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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24382
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Liebes Just-Answer-TeamWir sind total verzweifelt und wenden

Kundenfrage

Liebes Just-Answer-Team


 


Wir haben untenstehende Frage eingereicht. Auf der Seite wurde dann eingeblendet, dass sich ein Experte darum kümmert. Plötzlich war diese Meldung wieder weg. Ist die Frage irgendwo "zwischengelagert" worden oder ist sie in Bearbeitung? Soll ich die Frage nochmals stellen? Danke!


 


Wir sind total verzweifelt und wenden uns darum an Sie. Meine Frau leidet an einer schweren ADS. Sie nimmt Ritalin, wenn im Geschäft hohe Konzentration gefordert ist und als flankierende Massnahme Deroxat. In letzter Zeit hat die Müdigkeit ernorm zugenomen. Man hat eine obstruktive Apnoe diagnostiziert, welche verhindert, dass nachts eine REM-Phase erreicht wird (der Körper lässt keine Tiefschlafphase zu, weil er Angst hat, zu ersticken). Mit einer Operation im Rachen und einer Zahnschiene konnten die Anzahl Apnoe reduziert werden und auch die REM-Phasen waren länger. Trotzdem liess die Müdigkeit nicht nach. Bei Abklärungen wurde herausgefunden, dass Deroxat als Nebenwirkung Schlafstörungen bewirken kann. Deshalb hat sie in Absprache mit ihrer Ärztin von Deroxat auf Valdoxan umgestellt. Ab dem 02.06.12 hat sie 25 mg Valdoxan genommen und parallel dazu das Absetzen von Deroxat begonnen. Sie hat über 10 Jahre Deroxat genommen. In der Regel 20mg, diesen Frühling erhöht auf 40 mg. Am 06.12.12 hat sie von 40 auf 30 mg reduziert, am 14.06.12 von 30 auf 20 mg und am 22.06.12 von 20 mg auf 0 mg. Das komplette Absetzen war nicht geplant. Sie hatte auf einer Reise vergessen, das Deroxat mitzunehmen und hat es darum nicht mehr genommen. Sie war am 03.07.12 bei der Ärztin. Diese hat ihr empfohlen, nicht nochmals mit Deroxat zu beginnen, zumal sie Valdoxan nun schon einen Monat nimmt und dies die Wirkung von Deroxat ersetzen sollte. 2 Tage später kam der totale Absturz: Schwindel, Übelkeit, totales Chaos im Kopf, Heulkrämpfe. An Schlafen konnte nicht mehr gedacht werden. Mit Tabletten gegen Übelkeit (Motilium und Itinerol B6) und mit Schlaftabletten (Stilnox) konnte erreicht werden, dass sie Schonkost (Brei, Milchreis, Zwieback, etc.) essen konnte und nachts schlafen konnte. Der Zustand scheint sich aber nicht zu bessern. Unsere Frage: Soll wieder mit Deroxat begonnen werden und dann ganz sanft ausgeschlichen werden (über Wochen mit sehr langsamer Reduktion) oder ist nach 3 Wochen ohne Deroxat nun das Übelste überstanden? Wie lange ist noch mit „Entzugserscheinungen“ zu rechnen? Wie könnten diese gelindert werden? Vielen Dank für Ihre Antwort. Freundliche Grüsse. Dieter Schmid

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

Ihre "alte" frage konnte ich nicht mehr finden, sie ist wahrscheinlich tatsächlich versehentlich gelöscht worden.

Zu Ihrer Frage: Wenn Ihre Frau nach 4 Wochen Valdoxan so dekompensiert, muss man leider davon ausgehen, dass dieses eigentlich gut verträgliche Mittel bei Ihrer Frau nicht wirksam ist. Das wäre nicht ungewöhnlich, weil jedes Antidepressivum nur ca. 60% der Patienten erreicht; darum muss man oft mehrere ausprobieren, bevor man ein wirksames gefunden hat.

Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen den im Beipackzettel erwähnten Schlafstörungen durch Deroxat (zentral bedingt, also aus dem Gehirn kommend) und dem, was Ihre Frau zeigt (Kollaps der Atemwege). Darum tendiere ich dazu, Deroxat wider anzusetzen, weil es ihr gut geholfen hat, und noch einmal eine Schlaflaboruntersuchung unter der Medikation zu machen. Falls immer noch eine obstruktive Störung besteht, könnte man an die Verschreibung einer CPAP- Maske denken, um die Tagesmüdigkeit zu verringern.

Ihrer Frau und Ihnen alles Gute!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Liebe Frau Hoellering. Vielen dank für Ihre Antwort. Eine Nachfrage: "Wenn Ihre Frau nach 4 Wochen Valdoxan so dekompensiert..." - was meinen Sie mit dekompensiert? Ich verstehe diesen Begriff nicht.


Danke für eine kurze Präzisierung.


Freundliche Grüsse. Dieter Schmid

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Entschuldigen Sie bitte den Fachausdruck!

"Dekompensieren" heißt "zusammenbrechen" oder "aus der Bahn geraten".
Dr. Gehring und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe Frau Hoellering. Vielen Dank. Sehr hilfreich. Einen schönen Tag!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Den wünsche ich Ihnen auch!

Ich freue mich ,dass ich Ihnen helfen konnte.

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