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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 24403
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Abend,ich habe folgendes Problem: Ich (48 J.) war mit

Kundenfrage

Guten Abend, ich habe folgendes Problem: Ich (48 J.) war mit meiner Freundin (35 J.) 3 Monate zusammen, dann habe ich sie kurzfristig verlassen, um zu meiner Frau zurückzukehren, nur um dann festzustellen, dass dies ein Fehler war. Nun sind meine Freundin und ich seit 2 Monaten wieder (vorsichtig) zusammen. Sie hat aber immer wieder Momente, in denen sie uns aufgeben möchte, weil ihr dies und ihre anderen Belastungen (Kind, gerade Haus gekauft, Familie nicht sehr erfreut über unseren erneuten Versuch) zu viel werden. Wenn ich dann in Ruhe mit ihr Rede beruhigt sie sich wieder. Sie will uns unbedingt und ist sich ihrer Liebe auch ganz sicher (sagt sie und spüre ich auch), hat auch Zukunftsbilder im Kopf, wie wir später zusammenleben. Ich denke, sie hat dann immer wieder Verlustangst, die kurzfristig die Kontrolle über sie gewinnt ... Was kann sie tun, um sich nicht in diese Angst reinzusteigern und sich aus diesem Gedankenrad zu ziehen? Danke & Gruß, Xxxxxxxxx
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

zunächst brauche ich ein bisschen mehr Information: Wer hat ein Kind mit wem? Wer hat ein Haus gekauft? Ist oder war Ihre Freundin in einer Beziehung vor Ihnen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Oh, ja, das war vielleicht etwas kurz beschrieben. Sie hat ein Kind (Tochter, 5 J.) und sie hat in den 4 Wochen, die ich weg war, ein altes Haus gekauft, dass nun renoviert werden muss. Meine Freundin ist seit 2 Jahren von dem Vater der Tochter geschieden (Beziehung dauerte rd. 8 Jahre) - hat in dieser Beziehung auch schon ein hin und her mitgemacht. Der Ex-Mann hatte eine Affäre, sie verlassen, dann nochmals versucht, nach 1,5 Jahren hat sie herausgefunden, dass er sie wieder betrügt, das war dann das Ende.
Ich bin direkt aus meiner Ehe mit ihr zusammengekommen (allerdings ohne zeitliche Überlagerung ...).
Danke für Ihre Hilfe.
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke! Nun sehe ich klarer.

Ihre Freundin hat jedenfalls ganz schön viel Mumm in den Knochen, dass sie das Haus alleine fertig machen wollte! Sie braucht jetzt, gerade angesichts der schlechten Erfahrungen mit ihrem Exmann, tatsächlich mehr Sicherheit als andere Frauen (sie wird sich fragen: "Bin ich immer die, die man nimmt, wenn nichts Besseres da ist?"...) Auch, wenn das absurd ist). Sie muss also lernen, dass sie das Beste ist, was Ihnen passieren konnte. Sie müssen für Sie ein Fels in der Brandung sein, weniger mit Worten, als mit Taten. Zuverlässig da, wenn die Tochter Hilfe braucht oder ein Handwerker kommen will, wenn sie nicht kann. Wenig fordernd, sondern zunächst mehr gebend als nehmend. Sie werden sich ihr Vertrauen verdienen müssen, weil sie allen Grund hat, sich Ihrer nicht sicher zu sein.

Von Ihrer Seite sieht die Sache viel einfacher aus: Sie sind vorübergehend zu Ihrer Frau zurückgegangen, weil Sie sich vielleicht schuldig fühlten oder sich nicht ganz sicher waren oder die Planung halt so war, weil Sie es versprochen hatten, weil Sie sie nicht bekümmern wollten oder warum auch immer. Alles gute Gründe; aber das zweite Scheitern hat SIE bombensicher gemacht, dass Ihre Ehe wirklich am Ende ist.

Ihre Freundin sieht nur: "Er kommt, erzählt verliebtes Zeug, geht wieder, kommt wieder... Was soll ich nun glauben? Vielleicht überlegt er es sich übermorgen wieder anders!". Diesen Blickwinkel sollten Sie verstehen lernen und ihr auch klar machen, dass Sie das tun. Danach sind mehr Taten als Worte gefragt.
Ich wünsche Ihnen Glück!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Höllering,
Ja, danke. Das versuche ich schon, reicht aber nicht. Dazu kommt, dass wir die Tochter im zweiten Versuch erstmal raushalten wollen. Das Haus möchte sie selbst machen, meine Hilfe ist im Moment noch nicht, was sie möchte. Also sehen wir uns im Moment auch nicht sehr oft - und ich habe den Eindruck, die Angst kommt immer dann, wenn wir uns gesehen und eine besonders schöne Zeit miteinander hatten.

