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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 23970
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Höllering ist jetzt online.

Hallo, ich hatte eben ein langes Gespräch mit meiner Schwester

Kundenfrage

Hallo,
ich hatte eben ein langes Gespräch mit meiner Schwester zu ihrer aktuellen schwierigen Lebenssituation. Sie hat im Gespräch immer wieder angedeutet, was ist wenn sie nicht mehr da ist und das das ja keinen kümmern würde etc. Ich deute das als erste Anzeichen für Selbstmordgedanken habe es aber nicht direkt angesprochen. Wie verhalte ich mich da am besten oder wo kann ich Hilfe für meine Schwester bekommen? Bin etwas ratlos!

Gruß
Jens
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Höllering hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dr. Höllering :

Guten Abend,

Dr. Höllering :

Sie haben tatsächlich Recht damit, Ihre Eindrücke ernst zu nehmen. Wenn jemand so etwas sagt, hat er sich doch schon mit dem Gedanken an Selbstmord beschäftigt. Zunächst bitte nicht auf sie einreden, dann behutsam nachfragen: "Willst du wirklich manchmal nicht mehr leben?" Wenn sie das zugibt, dann fragen: "Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie du dich umbringen würdest?" und als nächstes: "Hast du schonmal Vorbereitungen dazu getroffen?".

Dr. Höllering :

Je konkreter die Angaben sind, umso gefährdeter ist Ihre Schwester. Es ist aber wichtig, dass Sie ihr Selbstmordgedanken ernst nehmen und sie nicht von sich weisen! Bei starker Gefährdung versuchen Sie, ihr das Versprechen abzunehmen, sich nicht umzubringen bis zu einem definierten Tag. An diesem Tag muss der Pakt dann neu geschmiedet werden. Sagen Sie ihr, dass auch schwierige Situationen besser zu ertragen sind, wenn man ärztliche Hilfe hat. So hellt Johanniskraut die Stimmung auf, und man kann alles besser bewältigen. Sagen Sie ihr, dass das vielleicht schon ausreicht, so dass sie keine Angst haben muss vor "Chemie". Bieten Sie ihr an, sie zum Arzt zu begleiten, und versichern ihr, dass zunächst der Hausarzt ausreicht, Der wird dann die weitere Führung übernehmen.

Customer:

Ok soweit verstanden wenn sie sich aber weigert zum Hausarzt zu gehen, wer kann da mir weiterhelfen. Gibt es einen Psychologischen Notdienst für solche Fälle? Bin unsicher wie sie in so einem Gespräch reagiert und möchte im Zweifel eingreifen und Ihr Kind schützen!

Dr. Höllering :

Es gibt jederzeit die Möglichkeit, jemanden in eine geschlossene psychiatrische Abteilung einzuweisen. Aber nur dann, wenn eine Gefährdung des Patienten oder anderer (ihr Kind) besteht. Dafür ruft man meist den Notarzt über 112, der dann das Ordnungsamt alarmiert (nur mit dessen Einwilligung geht das). DAs ist natürlich dann eine sehr aufregende Sache, aber zur Lebensrettung durchaus manchmal angebracht!

Customer:

ok danke für die Infos ich werde dann einmal das Gespräch mit ihr suchen und das Thema vorsichtig ansprechen

Dr. Höllering und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.

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