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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
51941891
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drwbischof ist jetzt online.

Ich nehme seit über 1 Jahr Elontril 750 mg und 25 mg Doxepin

Kundenfrage

Ich nehme seit über 1 Jahr Elontril 750 mg und 25 mg Doxepin gegen schwere Depressionen, Angststörungen und Antriebslosigkeit
Nun weigern sich inzwischen 3 Ärzte, mir mein benötigtes Medikament zu verschreiben. -Meine Hausärztin hat mich nun sogar fadenscheinig als Patientin komplett abgelehnt, ich sei ihr zu teuer.-
Ich bin inzwischen so am Boden zerstört, alles dreht sich und fühle mich wie ein einziges Elend, dass ich nirgendwo mehr selbst hingehen kann...Ich bin alleinerziehend.
Was kann ich tun, damit mir sofort mein Medikament verschrieben wird?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

das Doxepin dürfte kein Problem sein. Problematisch ist die deutlich erhöhte Elontrildosis. Die max. Dosis beträgt 300 mg 1 x tgl. Bei einer höheren Dosis besteht ein erhöhtes Risiko für epileptische Anfälle. Diese sind in den letzten Jahren gehäuft beobachtet worden. Ich kenne eine Patienten unter Elontril 300mg, die sich bei einem Treppensturz während eines Anfalls schwer verletzt hat. Deshalb kann eine höhere Dosis nicht vertreten werden.

Für den behandelnden Arzt besteht ein doppeltes Risiko. Zum einen bekäme er ernsthafte Probleme, wenn ihnen oder jemand anderem (Anfall beim Autofahren) bei einer Dosis über 300 mg etwas zustoßen würde, zum anderen läuft er Gefahr, die Medikamente selbst bezahlen zu müssen, da er aufgrund des Risikos und der festgelegten Höchstdosis eine Dosiserhöhung um 450 mg nicht begründen kann.

Ich würde ihnen daher dringend raten, mit ihrem Arzt eine Umstellung auf ein anderes Antidepressivum zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. W. Bischof
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,
ich möchte keineswegs eine Umstellung, da ich schon vieles andere hinter mir habe, davon Gelenkprobleme, Immobilität wg. starker Gewichtszunahme zusätzlich bekam und derzeit mit der Dosis ganz zufrieden war.
Auto fahre ich nicht, bediene keine Maschinen o.ä.-Selbstverständlich hatte ich mich anfangs auch über die "krampfenden" und alle Nebenwirkungen ausführlich informiert...

Aber das ist nicht mein Problem:
- Ich vertrage diese Dosis seit über einem Jahr sehr gut und finde z.Zt. generell keinen Arzt, der mir Elontril verschreibt. Egal in welcher Dosierung.
-Wie gefährlich kann nun vielmehr das schlagartige Absetzen von 750 mg werden?
Womit ist zu rechnen?

Endlich hift mal ein Medikament gut, dann machen Ärzte plötzlich Mätzchen, nachdem man "angefüttert" u. darauf angewiesen ist.
Ich bin sehr ärgerlich ob eines solchen unsinnigen Theaters.

Freundliche Grüsse,
A.Sander
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
P.S.: Seit Januar 2011 konnte die stetig höhere Dosis doch Monat für Monat problemlos begründet werden.
Ich kann nur nicht mehr zu diesem Arzt gehen und finde nun keine akzeptable Alternative!
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

sie dürften Elontril nicht schlagartig absetzen, sondern müssten es im Laufe einiger Wochen absetzen.
Es war grundsätzlich nicht in Ordnung, ihnen das Medikament überhaupt in der jetzigen Dosis zu verordnen. Somit kann ich ihren Ärger verstehen.

Es gäbe eventuell eine Möglichkeit. Sie könnten sich in einer psychiatrischen Institutsambulanz (einer Klinik) vorstellen und den Medikamentenspiegel und die Geschwindigkeit ihrer Verstoffwechslung bestimmen lassen. Es gibt Menschen, die ihre Medikamente so schnell abbauen, dass sie tatsächlich höhere Dosierungen als vorgeschrieben benötigen, die sich dann auch medizinisch begründen ließen. Im Übrigen sollte die Verordnung von 300 mg tgl. weder in einer Ambulanz noch bei einem niedergelassenen Psychiater ein Problem sein.

Eine medikamentöse Alternative könnte Moclobemid sein, ein Medikament, das ebenfalls aktiviert ohne die üblichen Nebenwirkungen der anderen Antidepressiva zu haben.

Mit freundlichen Grüßen, W. Bischof
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

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Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was möchten sie mir damit sagen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,
die letzte Dosis kam bereits von der hiesigen Institutsambulanz und wie gesagt, ich habe sie sehr gut vertragen. Recht unwahrscheinlich, dass ich nach 1 1/2 Jahren plötzlich anfallsartig reagiere.(Moclobemid nehme ich garantiert nicht nochmal!)
Was kann nun beim schlagartigem Absetzen von 750 mg Elontril u.U. passieren?

" Im Übrigen sollte die Verordnung von 300 mg tgl. weder in einer Ambulanz noch bei einem niedergelassenen Psychiater ein Problem sein."
Dies ist doch mein Anliegen, da es eben Spießrutenlauf und das absolute Problem ist. (Siehe ursächliche Frage! Was kann ich tun, damit mir mein Medikament wieder umgehend verschrieben wird!))

MfG,
A.Sander
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
1) Bei schlagartigen Absetzen können schwere Depressionen mit ausgeprägter Antriebsminderung auftreten.

2) Weshalb ihnen die 300 mg nicht verschrieben werden, verstehe ich nicht, dafür gibt es keinen vernünftigen Grund, zumindest nicht beim Facharzt.

Gerade Institusambulanzen sind in der Regel sehr großzügig, auch mit teureren Medikamenten, da sie meines Wissens keinem Regressrisiko (Rückzahlung von Med.-Kosten) unterliegen. Vielleicht sprechen sie dort nochmals vor.

Was die 750 mg betrifft, verweise ich auf das oben Gesagte.

Ihnen Alles Gute, Dr. W. Bischof

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