Meine Frage war allerdings auch nicht, was ICH machen kann, sondern was sie SELBST machen kann, um den Zweifel und Ängsten zu begegnen und sich an ihr eigenes Zukunftsbild und Ziel zu erinnern. Wie kann sie selbst die schwachen Momente meistern? Wissen Sie, was ich meine??
Danke & Gruß
Xxxxxxxxx Xxxxxxx
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ganz schnell: Bitte löschen Sie Ihren Namen, dass man Sie nicht googlen kann! Gleich mehr.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wie kann ich den löschen???
Danke für den Tip!!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Auf "Ändern" drücken? Haben Sie den Button? Oder den ganzen Beitrag löschen? Hier ist meiner:

So, jetzt habe ich Sie verstanden. Sie muss ich vor Augen halten, dass ihre Zweifel nicht unbedingt durch Sie begründet sind, sondern in ihrer Vergangenheit wurzeln. Wenn diese nicht richtig aufgearbeitet wurde, sollte sie das tun. Das muss nicht mit einem Psychologen sein, sondern ruhig auch mit einer guten Freundin. Sie demonstriert Stärke mit ihrem Alleingang, sollte aber lernen, zunächst vor sich selbst Schwäche zuzulassen.
Hilfreich ist immer die Frage: Wo möchte ich in 5, in 10 Jahren sein? Stelle ich mir mich in dem Haus alleine vor, oder mit Partner? Wo will ich mich hinwenden, wenn ich doch schwach bin? Wem möchte ich dann meine Geschichten erzählen, mit wem Freude teilen? Kann ich damit leben, dass mein eben anders verlaufen ist, als ich mir das vor 15 Jahren vorgestellt habe? Habe ich meinen Frieden damit gemacht?

Schwache Momente muss sie gar nicht meistern, sondern zulassen. Sie hat ja Gründe für Zweifel, nur dürfen die nicht überhand nehmen.
Denn: Zwei Monate sind eine kurze Zeit. Es ist denkbar, dass sie Ihnen ganz von alleine immer ein wenig näher kommt, weil die erlittene Kränkung abflaut.

Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

das mit dem Löschen hat ja geklappt :-)

Sie haben meinen letzten Beitrag gelesen. Haben Sie noch eine Frage dazu? Sonst würde ich mich über eine Honorierung mit einer freundlichen Bewertung freuen!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Höllering,
entschuldigen Sie die späte Antwort. Erstmal danke für den Löschtip, musste ich allerdings über den Support machen, hat aber super geklappt.
Zu Ihrer Antwort: Hmm, so richtig hilft das akut natürlich nicht. Ihre Gedanken zur Aufarbeitung verstehe ich, aber das hilft in diesen Momenten ja nicht. Gibt es keine Möglichkeit der Intervention aus verhaltenspsychologischer Sicht, die dazu führt, dass sie sich zumindest nicht soweit in diese Negativ-Gedanken reinsteigert, dass sie sofort alles wegwerfen möchte? Wie Sie schon richtig schreiben, diese Gedsanken dürfen eben nicht überhand nehmen ... dazu bräuchte ich bitte noch einen Rat.
Danke & herzlichen Gruß!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

Es gibt nichts zu entschuldigen! Es ist nur immer etwas verwirrend, wenn ein intensiverer Dialog abbricht.

Sie haben Verhaltenspsychologie" erwähnt, und das ist das Stichwort. Ihre Freundin müsste die Bewältigungsstrategien einüben! Das aber funktioniert nur, wenn sie das will und sich intensiv damit beschäftigt. Hier setzen meine Zweifel an: Will sie das? Ist ihr Leidensdruck dafür groß genug, oder leiden Sie mehr? Ich fürchte, dass sie weder Lust noch Zeit hat, sich einer Psychotherapie zu unterziehen.

Darum sehe ich nur eine "kleine Lösung": Dass sie sich eine kleine Notiz darüber macht, was sie eigentlich will, und sich bei destruktiven Tendenzen ein inneres "Stoppschild" vorhält und diese Notiz liest. Vielleicht erlaubt sie Ihnen auch, an dieses Stoppschild zu erinnern, wenn es zerstörerisch wird. Aber dazu ist ein eigener fester Wille nötig und ein gewisser Leidensdruck. Hat sie den nicht, können Sie nur an sie appellieren, um Ihretwillen einen Strudel der Abwehr und des Pessimismus nicht zuzulassen. Das bedeutet aber, dass Sie ihr gegenüber offen legen, wie tief Sie diese Fluchttendenzen bekümmern.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Höllering,
vielen Dank! Da war ich ja nicht so schlecht, diesen Zettel gibt's schon, hilft aber nicht. So, zum Abschluß noch 2 allerletzte Fragen, dann haben Sie mir trotzdem ein bisschen geholfen: Für wie "gefährlich" halten Sie diese "Wegwerfversuche", wie ernst muß ich diese eigentlich nehmen? Könnte es sein, dass es (unterbewußte) Versuche sind zu testen, ob ich dies durchstehe und sie nicht einfach wieder aufgebe?
Danke & schönen Abend!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

Den Eindruck, dass Sie psychologisch schlecht sind, hatte ich nie!

Ich glaube, dass die "Wegwerfversuche" Befreiungsschläge" sind, die nicht dazu da sind, Sie unbewusst zu testen, sondern nur, um freier denken und handeln zu können. Also nicht wirklich gefährlich für Sie. Viel Glück!
Dr. Gehring und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für Ihre Antworten und Ihre Geduld ;-)
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 5 Jahren.
Aber gern! So viel Geduld brauchte ich gar nicht :-)
Herzlichst, Dr. Höllering

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