So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an drwbischof.
drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
51941891
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
drwbischof ist jetzt online.

Mein Bruder ist meiner Meinung nach Alkoholkrank und wird sehr

Kundenfrage

Mein Bruder ist meiner Meinung nach Alkoholkrank und wird sehr schnell aggressiv. Vor zwei Tagen hat er Nachts unter Alkohol seine Wohnung zerschlagen. Ich sehe die Gefahr für seine Frau und Kinder. ( sind auch ausgezogen ) Er wurde dann von der Polizei zur Ausnüchterung eingesperrt. Er war wohl sogar über Nacht in einer "geschlossen Anstallt" er wurde aber als er nüchtern war wieder entlassen. Bei seiner Hausärztin habe ich einen Einweisungsschein für Krankenhaus geholt. Leider geht er nicht freiwillig in Krankenhaus ! Welche Möglichkeit habe ich ihn einzuweisen, damit nicht schlimmeres passiert ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

eine Einweisung gegen den Willen eines Pat. ist juristisch nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung möglich. Bei einer Alkoholabhängigkeit wäre das bei einer schweren Alkoholvergiftung (komatöser Zustand), bei aggressiven Erregungszuständen oder schweren Entzugssyndromen (Delir) der Fall.

Der Pat. darf aber nur so lange zurückgehalten werden, wie die Gefährdung vorliegt. Deshalb können die Pat. oft schon am nächsten oder übernächsten Tag wieder nach Hause gehen. Man weiß zwar, dass es dann gerade so weitergeht, dies ist aber juristisch nicht relevant.

Diese kurzen Aufenthalte bieten zumindest die Chance, den Pat. zu einem freiwilligen Aufenthalt zu motivieren.

Ansonsten kann man sich als Angehöriger nur zurückziehen und selbst schützen mit der Botschaft "Wir sind für dich da, aber nur wenn du dich auf den Weg machst, also dich in Therapie begibst".

Ein erster Schritt wäre die Kontaktaufnahme zu einer Suchtberatungsstelle zu einem Beratungsgespräch.

Ein solches Beratungsgespräch wird dort im Übrigen auch für Angehörige angeboten. Von dort können, falls gewünscht, auch Selbsthilfegruppen für Angehörige vermittelt werden.

Fall noch Fragen offen geblieben sind, bitte ggf. nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. W. Bischof