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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
51941891
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drwbischof ist jetzt online.

Ich bin in eine Depression "gerutscht". Hauptsymptom: Schwere

Kundenfrage

Ich bin in eine Depression "gerutscht". Hauptsymptom: Schwere Schlafprobleme; Unmöglichkeit, einzuschlafen. 1. Ansprechpartner war Homöopath, der allerdings jetzt auch erst einmal auf Schulmedizin verwiesen hat. Bekomme nun seit 10 Tagen "Valdoxan 25mg". Wann kann ich mit Linderung rechnen??? Bin berufstätig (geistige Arbeit) und hänge so durch, dass ich abends/nachts häufig zusätzlich "Alprazolam 1mg" (je 1/2 T.) nehme. Auch mal "Klosterfrau Melissengeist". Habe Angst vor Suchtgefahr! (Ursache der D. im Wesentlichen beseitigt. Seele kam hinterher. Brauche einfach nur Schlaf!!! Und Hoffnung...)
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

sollte die jetzige Valdoxandosis nicht ausreichen, sie das Präprat aber gut vertragen, würde ich nach Rücksprache mit dem Verordner auf 50 mg aufdosieren. Normalerweise sollte eine beginnende Besserung nach 2 bis 3 Wochen spürbar sein, wobei die schlaffördernde Wirkung des Valdoxan meist rasch (oft ab dem ersten Tag) eintritt. Sollten sie auch mit 50 mg nicht schlafen, würde ich auf ein schlafförderndes Medikament ohne Abhängigkeitspotential zurückgreifen. z.B.:

Trimipramin 10 bis 25 Tropfen am Abend oder
Dominal 15 bis 35 Tropfen am Abend

Alprazolam sollte wirklich nicht länger als 14 Tage genommen werden. Klosterfrau hat fast 80 % Alkohol (wie Strohrum) und ist somit nicht zu empfehlen.

Trimipramin oder Dominal können mit Valdoxan kombiniert werden. Sollte auch die Depression unter Valdoxan nicht besser werden, würde ich auf ein alternatives schlafförderndes Antidepressivum zurückgreifen, z.B.:

Mirtazapin 30 bis 45 mg abends oder
Trazodon 100 bis 200 mg abends

Grundsätzlich haben Depressionen eine gute Prognose. Man braucht manchmal mehr Geduld als einem lieb ist, aber sie gehen dann doch vorüber, mit wirksamen Medikamenten natürlich schneller.

Sie dürfen wirklich optimistisch sein. Alles Gute.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Zuerst einmal "Danke" für die sehr individuellen Zeilen!!

Leider war ich einige Zeit nicht zu Hause, würde aber sehr gerne noch eine weitere Frage stellen.......

1. Kann ich einfach 2Tabletten Valdoxan am Abend nehmen, da nach 10-maliger Einnahme weiterhin komplett kein natürlicher Schlaf möglich ist??? (Verordner hat z. Zt. Urlaub, mir aber eine N3 verschrieben. Nächster Termin ist am 5.1.12 und mein "gefühlter Leidensdruck" sehr hoch...)

2. Wenn es den Rahmen hier nicht sprengt, aber was "macht" ein solches Medikament mit einem? Meine Gedanken, meine Erfahrungen, meine Vehaltensmuster, die Umwelt-da ändert sich ja kurzfristig nichts....Danke XXXXX XXXXX Sonja Hertwig

Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ja sie können die Dosis auf 50 mg erhöhen, wenn sie die 25 mg gut vertragen. Der Wirkstoff "ähnelt" sozusagen dem körpereigenen Hormon Melatonin. Dieses Hormon wird bei Dunkelheit ausgeschüttet und aktiviert das Schlafzentrum, deshalb die schlaffördernde Wirkung des Valdoxan (funktioniert aber nicht immer).
Außerdem wird die Serotoninwirkung im Gehirn erhöht, ein Botenstoff, der bei der Depressionsentstehung eine wichtige Rolle spielt. Ihre Persönlichkeit wird nicht verändert, es besteht auch kein Abhängigkeitspotential. Wenn die Stimmung aufhellt, verändert sich das Denken in Richtung Gelassenheit und Zuversicht (auf Normalniveau, also keine Drogenwirkung o.Ä.)
drwbischof und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Okay, dann werde ich das jetzt tun. Vertragen habe ich die Tabletten, zumindest spüre ich keine weiteren körperlichen Symptome. (Entsprechende Abschnitte auf Beipackzetteln lese ich aus "Selbstschutz eh meist nicht...)

 

Adventsgrüße aus Thüringen!

Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke, Alles Gute