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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24403
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, ich stecke momentan in einer schwierigen Situation

Kundenfrage

Hallo,
ich stecke momentan in einer schwierigen Situation und muss eine Entscheidung treffen, bei der Sie mir unter Umständen behilflich sein können.

Ich habe am Wochenende herausgefunden, dass mein Partner süchtig nach Online SexChats ist, um dort seine Phantasien auszuleben. Zur Vorgeschichte ist zu sagen, dass unsere Beziehung vor zwei Jahren schon mal in die Brüche ging, da er exzessiv mit anderen Frauen gechattet hat.

Vor ein paar Monaten, bat er mich dann um eine erneute Chance und hatte sehr glaubhaft versichert, dass er seine Fehler von damals eingesehen hat. Letztes Wochenende hat er dann eingestanden, dass er süchtig nach Sexchats ist. Ich habe mich daraufhin ein bisschen eingelesen über Symptome, Ursachen, Therapiemöglichkeiten, etc.

Aktuell hat er sich aus allen Chats abgemeldet und leidet und schämt sich sehr für sein Verhalten. Er möchte nach eigener Aussage auf keinen Fall die Beziehung erneut verlieren....

Da mein Partner etliche Enttäuschungen in Beziehungen erlebt hat, die ihn sehr verletzt haben und auch ansonsten beruflich durch Auslandseinsätze schon schwere Traumatas erlebt hat (er ist Soldat), möchte ich ihn nicht im Stich lassen und ihm gerne zur Seite stehen, da ich ihm nicht erneut das Gefühl geben muss, dass er verlassen wird, nachdem er endlich den Mut gefunden hat, die Wahrheit zu sagen und auch bereit scheint Hilfe anzunehmen. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass es ihm allgemein etwas schwer fällt über seine Gefühle zu sprechen.

Der Wunsch nach einer festen Beziehung und einem "normalen, glücklichen" Leben scheint jedoch glaubhaft.

Obwohl natürlich auf meiner Seite eine gewisse Unsicherheit und Mistrauen bleibt, da er es lange verheimlicht hat und wie so viele eine Art "Versteckspiel" und "Doppelleben" geführt hat.

Er versichert, dass er seine Phantasien noch nie in der Realität ausgelebt hat und dies auch nicht möchte. Trotzdem zeigt er bereits einige schwerwiegende Symptome, wie z. B. "Konfliktvermeidung", "Errektionsprobleme", "Reizbarkeit".

Meine Frage an Sie ist nun, welche Möglichkeiten der Behandlung sie vorschlagen und wie ich mich am besten ihm gegenüber verhalten soll und ihn unterstützen kann, ohne dabei meine Ängste, Bedürfnisse und Wünsche völlig aufzugeben und alles hinten anzustellen.

Vielen Dank!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Tag,

Dr. Höllering :

Eie jede andere Sucht, ist auch diese oft nicht durch "Zusammenreißen" zu behandeln, und die Rückfallgefahr ist groß. Am sinnvollsten wäre es, wenn Ihr Partner sich einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie unterziehen würde, die ihm auch bei der Bewältigung seiner Traumata helfen könnte.

Dr. Höllering :

Sie schrieben ja nicht, wie lange Sie schon ein Paar sind. Was Sie bis jetzt getan haben,war richtig, aber Sie werden es alleine nicht schaffen. Beziehungen scheitern nie an einer Person alleine, und wir beide wissen nicht, was alles zum Scheitern seiner vorherigen Partnerschaft (en) geführt hat.

Dr. Höllering :

Darum ist es gut, ihn zu unterstützen, aber auch Forderungen zu stellen: Die wichtigste ist, dass er Sie respektiert, also nicht hintergeht. Die zweitwichtigste, dass sich nicht alles um ihn dreht, auch wenn er es schwer hatte, sondern dass es auch genauso um Sie und Ihre Bedürfnisse geht. Sein Ziel sollte es sein, sich um Ihr Glück ebenso zu bemühen, wie Sie sich um seines bemühen.

Dr. Höllering :

Ich hoffe, dass er in eine Psychotherapie einwilligt, die sein Leben noch einmal auf neue, stabile Füße stellen kann.

Dr. Höllering :

Alles Gute!

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