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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 559
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Dr. med. St. Berghem ist jetzt online.

Vor einer Woche am Sonntag hatte mein Mann einen Herzinfarkt.

Beantwortete Frage:

Vor einer Woche am Sonntag hatte mein Mann einen Herzinfarkt. Ich habe tatenlos zusehen müssen, als er aufhörte zu atmen. Ich habe ihn sterben sehen. Der Notarzt hat ihn wieder reanimieren können. Gott sei Dank. Am Tag darauf hat mich meine Hausärztin krank geschrieben, weil sie sah, wie schlecht es mir ging.
Heute nun wäre mein erster Arbeitstag gewesen. Mein Chef empfing mich mit den Worten: " Was willst du denn hier?? ich finde es eine Unverschämtheit, daß du dich krankschreiben läßt, wo doch dein Mann den Infarkt hatte. Du hast Urlaub auf meine Kosten gemacht. Und wenn du so labil bist, kannst du diese Woche Urlaub machen. Ich habe keine Arbeit für dich." Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Und bin nach Hause gefahren.
Ich muß und will mir das nicht gefallen lassen. Aber mir geht es sehr schlecht. Und ich weiß nicht so wirklich, wie es weiter gehen soll. Meine Psychologin ist im Urlaub. Bitte gebt mir einen Anstoß, daß ich eine Idee zum Laufen bekomme.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. med. St. Berghem hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Lassen Sie es mich offen sagen:

Ihr Chef ist ein A****loch. Ohne jegliche menschliche Regung, ohne Verständnis für Menschen. Natürlich sind Sie nicht arbeitsfähig, wenn Sie das erleben mussten. Ich hoffe, Ihrem Mann geht es wieder besser.

Mein Rat: gehen Sie zu Ihrem Hausarzt und lassen sich erneut krank schreiben. Mit einem Chef, der Verständnis für Sie und Ihre Situation hat, könnten Sie vielleicht arbeiten, aber mit diesem Chef geht das wohl nicht.

Sollte Ihr Unternehmen groß genug sein, sollten Sie den Betriebsrat informieren. Sollte zwischen Ihnen und Ihrem Chef noch so etwas wie eine Vorarbeiterin, sollten Sie die informieren, sollten Ihr Chef noch einen Chef haben, sollten Sie den informieren.

Natürlich kann passieren, dass Ihr Chef sie feuert, die Klage werden Sie aber gewinnen.

Mittelfristig würde ich Ihnen empfehlen, sich nach einem neuen Arbeitsplatz umzusehen, für so einen Menschen sollte man nicht arbeiten müssen.

Sicher haben Sie noch Fragen - ich antworte gerne weiter. Bitte bewerten Sie meine Antwort erst, wenn Sie völlig zufrieden sind.

Herzliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für Ihre Antwort. Ich arbeite seit 15 Jahren in dieser Firme, die leider nur diesen einen Chef hat. Diese Firma hat sich seit 1998 derart entwickelt, daß es für eigentlich niemanden mehr Spaß machen kann. Der Chef ist ein Arbeitstier, der kein Privatleben hat. Und genau dieses erwartet er von seinen Angestellten. Ich brauche das nicht weiter ausführen. In der Personalführung ist er eine Komplettnull. Ich muß da weg, das weiß ich. Ich ertrage es auch überhaupt nicht mehr. Ich habe einfach nur die Angst, daß ich mit einer vorschnellen Entscheidung unsere Existenz gefährde. Ich war letztes Jahr zur Reha in Schönau. Eins der Hauptthemen der psychologischen Arbeit war mein Chef. Ich habe mich gut einstellen können, aber das jetzt war zu viel. Auch wenn er sich entschuldigen würde, was niemals passiert, könnte ich das nicht verzeihen.


Ich muß nur die Kraft finden, mich ihm entgegenzustellen. Ich darf und will das nicht mit mir machen lassen.


Ich werde jetzt zu meiner Hausärztin gehen und die Angelegenheit mit ihr besprechen und dann werde ich marschieren. Nur weiß ich eben die Richtung noch nicht so genau.

Experte:  Dr. med. St. Berghem hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es ist sicher gut, das mit der Hausärztin, die sie und Ihre situation ja ganz gut kennt, zu besprechen. Vielleicht können Sie sogar kurzfristig mit einem leichten Antidepressivum einen etwas freieren Kopf und etwas mehr Mut bekommen. Langfristig ist das aber sicher nicht die Lösung...

Manchmal hilft sogar, wenn der Hausarzt mit dem Chef spricht.

eine andere Möglichkeit wäre, sich an den Betriebsarzt zu wenden, wenn es einen gibt.

Ich drücke Ihnen die Daumen!

Dr. med. St. Berghem und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.