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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

Hallo,ich habe ein Problem, dass ich immer wieder Wunden

Kundenfrage

Hallo, ich habe ein Problem, dass ich immer wieder Wunden aufkratze, obwohl ich meist in selben Moment denke das soll ich nicht machen. Aber ich kann trotz den Gedanken nicht aufhören zu kratzenund kratze weiter bis es blutet. Ich will das es aufhört, hab dadurch schon viele unschöne Narben. Was kann ich machen?

Bin 30 Jahre, männlich
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

es scheint sich bei ihnen um ein zwanghaftes Verhalten zu handeln. Zwangshandlungen haben in der Regel die Funktion einen belastenden emotionalen Prozeß zu dämpfen. Das können z.B. Aggressionen, Spannungszustände, Stress aller Art, innere Unruhe, Langeweile o.Ä. sein. Da diese Handlungen zumindest kurzfristig von einem positiven Gefühl begleitet werden, z.B. Entspannung, Erleichterung usw. ..., fällt es so schwer, damit aufzuhören. Zudem wird dieses Verhalten mit der Zeit sozusagen als stabiles Programm im Gerhirn verankert und startet zunehmend voll automatisch.

Aus meiner Sicht sollten sie den Hintergründen dieser Symptomatik im Rahmen einer Psychotherapie auf den Grund gehen.

Weiterhin könnte eine antdepressive, spannungslösende medikamentöse Behandlung hilfreich sein. Dabei st die Gruppe der Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) zu empfehlen. Diese Wirkstoffgruppe hat neben dem antidepressiven Effekt auch eine antiaggressive und zwangsmindernde Wirkung und schafft häufig ein Stück Gelassenheit. Man nimmt Probleme weniger ernst und kann Belastungen mit mehr Distanz begegnen.

Folgende Medikamente wären beispielsweise zu empfehlen:
Paroxetin 20 bis 40 mg tgl.
Citalopram 20 bis 40 mg tgl.
Sertralin 50 bis 100 mg tgl.

Die Wirkung setzt in der Regel nach 7 bis 14 Tagen ein. Man sollte mit kleiner Dosis beginnen und dann langsam steigern. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Unruhe sind wenn überhaupt meist nur leicht ausgeprägt und bilden sich häufig nach wenigen Tagen zurück. Die Behandlungsdauer beträgt mindestens 6 Monate.

Das langsame Aufdosieren verbessert die Verträglichkeit, deshalb immer mit der kleinstmöglichen Dosis beginnen (Citalopram und Paroxetin 10 mg, Sertralin 25 mg) Hier wäre der Psychiater der richtige Ansprechpartner.

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