzt aber durch. Ich habe derzeit eigentlich andere Sorgen und bin deshalb auch nicht mehr so wie früher ständig mit seinen Problemen befasst. Er muss zusehen, wie er das hinkriegt. Was ich aber immer noch nicht verstehe, ist die Lügerei. Das ist wie Selbstbetrug. Wie reagiere ich da? Es wird irgendwie immer schlimmer, aber jeder sagt mir nur dass er das selbst in den Griff kriegen muss, irgdendwie sucht er sich da aber keine Hilfe. Vielleicht kann er das gar nicht mehr ???

Dr. Höllering :

Das ist es, was ich befürchte, ja. Er lügt sich wahrscheinlich das Leben selber zurecht, weil es einfacher ist. Jedenfalls eine Weile. Sie können das mit guten Worten nicht ändern.

Dr. Höllering :

Es kann auch sein,dass er schon die Persönlichkeitsveränderung hat.

Dr. Höllering :

Ich wurde gerade zu einem Notfall gerufen und bin ca eine Stunde weg. Melde mich dann aber wieder, wenn Sie mir noch einmal antworten wollen. Pardon!

Dr. Höllering :

So, ich bin wieder da, auch bis heute abend, wenn Si emir noch antworten wollen.

Dr. Höllering :

Wenn nicht, danke ich Ihnen für eine freundliche Bewertung meiner langen Beratung und wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

Dr. Höllering :

Guten Abend,

Gern habe ich Ihre Frage beantwortet... Haben Sie noch eine Frage dazu? Dann stellen Sie sie mir gern. Falls nicht, wäre es nett, wenn Sie meinen Rat nun mit einer freundlichen Bewertung danken würden. Nur so erhalte ich ein Honorar für meine Hilfe, und das ist eine Grundlage dafür, dass wir diese Beratungsseite aufrecht erhalten können.

Herzlichen Dank und alles Gute!

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.
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