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Arzt-Psychotherapeut
Arzt-Psychotherapeut, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 219
Erfahrung:  allg. Medizin, Verhaltenstherapie, mehrjährige Erfahrung in stationärer und ambulanter Psychiatrie
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Arzt-Psychotherapeut ist jetzt online.

Starke Depressionen und Ängste

Kundenfrage

Hallo,ich leide seit 20 Jahren an immerwiederkehrenden Depressionsphasen.Zur Zeit bin ich auf 150mg .Venlafaxin morgens und 30mg MirtazapamMonika 64 Jahre
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Arzt-Psychotherapeut hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragenstellerin,

so wie sie schrieben haben sie seit 20 Jahren depressive Phasen, und bisher auch schon einiges am Medikamenten und psychotherapeutischer Behandlung versucht.

Wichtig ist aber auch, dass sie einen Therapeuten finden, bei dem die "Chemie" stimmt und zu dem sie intensiv Vertrauen aufbauen können.
Somit möchte ich sie auf jedenfall ermuntern eine weitere Psychotherapie zu versuchen.
Hierbei würde ich ihnen besonders die Verhaltenstherapie als eine sehr pragmatische und lösungsorientierte Methode der Psychotherapie empfehlen.
Sie könnten sich einen Verhaltenstherapeuten in ihrer Nähe aus folgender Liste auswählen:
http://www.therapie.de/psychotherapie/

Gerade weil sie schon sehr lange depressiv sind, wäre es auch sinnvoll wenn ihr Therapeut eine Therapiemethode für chronisch depressive Patienten beherrscht die sich CBASP nennt. (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (übersetzt ungefähr kognitiv-verhaltenstherapeutisch-analytisches Psychotherapie-System). Fragen sie ihn danach bevor sie eine neue Therapie beginnen.

Medikamentös ist die Kombination aus Venlafaxin und Mirtazapin eine oft sehr wirkungsvolle bei starken Depressionen. Mann könnte aber noch versuchen das Venlafaxin auf eine Tagesdosierung von bis zu 300mg aufzudosieren, falls sie keine Nebenwirkungen verspüren und dies gut vertragen,um einen stärkeren antidepressiven Effekt zu erzeugen.
Alternativ käme bei chronischen Depressionen auch eine Infusionstherapie mit der Kombination aus Anafranil/Ludiomil mit anschliessender Umstellung auf Tabletten in Frage.
Was die IMAP Spritze angeht muss man ihnen ganz klar sagen, dass dies ein recht grosses Nebenwirkungspotential für sog. Spätdyskinesien hat (dies sind unwillkürliche Muskelzuckungen, die sie auf lange Sicht von den IMAP-Spritzen bekommen können).

Aber vielleicht hilft ihnen zusätzlich auch eine ähnliches Medikament aus der Gruppe der Neuroleptika (wo das IMAP auch dazugehört) zur Stimmungsstabilisierung zB Quetiapin.

Medikamentenänderungen oder-anpasungen sollten sie aber immer mit ihrem behandelnden Arzt vor Ort besprechen und sich auch entsprechend überwachen lassen.

Sie sehen also es gibt noch einige Möglichkeiten, wie sie weiter verfahren können, ich wünsche ihnen viel Kraft dabei, diese zu versuchen.

Ich hoffe Ihnen mit diesen Auskünften etwas weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüssen
Arzt-Psychotherapeut
M.M.

Bitte nicht vergessen, bei Zufriedenheit mit "AKZEPTIEREN" die Antwort zu honorieren, vielen Dank!
Bitte beachten Sie auch, dass eine Online-Beratung keine medizinische Betreuung, Diagnostik oder Therapie vor Ort ersetzen kann.