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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

Ich nehme seit ca 3-4 Monaten täglich Diazepam. Abends waren

Kundenfrage

Ich nehme seit ca 3-4 Monaten täglich Diazepam. Abends waren es vor einer Woche 30-40 Tropfen und jetzt sind es 15 Tropfen. ich habe Angst, dass ich daran sterben kann, weil ich zur Zeit selbst reduziere. Im Krankenhaus war ich vorgestern und die Ärztin gab auf meine Fragen keine Antwort. Ich kann es mir ja überlegen und mich einweisen lassen oder ich suche mir Ausreden um weiterzumachen. Gestern Abend hatte ich keinen Drang danach habe aber 15 Tropfen genommen, weil ich Angst habe andere zu gefährden durch Wahnvorstellungen und alles was ich im Internet lese. Dreimal täglich 40 Tropfen Tramadura seit mehr als einem Jahr kommen hinzu. Auch hier habe ich reduziert auf 17 Tropfen und habe auch keinen Drang darauf nur Muss, damit nichts passiert. Abgenommen habe ich auch noch. Ich gehöre zu den Menschen, die mit Zunehmen Pobleme haben. Können Sie mich beruhigen oder mache ich alles verkehrt?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

weshalb nehmen sie denn die beiden Präparate?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Tramadura wegen Schmerzen. Hat mich am Anfang auch sehr leistungsstark gemacht. Mittlerweile keine Wirkung mehr.Geht mir ohne jetzt besser. Diazepam wegen Atemnot und Schwindel Panikattaken u.s.w. über Jahre kontroliert, dann wollte ich abends nur noch schlafen und von allem nichts mehr hören noch sehen.Als Notfallmedikament ist es ok für mich, aber nicht als Abhängige. Möchte nicht steigern, sondern sofort absetzen.Nur auf was muss ich achten, um Andere nicht zugefährten und mich auch nicht?

Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

in Ordnung, sie haben ja schon erfreulich weit herunterdosiert. Es ist sehr sinnvoll, diese Medikamente auszuschleichen, da sie ein erhebliches Abhängigkeitspotential haben. Ein sofortiges Absetzen wäre beim Tramadol ungefährlich, aber unter Umständen sehr unangenehm (Nervosität, Schwitzen, Schlafstörungen...), deshalb würde ich ebenfalls schrittweise reduzieren, beim Diazepam kann es unter Umständen zu einem Delir oder zu einem epileptischen Anfall kommen, weshalb dieser Wirkstoff langsam reduziert werden soll.

Ich würde zunächst Diazepam 20 Tropfen am Abend beibehalten und als erstes Tramadol ausschleichen, tgl um 3 Tropfen, also 3 x 17, dann 3 x 16, 3 x 15 Tropfen.... bis sie bei Null sind. Danach würde ich Diazepam am Abend tgl. um einen Tropfen reduzieren, bis sie dann ebenfalls bei Null sind. Sollten sie sich dann nicht wohlfühlen, sollten wenn möglich Medikamente ohne Abhängigkeitspotential gewählt werden, z.B. bestimmte Antidepressiva.

Ich würde dieses Vorgehen aber auf alle Fälle mit dem behandelnden Arzt besprechen, da dieser ihre gesamt-gesundheitliche Situation natürlich besser kennt als ich und eine Entgiftung vernünftigerweise nicht alleine aufgrund einer Online-Empfehlung erfolgen sollte.

Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

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