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Dr. G. Gleich
Dr. G. Gleich, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 191
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Hypnose, Paartherapie
61964095
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Dr. G. Gleich ist jetzt online.

leide seit 15 jahren unter depressionen, bin jetzt 31. habe

Kundenfrage

leide seit 15 jahren unter depressionen, bin jetzt 31. habe mir heute nacht meine langen haare abgeschnitten und mir dann eine glatze rasiert. weis nicht was ich jetzt machen soll. kann so am montag nicht zur arbeit, was werden meine kollegen denken. wenn ich zum arzt gehe wegen einer krankmeldung wird er mich wieder in die psychatrie einweisen. das kann ich nicht mehr aushalten. das wird wieder ewig dauern, dann bekomm ich krankengeld und das ist zu wenig um meine finanziellen verpflichtungen zu bezahlen. dann verlier ich mein auto und die wohnung und sitzt auf der straße.an wenn kann ich mich wenden? wie soll ich das wochenende überstehen? habe keine sozialen kontakte mehr. bei der telefonseelsorge ist immer besetzt. bitte helfen sie mir!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. G. Gleich hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,
der Arzt, der Sie krank schreibt, wird Sie nur in die Psychiatrie einweisen, wenn Sie das wollen und das auch sinnvoll ist. Gegen Ihren Willen kann er das ja nur, wenn Sie Suizidabsichten haben, dann wäre es aber auch gut, sich in der Klinik überwachen zu lassen, bis es besser geht. Da das aber bei Ihnen derzeit jedenfalls nicht der Fall zu sein scheint, weil Sie sich ansonsten ja keine Sorgen wegen der Finanzen machen würden, besteht da also keine Gefahr. Eventuell wird er die Medikamente verändern, und sich erkundigen, wie es in der Psychotherapie läuft. Dorthin gehen Sie hoffentlich regelmäßig, und wenn es eine Verhaltenstherapie ist, haben Sie im Krankenstand mehr Zeit, die Hausaufgaben aus der Therapiestunde besser umzusetzen. Da müssen Sie nicht ins Krankenhaus. Und die ersten 6 Wochen zahlt ohnehin der Arbeitgeber Ihr Gehalt weiter. Wenn Sie für eine gute Durchblutung der Kopfhaut sorgen, z.B. durch Bürsten, sind die Haare in 6 Wochen 2 cm gewachsen.
Möglich wäre auch eine Perücke. Die können ganz natürlich ausschauen, wenn sie aus echten Haaren sind, habe eine Patientin, die wegen Chemotherapie Ihre Haare verloren hat, da schaut das gut aus. In der Arbeit wird man dann mutmaßen, dass der Krankenstand enventuell mit einer Chemotherapie im Zusammenhang steht.
Auch wenn Sie z.B. nach 3 Wochen wieder in die Arbeit gehen (ohne Perücke) und Ihre Haare etwa 1 cm lang sind, könnten Sie als Begründung bei Nachfragen nach den kurzen Haaren angeben, dass Sie medikamentenbedingt extremen Haarausfall bekommen haben, deshalb die Haare abrasieren mussten. Welche Medikamente das waren, müssen Sie ja nicht sagen.
In den meisten Städten gibt es Akutkliniken, wo man zu Krisengesprächen hingehen kann. Sie könnten auch Ihrem Therapeuten eine Mail schreiben, vielleicht hat der Zeit, die Situation mit Ihnen durchzusprechen, im Rahmen einer Krisensitzung quasi.
Also: Am Montag jedenfalls erst mal krankmelden und dann zum Arzt für eine AU-Bescheinigung, bis dahin mal im Internet nach Perücken schauen, vielleicht nächste Woche mal welche anprobieren. Alternativ ohne Perücke wieder in die Arbeit, sobald die Haare eine den Erwartungen des Arbeitgebers entsprechende Länge erreicht haben. 1-2 cm sollte schon okay sein.
Ist zwar eine blöde Situation, aber eigentlich doch beherrschbar. In der Therapie können Sie bearbeiten, wie Sie sich künftig vor überschießender Impulsivität schützen können.

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