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Arzt-Psychotherapeut
Arzt-Psychotherapeut, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 219
Erfahrung:  allg. Medizin, Verhaltenstherapie, mehrjährige Erfahrung in stationärer und ambulanter Psychiatrie
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Arzt-Psychotherapeut ist jetzt online.

hallo bei mir ist eine psychose fest gestellt worden trotz

Kundenfrage

hallo bei mir ist eine psychose fest gestellt worden trotz medikamente (2 jahre )sind die symtome wieder da was kann ich tun um wieder ein normales leben leben zu können
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Arzt-Psychotherapeut hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragensteller/In,

 

auch mit einer Psychose kann man allermeistens ein normales Leben führen, wenn die Erkrankung gut behandelt wird.

 

Zum einen sind Medikamente eine wichtige Behandlungsgrundlage.

Hierbei ist wichtig, das richtige Medikament, oder die passende Kombination von Medikamentenund und die richtige Dosierung dieser Medikamente herauszufinden.

 

Zusätzlich ist es wichtig ein gutes Stressmanagement zu haben im Alltag und sich vor möglichen Reizüberflutugen zu schützen, die die Befindlichkeit verschlechtern können.

 

Man sollte auch von Drogen oder Suchtstoffen (Alkohol, Cannabis, Kokain, LSD ua) abstinent bleiben, da diese eine psychotische Symptomatik verschlechtern können.

 

Wichtig ist auch eine regelmässige therapeutische Begleitung durch einen Psychiater,

wo man im Gespräch auch über seine Erkrankung Hintergrundinformationen bekommen kann und somit besser lernt was einem nicht gut tut.

 

In Ihrem persönlichen Fall kann es sein, dass wenn sie wieder psychotische Symptome bekommen, die Dosierung von Abilify 10mg zu niedrig ist oder ein anderes Medikament verwendet werden könnte. Dies sollten Sie aber mit ihrem Psychiater vor Ort im Detail besprechen.

 

Ich hoffe Ihnen mit diesen Auskünften etwas weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen
Arzt-Psychotherapeut
M.M.
Bitte nicht vergessen, bei Zufriedenheit mit "AKZEPTIEREN" die Antwort zu honorieren, vielen Dank!
Bitte beachten Sie auch, dass eine Online-Beratung keine medizinische Betreuung, Diagnostik oder Therapie vor Ort ersetzen kann.

Arzt-Psychotherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
fühle mich nicht ausreichend beraten von meinem psychater was hat die krankheit ausgelöst was muß ich vermeiden ????
drogen habe ich nie genommen ....
war immer berufstätig und aufeinmal war ich krank ohne das ich mich schlecht gefüht hatte ging nichts mehr
Experte:  Arzt-Psychotherapeut hat geantwortet vor 5 Jahren.

Als Ursachen oder Auslöser kommen für eine Psychose folgende Dinge in Frage:

 

Die aktuell gebräuchlichste Arbeitshypothese ist das "Vulnerabilitäts-Stress-Modell", das bei vorhandener (genetischer oder vorgeburtlich entstandener) Disposition aktuellen Stress als Auslöser annimmt.

 

Bei der Manifestation einer Psychose spielen offensichtlich Neurotransmitter (Botenstoffe im Körper) eine wichtige Rolle, wobei die Aufmerksamkeit vor allem dem Dopamin gilt: Stress verursacht eine Fehlproduktion im Gehirn, welche die psychotischen Symptome bedingt, dies beschreiben verschiedene Studien. Stress ist hier nicht nur als eine rein psychische Überbelastung gemeint, sondern kann auch als körperlich bedingte Reizüberflutung angesehen werden.(Dh zB "zuviel sehen, hören und um die Ohren haben"). Psychosen können aber auch durch die Zuführung bestimmter Substanzen (Drogen) hervorgerufen werden, die das Neurotransmittergleichgewicht stören.

 

Weltweit erleiden rund ein Prozent der Menschen eine Psychose. Dabei scheint es zwischen verschiedenen Kulturen keine oder nur geringe Unterschiede in der Häufigkeit zu geben. Die Ausformung der Symptome scheint dagegen häufig durch äußere Faktoren beeinflusst. Schizophrene (und möglicherweise auch andere psychische) Störungen in der Familie steigern die Wahrscheinlichkeit, selber eine schizophrene Psychose zu erleiden. Wenn ein Zwilling betroffen ist, beträgt die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung ca. 50 Prozent. Der Altersgipfel der Erstmanifestation liegt bei Frauen mit 25-29 Jahren etwas später als bei Männern mit etwa 20-24 Jahren.

 

Medikamentös stehen Neuroleptika zur Verfügung (Haloperidol, Clozapin, Olanzapin, Risperidon, Quetiapin, Ziprasidon, Aripiprazol, Flupentixol), zur Behandlung von akuten Ängsten eventuell auch Benzodiazepine, deren Anwendung wegen der Suchtgefahr jedoch auf kurze Zeit, möglichst unter stationären Behandlungsbedingungen beschränkt sein sollte. Außerhalb akuter Phasen können dauerhaft gegebene Neuroleptika erneute Phasen verhindern. Die moderne Psychiatrie geht davon aus, dass neben der medikamentösen Behandlung soziotherapeutische Maßnahmen (Erhaltung des Arbeitsplatzes, beschützter Arbeitsplatz, begleitetes Wohnen usw.), ergotherapeutische Maßnahmen (Aufbau von im Rahmen der Erkrankung verlorengegangenen Arbeitsfähigkeiten, Aufbau von Tagesstruktur, Durchführung einer Belastungserprobung) und Psychotherapie erforderlich sind. