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Dr. G. Gleich
Dr. G. Gleich, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 191
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Hypnose, Paartherapie
61964095
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Dr. G. Gleich ist jetzt online.

ich bin derzeit in die abhängigkeit von einer Frau geraten,

Kundenfrage

ich bin derzeit in die abhängigkeit von einer Frau geraten, sie selbst hat traumatische Erfahrungen mit Bindungen bereits im Elternhaus erlebt, ist daher Beziehungsscheu.
Auch ich habe negative Erfahrungen hinter mir, die jedoch offenbar eher zu Verlustängsten geführt haben. Da meine Partnerin ihre Gefühle nie richtig gezeigt, formuliert hat, hat dies in mir eine enorme Ungewissheit ausgelöst. Ein Teufelskreis begann aus Suche nach Nähe meinerseits und suche nach Distanz ihrerseits. Hinzu kam die Unmöglichkeit, dieses Thema zu kommunizieren, ständig sofort offener Streit, in dem sie meist "dicht" machte.
Nun sind wir seit 2 wochen getrennt und ich habe nun in meiner Not eine Psychotherapie aufgenommen, um meine Verlustangst und mein Klammern in den Griff zu bekommen.
Macht es aus ihrer Sicht Sinn, ihr zu schreiben und dabei den ein oder anderen "link" auf Internetseiten zu unserem Thema aufzuführen in der Hoffnung, sie schaut sich dieses Thema mal aus sicherer Distanz an?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Dr. G. Gleich hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja, das macht absolut Sinn. Sie könnten ihr allerdings auch sagen, dass es sehr hilfreich für Ihre eigene Therapie wäre, wenn sie dem Therapeuten ihre Eindrücke von Ihnen berichten würde. Sie bitten sie also im Namen des Therapeuten, diesem bei der Klärung Ihrer Probleme zu helfen. Das ist tatsächlich so üblich, als Therapeut ist man oft auf Fremdeinschätzungen angewiesen. Meist klappt es auch, auf diese Weise Menschen, die gar nichts von Psychotherapie halten, in die Sitzungen zu kriegen. Ihr Therapeut wird dabei mitspielen, hätte es vermutlich sogar selber angeregt, wenn Sie ihm nicht zuvor kommen würden. In der Sitzung könnte der Betroffenen dann durch geschickte sokratische Fragen ihr eigener Anteil an den Problemen in der Beziehung klar gemacht werden. Sie würde vermutlich überzeugt werden, dass auch sie den Anspruch haben darf, dysfunktionale Emotionen loszuwerden. Der Therapeut könnte ihr dann geeignete Therapeuten empfehlen. Die gemeinsamen Sitzungen hätten indirekt paartherapeutischen Charakter, so dass auch die Beziehung wieder eine Chance hätte. Allerdings wir das dennoch einige Zeit dauern, Bindungsstörungen werden eben nicht so leicht geheilt. Aber wenn Sie lernen (vom Therapeuten), wie Sie sich ihr gegenüber verhalten müssen, können Sie die Beziehung durchaus am Laufen halten. Beide würden extrem davon profitieren.

 

Viel Erfolg!

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