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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 23981
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Höllering ist jetzt online.

Ich wusste 35 Jahre nicht ,dass ich krank bin und habe etwas

Kundenfrage

Ich wusste 35 Jahre nicht ,dass ich krank bin und habe etwas getan was ich mir bis heute nicht verzeihen kann. Ich habe meine Kinder in ein Kinderheim ein weisen lassen. Egal wie ich versuchte mich dafür zu erklären, bis heute gibt ganz besonders meine älteste Tochter mir keine Möglichkeit dafür. Was kann ich tun um das zu ändern. Meine Krankheit brach im vierzehnten Lebensjahr aus und ist unter den Namen Narkolepsie bekannt. Viele Jahre habe ich Medikamente eingenommen und heute fühle ich mich häufig lebendig begraben .Jetzt habe ich das ambulante betreute Wohnen beantragt und ich weis, dass das mich noch mehr trennen wird von meinen Kindern, weil sie nicht verstehen warum.
Können Sie mir helfen, vielen Dank.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

gerne will ich Ihnen helfen!

Das Wichtigste jetzt ist, dass Sie sich zunächst selber verzeihen. Das ist vielleicht nun möglich, weil Sie wissen, dass Sie krank sind. Eine Narkoleptikerin kann keine Kinder groß ziehen, weil sie immer wieder einschläft, was gerade für kleine Kinder äußerst gefährlich sein kann, weil sie dadurch evtl. in Gefahr geraten. Sie könnten sich fragen, warum Sie sich das nicht verzeihen, wo es doch der einzige Weg war, Ihre Kinder zu schützen?

Wenn Sie sich selber verziehen haben, ist es auch leichter, mit Ihren ja nun erwachsenen Kindern zu sprechen, ohne sich mit Selbstvorwürfen zu überschütten. Die Kinder sollten noch einmal erfahren, dass Sie sie zu ihrem eigenen Schutz weggegeben haben, dass Sie sie aber liebten und immer noch lieben. Bitten Sie sie, über die Krankheit zu lesen, damit sie verstehen, dass Sie keinen anderen Ausweg sahen.

Wenn die Zeit im Kinderheim für Ihre Kinder schwer erträglich war, dann ist das nicht Ihre Schuld! Sie haben gedacht, sie in die Obhut erfahrener Erzieher(innen) zu geben, die liebevoll mit ihnen umgehen.

Vielleicht mögen Ihre Kinder sich mal in Ihre Lage damals versetzen, um nachzuvollziehen, wie es zu dieser so schmerzlichen Entscheidung kommen konnte. Auch jetzt haben Sie wieder eine schwere Entscheidung getroffen, die aber gewiss klug ist. Wenn Sie sich seelisch nicht in der Lage sehen, alleine klar zu kommen, und Sie nicht bei einem Ihrer Kinder leben können, bleibt doch keine andere Wahl?

Gerade Ihre Psychopharmaka und Therapieaufenthalte müssen doch den Kindern zeigen, dass Sie auf Grund Ihrer Krankheit nicht so leistungsfähig sind und waren wie andere Mütter. Aber sie sollten auch wissen, dass das an Ihrer Liebe zu ihnen nichts ändert.

Wenn sie das betreute Wohnen unsinnig finden, fragen Sie sie doch: „Was würdet ihr am meiner Stelle tun?“ Ein offenes Gespräch darüber, was Ihnen schwer fällt, und wo Sie Hilfe brauchen, kann das gegenseitige Verständnis fördern.

Bitte schauen Sie in die Gegenwart und Zukunft, statt dauernd in die Vergangenheit. Die Erklärung, warum Sie die Kinder fortgegeben haben, und eine Entschuldigung sollten nun endlich genügen. Sie brauchen Ihre Kraft, um mit Ihren Kindern zu klären, wie Ihre Gegenwart und Zukunft liebevoll gestaltet werden kann. Dafür wünsche ich Ihnen Kraft und Glück!
Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag, gern war ich für Ihre Sorgen da und habe Ihnen meine Zeit gewidmet. Möchten Sie noch etwas wissen? Dann fragen Sie mich gern!

Sonst darf ich Sie höflich um eine freundliche Bewertung für meine Hilfe bitten, ohne die ich das von Ihnen angezahlte Honorar für meine Beratung nicht bekomme. Herzlichen Dank und alles Gute!

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