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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 25101
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Die Mutter meines Mannes ist seit seiner Geburt (1970) schwer

Kundenfrage

Die Mutter meines Mannes ist seit seiner Geburt (1970) schwer depressiv, in Dauerbehandlung. Seine Kindheit ist durch die Krankheit geprägt. Er ist hochintelligent, hat Klassenstufen übersrungen, dann aber das Abi nur knapp und Lehren und verschiedene Studiengänge nie abgeschlossen. In jungen Jahren hatte er einen problematischen Umgang mit Alkohol und Drogen, hat aber 2000 (zu diesem Zeitpunkt war er sehr tief im Milieu inkl. krimin. Geschichten... - ich will mich gar nicht daran erinnern!) Unsere Beziehung kennt 1000 solcher Geschichten. Viele Lügengeschichten sind dabei. Damals hab' ich das alles stemmen können, aber nun sind meine Kräfte am Ende. Der Berg wird nicht kleiner. Wir haben 2 Kinder, er ist ein herzensguter, sorgender Familienvater und schuftet sich den Buckel krumm. Sein Selbstbewusstsein und unsere Haushaltskasse leidet natürlich stets darunter, dass ihm ein Abschluss fehlt. Nach wie vor kann er nicht mit Geld umgehen - er hat einfach keinen Überblick und keinerlei Gespür. Wir sind stets und ständig überschuldet und ich fühle mich wie Don Quichotte. Zweimal brachte ihn die Polizei in den letzten Jahren heim wegen Alkohol am Steuer. Er musste wiederholt zur MPU. (teuer!) Im Januar fiel er volltrunken in einen großen Fluß und überlebte wie durch ein Wunder. Ich erfuhr erst davon, als die Rechnung vom Krankenhaus kam. Er hatte mir nichts davon sagen wollen, weil er weiß, dass ich mich dann wieder sorgen würde. Ja. Ich sorge mich unds sorge mich und kann einfach nicht aufhören mich zu sorgen. Ich habe das Gefühl, für ihn verantwortlich zu sein. Er kann einfach nicht selbst auf sich aufpassen. Wenn er allein unterwegs ist, sitze ich zu Hause und heule und koche Tee gegen meine Magenkrämpfe, wenn er dann tatsächlich nach Hause kommt, heule ich vor Erleichterung, das zeige ich ihm aber nicht. Ich möchte nicht für ihn verantwortlich sein!!! Ich möchte im Gegenteil, dass auch ab und zu mal jemand auf mich aufpasst. Ganz bewusst habe ich mich in den letzten Jahren aus den Finanzen rausgehalten, um ihm die Verantwortung undmein Vertrauen zu geben. Nun hab' ich die Zügel wieder in die Hand genommen und wir sind mühsam dabei, die Situation zu klären. Täglich tauchen neue Üerraschunegn auf. Er ist dann stets reumütig und einsichtig. Aber ich will doch einen Partner auf Augenhöhe, kein drittes Kind, was sagt "Ja, Mama, du hattest recht. Ich mach's nie wieder."! Ich weiß, es wird zu viel für mich. Ich breche viel zu oft heulend zusammen, wenn ich allein bin und neige dann auch dazu, in Selbstmitleid zu versinken. Eine "Freundin" (Soz.-päd.) wollte ich ins Vertrauen ziehen, aber sie hat mir zu verstehen gegeben, dass sie nicht bereit ist, sich "andererleuts Probleme" anzuhören. Ich möchte niemanden belästigen. Ich trage alles allein, kann nicht schlafen. Mein Mann möchte keine psycholog. Beratung. (schlechte Erfahrungen mit/durch seine Mutter) Wie kann ich ihm / uns / mir helfen? Nach wie vor notlügt er hin und wieder. Ich bin ganz einfach durch und durch verunsichert, dabei wünsche ich mir einen Mann, der mir wenigstens ein bißchen das Gefühl von Sicherheit gibt. Ich war früher immer sehr offen, experimentierfreudig, liebte unkonventionelle Lösungen. Dafür liebte er mich. Nun bin ich nur noch ein Angsthase. Wir sprechen über alles, er gibt sich Mühe, aber ich habe das Gefühl, in seinem Innersten ändert sich nichts. Vor einem halben Jahr wollte er sich trennen, weil wir uns so oft streiten. Manchmal bin ich so wütend auf ihn, dann unterstelle ich ihm im Stillen, dass er sadistisch veranlagt ist und mich damit absichtlich tyrannisiert, mich systematisch zu verunsichern.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dr. Höllering : Guten Tag,
Dr. Höllering : Wahrscheinlich wissen Sie es unterbewusst selbst: Kein Therapie der Welt kann Ihren Mann vom Beschützten zum Beschützer machen. Allerdings könnte eine Therapie ihm helfen, sein Geldproblem besser in den griff zu bekommen.
Dr. Höllering : Ich halte ihn nicht für einen Sadisten, sondern für unreif. Er reitet sich ins Schlamassel, und wenn es nicht mehr zu ertragen ist, betäubt er sich durch Alkohol oder braucht Sie, um alles wieder "gut" zu machen. Wie eine Mutter, die ihrem Kind aus der Patsche hilft. Sie tun das dann auch, weil Sie ihn lieben.
Dr. Höllering : Sie haben das ja erkannt. Die einzige Chance, ihn in Therapie zu bringen ist, ihm nicht mehr zu helfen! Vielleicht können Sie getrennte Finanzen haben, vielleicht ihn wirklich ausziehen lassen. Nur mit Druck wird er merken, dass er selber etwas tun muss.
Dr. Höllering : Das braucht Kraft, die Sie sich vielleicht selber in einer Gesprächstherapie holen können.
Dr. Höllering : Ich wünsche Ihnen viel Glück dafür!
Dr. Höllering : Guten Tag,Gern war ich für Sie da und habe Ihre Frage beantwortet, schnell und fachgerecht. Sie haben meine Antworten gelesen. Möchten Sie noch etwas wissen? Dann fragen Sie mich gern!Sonst darf ich Sie höflich um eine freundliche Bewertung für meine Hilfe bitten, ohne die ich das von Ihnen angezahlte Honorar für meine Beratung nicht bekomme. Herzlichen Dank und alles Gute!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
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