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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24202
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, ich weiss, dass ich unter einer schweren Depression

Kundenfrage

Hallo, ich weiss, dass ich unter einer schweren Depression leide, aber egal wen ich in meinem Wohnort an Psychotherapeuten anrufe, alle haben bis zum nächsten Jahr keine Termine frei, teilweise Wartezeit bis zu 15 Monaten. Ich war schon beim diakonischen Amt, aber dort gibt es nur eine kurze Beratung, da sie kein Geld von den Krankenkassen kassieren dürfen. Durch einen Suizidversuch von mir hatte meine Freundin Kontakt zu einem Polizeipsychologen, aber der ist in erster Linie nur dazu da, bei akuten Problemen eine Einweisung zu veranlassen.
Wo bekomme ich Hilfe? Ich bin 44, berufstätig und Mutter einer 2jährigen Tochter.
Lieben Gruß
Claudia
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

Psychotherapeuten braucht man bein einer schweren Depression erst in zweiter Linie, in erster Linie einen Psychiater oder, wenn auch der keine Termine für Sie hat, seinen Hausarzt. Da muss ein Gespräch erfolgen mit dem Ziel herauszufinden, wie schlimm es wirklich ist. Je nach Ausprägung Ihrer Beschwerden wird man den nächsten Schritt gehen: Ihr Arzt kann Sie mit einem stimmungsaufhellenden Medikament versehen (pflanzlich oder chemisch, je nach Bedarf) und dann mit Ihnen gemeinsam das Weitere überlegen. Wenn Sie in einem wirklich tiefen Loch stecken, sollten Sie einen Klinikaufenthalt überlegen. Bei unseren Landeskliniken in Warstein z. B. ist die Depressionsstation für Frauen ungeheuer beliebt, weil man dort so gut aufgehoben ist. Man bekommt Gespräche, Kunsttherapie und Medikamente, falls nötig, und den Platz auch nicht so spät, wenn es wirklich dringend ist (auch ein Hausarzt kann Ihnen eine Einweisung für eine ähnliche Klinik in Ihrer Nähe schreiben).
Wenn Sie sogar schon an Selbstmord gedacht haben (was ich nicht hoffe), oder das gar immer wieder tun, ist die Klinik die einzig vernünftige Lösung, um Sie zu schützen. Falls nicht, ist sie dennoch eine gute Alternative; auf den offenen Stationen ist man ja frei, dorthin zu gehen, wo man will.
Dennoch würde ich mir von der örtlichen Ärztekammer ein Psychotherapeutenverzeichnis kommen lassen und schon jetzt versuchen, auf eine Warteliste zu kommen. Eine Psychotherapie wird auch in einem halben Jahr oder später noch hilfreich sein.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

zwischen einem Psychotherapeuten, Psychiater oder Allgemeinarzt habe ich im Moment nicht den großen Unterschied gemacht. Ich bin vor zwei Jahren zugezogen, und überall heisst es Patientenaufnahmestopp. Ich möchte aber nicht mehr nackt mit 10 Messern auf dem Balkon sitzen, mehrere Stunden mich im Kleiderschrank oder in der Garage verkriechen...

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
ich brauche jetzt Hilfe und möchte nicht bezahlen, um mich auf Wartelisten zu verweisen, was ich schon lange getan habe. Habe Angst, wenn meine "Zustände" bekannt werden, meinen Job und das Kind zu verlieren...
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 4 Jahren.
So schlimm ist es? Dann bekommen Sie jederzeit eine Aufnahme in einer psychiatrischen Klinik! Sie müssen nur Ihren Ärzten sagen, wie schlimm es um Sie steht. Landeskrankenhäuser sind verpflichtet, jeden (!) Patienten in Not aufzunehmen!

Insofern habe ich Sie nicht nur auf die Warteliste verwiesen; auch haben Sie anscheinend noch keine Medikamente, dabei können die unheimlich hilfreich sein.

Information finden Sie hier; Therapie können Sie nicht finden, die geht aus der Ferne nicht... Aber Sie können mir schreiben, was Sie sich noch erhoffen, vielleicht kann ich helfen.

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