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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24622
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, unsere Tochter hat sehr starke Schulangst entwickelt.

Kundenfrage

Guten Tag, unsere Tochter hat sehr starke Schulangst entwickelt. Sie ist 7 Jahre und geht in die 2. Klasse. Wir wissen wie sich die Schulangst entwickelt hat. Es begann schon im Kindergarten, auf den sie sich anfangs freute, doch nach kurzer Zeit wurde aus der Freude ein Weinen. Ich habe sie 2 Jahre jeden Tag in den Kindergarten weinend gebracht und abgeholt. Leider konnte ich nicht herausfinden warum. Wir entschieden uns sie aus dem Kindergarten zu nehmen. Nach einem vierteljahr beschlossen wir einen neustart in einem anderen Kindergarten. Und siehe da, vom 1.Tag an ging sie gerne und ohne Tränen bis sie eingeschult wurde. Auch von der Seite der Erzieherinnen war mit ihr alles in Ordnung. Sie freute sich wieder auf die Schule. Nach 6 Wochen wurden wir zu einem Elterngespräch eingeladen. Es war aber kein Elterngespräch sondern ein Verhör, in dem alles mitgeschrieben wurde. Es wurde uns mitgeteilt, dass unsere Tochter Wahrnehmungsstörungen und Rechenschwäche hätte. Daraufhin haben wir sie testen lassen. Ergebnis: alles soweit "NORMAL", außer einer kleinen Entwicklungsverzögerung.
Die Lehrer machten sehr viel Druck auf uns. Es hieß, sie müsste in eine Psychotherapie und zu einer Diskalkulietrainerin, obwohl kein Test vorlag. Mit der Zeit verlor Sie das komplette Interesse an der Schule und blockierte innerlich total Hausaufgaben gingen gar nicht mehr. Sie wurde von Ihrer Lehrerin weggesetzt und hatte somit keine Nachbarin mehr. Auch auf Klassenausflügen mußte Sie im Bus "alleine" sitzen. Sie fühlte sich ausgeschlossen und bekam ab 2.Schuljahr des öfteren Bauchschmerzen. Wir beschlossen Sie auf eine andere Schule zu geben. Leider passierte am 1. Tag folgendes: Massive Angstzustände, erbrechen nicht in die Schule wollen. In unseren Augen ist Sie ein ganz "NORMALES" Kind, sie verliert von Tag zu Tag ihre Authentizität, ihre Talente gehen stückweit verloren. Wir wissen das sie Angst hat sich selbst zu verlieren und nur für die Gesellschaft zu funktionieren. Unsere Familie funktioniert nicht, sie lebt. Nun die Frage an Sie. Da Schulpflicht besteht, wie können wir diesen Kreislauf der jetzt beginnt, (Schulpsychologe, Jugendamt, Erziehungsberatung....) unterbrechen/ umgehen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.

hoellering :

Guten Tag,

hoellering :

der von Ihnen genannte Kreislauf sollte mit der Realität Ihrer Tochter nichts zu tun haben! Warum nach Psychologe Jugendamt und Erziehungsberatung??

hoellering :

Von außen sehe ich nur die Fakten: Ein tief verunsichertes Kind, das trotz aller Mühe und Liebe ihrer Eltern zunehmend ängstlich wird und schon viel erdulden musste.

hoellering :

Was spricht denn gegen die Vorstellung bei einer guten Kinderpsychologin?? Deren Aufgabe wäre es, die tiefen Ängste Ihrer Tochter hervorzuholen und mit ihr gemeinsam zu bewältigen. Ohne fachlich versierte Hilfe wird es nicht gehen; das haben die Schulwechsel und Erlebnisse Ihrer Tochter ja gezeigt. Nicht, weil sie nicht "normal" wäre (viele normale Menschen holen sich mal Unterstützung beim Psychotherapeuten!), sondern weil durch die unglückliche Entwicklung zuvor ihre Ressourcen und Kräfte über Gebühr strapaziert wurden. Nun gilt es, Sicherheit, Selbstvertrauen, Lebensfreude zu gewinnen; das kann sie mit professioneller Hilfe am besten, denn ein unvoreingenommener Profi geht ganz anders an sie heran, als ein leibender Elternteil oder ein voreingenommener Lehrer.

hoellering :

Darum wäre mein Rat, sie bei einer netten Kinderpsychologin vorzustellen. Damit haben Sie nicht ur Ihrer Tochter Gutes getan , sondern auch der Schule gezeigt, dass auch ohne weitere Behörden Hilfe für Ihre Tochter unterwegs ist.

hoellering :

In einem darf ich Ihnen aber Mut machen: Eine Siebenjährige, so klug und sensibel sie sein mag, ist nicht in der Lage, zu befürchten "sich selbst zu verlieren und nur noch für die Gesellschaft zu funktionieren". Sie ist nur unglücklich und kommt mit den Institutionen nicht klar; was das aber weiterreichend bedeuten kann, kann sie zum Glück nicht ermessen.

JACUSTOMER-8jpbw2vk- :

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wir waren schon bei einer Kinderpsychologin, haben aber leider keine gute Erfahrung gemacht. Sie sah das unsere Tochter privat Patient ist und sagte zu mir:" naja, da kann ich ja die Doppelstunde abrechnen." Toll! Da war ich natürlich bedient. Auch unsere Tochter fand den Umgang nicht so prickelnd. Ich muß auch noch etwas hinzufügen zu unseren beruflichen Situation. Mein Mann und ich befassen uns schon mehrere Jahre mit demThema Mensch und Gedankengut. Mein Beruf ist Entspannungstrainer / Meditationslehrer und mein Mann ist Personal Coach&Psychologischer Berater. Von daher ist es manchmal nicht so einfach mit so einer Situation umzugehen, sonst würde ich Ihnen nicht schreiben. LG.

hoellering :

Ich hatte mir Ähnliches schon gedacht; darum schrieb ich ja, dass ein unvoreingenommener Blick so wichtig ist, und auch eine entsprechende Hilfe. Evtl. wäre auch nach Ihren zweifelhaften Erfahrungen mit der Psychologin ein Kinderpsychiater hilfreich. Begeisterung wird der erste Kontakt bei Ihrer Tochter nie hervorrufen, aber Vertrauen solle schon aufkommen können.

hoellering :

Über www.jameda.de finden Sie gut bewertetet Kolleginnen und Kollegen in Ihre Nähe. Unabhängig davon könnten Sie, je nach Weltanschauung, über eine Monteesori- oder Waldorfschule für Ihre Tochter nachdenken.

hoellering :

Da Sie den Chat verlassen haben, wünsche ich Ihnen, dass sich bald eine gute Lösung findet, und alles Gute für Ihre Tochter!

hoellering :

P.S. "Montessori" meinte ich natürlich...

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

gern habe ich mich mit Ihrem Problem auseinandergesetzt und mir intensive Gedanken darüber gemacht, wie man Ihrer Tochter am besten gerecht wird.

Wenn Sie noch eine Frage haben, stellen Sie sie mir gern. Falls nicht, bitte ich Sie, mit einer freundlichen Bewertung dafür zu sorgen,dass Ihr angezahltes Honorar mich auch erreicht.

Herzlichen Dank!