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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

guten TAG Nach einem Apoplex (Blutung re. Kleinhirn) am 12.07.2011

Kundenfrage

guten TAG
Nach einem Apoplex (Blutung re. Kleinhirn) am 12.07.2011 und der daraus resultierenden Ataxi LEIDE ICH AN EXTREMEN Stimmungs - Schwankungen, mit spontanen, nicht kontrollierbarenen Tränen (ich bin nahe am Wasser gebaut, bzw. stehe mitten drin). Ich bin ab Nov. diesen Jahres nur noch 2x wöchtl. in der Tagesreha. Seit 6 Wochen nehme ich Abends 1x 1 Remeron 30mg ich schlafe damit sehr gut, aber bei den Stimmungs - Schwankungen hilft es gar nicht. Welches Medikament wäre für mich geeignet?
mit freundlichen Grüssen
Barbara Steiger
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

sie leiden an einer sogenannten emotionalen Instabilität, wie man sie häufiger nach Hirnschädigungen, welcher Art auch immer, beobachten kann. Erfahrungsgemäß sind die Antidepressiva, die die Serotoninausschüttung fördern bei dieser Problematik hilfreich. Sie schaffen häufig ein Stück Gelassenheit und sorgen dafür, dass einem äußere Ereignisse weniger nahe gehen.
Remeron (Mirtazapin) fördert in erster Linie den Noradrenalinstoffwechsel, wirkt dadurch zwar antidepressiv aber weniger emotional stabilisierend. Ich würde daher einenTherapieversuch mit einem selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer unternehmen.

Nach meiner Erfahrung sind Citalopram und Paroxetin besonders zu empfehlen. Man beginnt jeweils mit 10 mg und dosiert nach einigen Tagen auf 20 mg. Die weitere Dosis hängt vom weiteren Verlauf ihres Problems ab. Beide Präparate können mit Remeron kombiniert werden, denn die Schlafförderung soll ja nicht verloren gehen.

Eine weitere Alternative können sogenannte Neuroleptika sein, die ebenfalls beruhigen und emotional stabilisieren. Sie könnten beispielsweise einen Versuch mit Seroquel z.B. 25 mg zunächst 0-0-1 oder 1-0-1 unternehmen. hier gibt es in der Dosiserung je nach Verlauf einen Spielraum nach oben.

Es existieren noch weitere Möglichkeiten, ich würde die genannten wegen der unkomplizierten Anwendung und der meist guten Verträglichkeit zunächst bevorzugen.
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

darf ich nachfragen, ob noch Fragen offen geblieben sind, ansonsten würde mich über ein "Akzeptieren" sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen, W. Bischof

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