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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24652
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

mein Sohn erzählte mir, wo er etwa 18 Jahre alt war, dass ein

Kundenfrage

mein Sohn erzählte mir, wo er etwa 18 Jahre alt war, dass ein Arzt ihm sagte er sei manisch depressiv. Nun sagte er mir neuerdings dies sei "vorbei". Daran zweifele ich sehr und möchte ihn gerne zum Arzt schicken, damit er etwas dafür tun kann.
Er hat starke Stimmungsschwankungen und ist sehr müde. Nachts schläft er gut. Was mir auch bei ihm immer auffällt ist sein Lachen was das in einen Art von Lachkrampf übergeht.
Das Problem ist auch dass er in Italien lebt als Kunstschmied und sein Brot nicht ohne Mühe verdienen kann dort. Das Wetter wird positiv auf ihm wirken, denke ich. Er fühlt sich dort wohl und will bestimmt nicht mehr nach Deutschland zurück. Für eine Behandlung wäre das sicherlich einfacher.
Sagen Sie mir ob eine manische Depression so einfach verschwindet (wie er sagt) oder ob eine Behandlung für ihm notwendig ist und was er am besten tun kann.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Erneut posten: Ich möchte mir gerne eine zweite Meinung einholen.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Tag, Ihre letzten Anfrage konnte ich aus technischen Gründen nicht beantworten, aber nun geht es.

Eine manische Depression verläuft mit Phasen des Übermutes und anderen des Kummers oder des Gefühls, nicht schwingungsfähig (wie tot) zu sein. Neben dieser Erkrankung gibt es bipolare Erkrankungen, in denen diese Extreme abgeschwächt zum Tragen kommen. Insofern ist die Frage, ob eine gewisse jugendliche Stimmungslabilität ("Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt") damals als manische Depression fehlgedeutet wurde, oder ob sie vielleicht abgeschwächt bestanden hat und nun abgeklungen ist, was durchaus denkbar ist.

Es ist schlicht nicht möglich, einen Menschen, der sich nicht psychisch krank fühlt, psychotherapeutisch oder medikamentös zu behandeln. Denn Gesprächstherapien verlangen ebenso eine Mitarbeit wie eine Pharmakotherapie, die Ihr Sohn ja für überflüssig hält. Behandelbar und behandlungsbedürftig ist nur das, was Leidensdruck hervorruft.

Natürlich wäre es angeraten, wegen der starken Müdigkeit eine Blutuntersuchung auf Blutarmut oder eine Schilddrüsenunterfunktion durchführen zu lassen. Beides wäre leicht zu behandeln.

Übrigens dauern die Phasen der bipolaren Störung Wochen bis Monate. Wenn Ihr Sohn also tageweise oder gar stundenweise in seinen Stimmungen schwankt, hat das andere Ursachen. Wenn ihm Italien gut tut (auch, wenn das Geldverdienen dort nicht einfach ist), sollte er dort auch bleiben, da eine psychiatrische Behandlung ja gar nicht möglich (und hoffentlich nicht notwendig) ist.

Die Frage, was er am besten tun kann, kann ich (neben der Abklärung der Blutwerte) erst dann beantworten, wenn ich weiß, ob er Leidensdruck hat (und wenn, dann inwiefern). Schreiben Sie mir einfach mit dem Antwort- Button.