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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24390
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo meine Freundin hat die Diagnose Borderliner und hat

Kundenfrage

Hallo

meine Freundin hat die Diagnose Borderliner und hat vor kurzem sich den Pulsader aufgeschlitzt. Sie hat schon innerhalb der letzten 6 Monaten 4 mal versucht sich zu verletzten. Sie will sich nicht umbringen aber ein Hilferuf ist es aufjedenfall. Momentan ist sie in der intensiv station in ZI Mannheim aber heute haben sie ihr ein Vollmacht vom Amtsgericht fuer ihre verlegung nach dem Psychiatrichem Zentrum Nordbaden Wiesloch) gezeigt.Meine Freundin will Hilfe & Therapie fuer ihre psychische Probleme aber hat sehr viel Angst das sie nur mit Medikamente ruhig stellen und eine nicht zumutbare Behandlung verwenden.

Wie kann man verhindnern das sie nach Wiesloch kommt? In ZI Mannheim sagen sie ihr das ich habe sie verlassen habe obwohl das nicht stimmt. Sie versuchen auch ihr einzureden das ich am letzen Dienstag nicht zu besuch war obwohl ich ihr ihre Klamotten persønlich gegen habe. Ich frage mich was soll das alles?

Wie kann ich ihre verlegung verhindern und eine zumutbare Therapie in ZI Mannheim fuer sie erlangen? Wie stehen meine Chancen wenn ich einen Rechtsanwalt fuer das Gespræch mit ZI Mannheim einschalte?
mfG

Pål-Eric Lyngvær
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

bei psychisch Erkrankten muss man unterscheiden zwischen "Ritzen", was zwar ziemlich weh tut und psychische Entlastung bringt, aber niemals gefährlich wird, und dem echten Versuch, sich die Pulsadern zu eröffnen. Wenn Ihre Freundin auf der Intensivstation liegt dann war es gefährlich tief und ein echter Suizidversuch; weit mehr, als ein Hilferuf!

Aber das nur nebenbei. Hier geht es um das Aufenthaltsbestimmungsrecht, was Ihre Freundin normalerweise selber hat, was aber wegen "akuter Eigengefährdung" vom Amtsgericht vorübergehend übernommen werden kann. Dagegen könnte man mit anwaltlicher Hilfe klagen; mit fraglichem Erfolg, so lange Ihre Freundin noch suizidgefährdet ist.

Ganz klar ist mir aber nicht, warum Sie befürchten, dass sie in Wiesloch schlechter aufgehoben wäre als in Mannheim? Das ist eine renommierte psychiatrische Klinik, und obendrein ein Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. Allein das verpflichtet schon zu einer hochwertigen Therapie! "Ruhigstellen" ist hier überhaupt nicht angesagt, sondern eine Mischung aus antidepressiver, medikamentöser, und intensiver Gesprächstherapie.

Ich würde mir in Ruhe erläutern lassen, warum die Weiterbehandlung nicht in Mannheim erfolgen kann (evtl. ein Platzproblem? Kliniken sind oft überfüllt!). Dafür brauchen Sie keinen Anwalt. Sobald übrigens die akute Eigengefährdung abgeklungen ist, kann Ihre Freundin wieder selber bestimmen, wo sie sein will. Die meisten bleiben dann freiwillig in ihrer Klinik, um eine intensive Basis für die darauf folgende ambulante Weiterbehandlung zu erlangen.

Da Sie "Ungereimtheiten" im ZI bemängeln, wäre es doch erst Recht nicht sinnvoll, dort zu bleiben; Vertrauen ist wichtig, wenn es um psychiatrische Belange geht.

Ich wünsche Ihrer Freundin und Ihnen alles Gute!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag, ich habe Ihre Frage fachgerecht beantwortet, und Sie haben meine Antwort gelesen. Falls Sie noch eine Nachfrage haben oder eine weitere Erklärung brauchen, schreiben Sie mir gerne noch einmal. Falls nicht, würde ich mich über eine Honorierung durch eine freundliche Bewertung freuen. Herzlichen Dank und alles Gute!

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