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Stellen Sie Ihre Frage an Arzt-Psychother...
Arzt-Psychotherapeut
Arzt-Psychotherapeut, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 219
Erfahrung:  allg. Medizin, Verhaltenstherapie, mehrjährige Erfahrung in stationärer und ambulanter Psychiatrie
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Arzt-Psychotherapeut ist jetzt online.

Guten Abend, ich leide seid ca. 1 Jahr unter starken Panikattacken,

Kundenfrage

Guten Abend,
ich leide seid ca. 1 Jahr unter starken Panikattacken, habe sogar meine Arbeit deswegen aufgegeben, kann nicht mehr mit dem Auto fahren und nicht mehr unter vielen Personen sein, wenn ich zu Hause bin, geht es mir gut,..
Meine Frage: hilft hier eine Hypnose?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Arzt-Psychotherapeut hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragensteller/In,

 

Ängste und Panikattacken können einen sehr verunsichern und im Alltag verständlicherweise dann auch grössere Schwierigkeiten bereit.

Bei einer Angst-oder Panikstörung gibt es zum ersten medikamentöse zum zweiten psychologische und zum dritten ergänzende Massnahmen, die ihnen helfen können ihre Erkrankung wieder besser in den Griff zu bekommen.

 

Erstens zu den Medikamenten:

 

Antidepressiva (unterstützend gegen Angst wirksam)
(Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) SSRI zB. Citalopram
(Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) SNRI zb Venlafaxin
trizyklische Antidepressiva z. B. Imipramin oder Clomipramin, Opipramol
reversible MAO-Hemmer zB Moclobemid

 

Benzodiazepine, nur kurzzeitig (wegen Abhängigkeitsentwicklung): aber am schnellsten und besten gegen die Angst wirksam z. B. Lorazepam. Aber um das Risiko einer Abhängigkeit auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Benzodiazepine nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation verschrieben und über möglichst kurze Dauer eingenommen werden. Ob eine Weiterführung der Behandlung notwendigund sinnvoll ist, muss regelmäßig überprüft werden.

 

Antiepileptikum: Pregabalin z.B. Lyrica

 

Buspiron z.B. Buspar (keine Anhängigkeitsentwickung aber nur langsam wirksam).

 

Zu den möglichen Medikamenten sollte sie aber ihr Arzt vor Ort persönlich und individuell beraten.


zweitens:

eine Psychotherapie, wo sie die Ursachen ihrer Ängste herausfinden und Skills, Gedankenänderungen und Verhaltensweisen lernen können um mit den Panikattacken anders umzugehen bzw. diese gar nicht mehr erst auftreten lassen.

Deswegen rate ich Ihnen zu einem psychologischen Coaching, am besten zu einer

kognitiven Verhaltenstherapie, wo sie ganz für sie zugeschnittene Gedanken- und Verhaltensstrategien gegen ihre Ängste und Panik lernen können.

Einen Verhaltenstherapeuten in ihrer Nähe finden sie zB unter:

http://www.therapie.de/psychotherapie/

 

 

drittens zu den ergänzenden Massnahmen:

Mit körperlichem Training und Entspannungsübungen (PMR= Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training, Atemübungen, Yoga) lassen sich Angstsymptome eindämmen. Bei der Betrachtung der Sportdauer/Übungsdauer schnitten in Studien Übungszeiten von mindestens 30 Minuten/Tag am besten ab.

Auch eine Hypnosetherapie mit dem Focus auf Entspannung und Angstdistanzierung kann als "ergänzende Massnahme" sicher hilfreich sein.

Achten sie aber darauf eine Hypnosetherapie bei einem gut ausgebildeten Arzt (Psychiater) oder Psychologen durchführen zu lassen und nicht bei einem Hypnosecoach oder Showhypnotiseur, der von Medizin keine Ahnung hat.

Diese nicht-pharmakologische Behandlung eignet sich auch besonders für Patienten, die Medikamente zunächst ablehnen.

 

Sie sehen also es gibt auch neben der Hypnose noch einige Möglichkeiten gegen eine Angst- und Panikstörung anzugehen. Dabei wünsche ich ihnen viel Kraft und viel Erfolg.

 

Ich hoffe Ihnen mit diesen Auskünften etwas weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen
Arzt-Psychotherapeut
M.M.
Bitte nicht vergessen, bei Zufriedenheit mit "AKZEPTIEREN" die Antwort zu honorieren, vielen Dank!

Bitte beachten Sie auch, dass eine Online-Beratung keine medizinische Betreuung, Diagnostik oder Therapie vor Ort ersetzen kann.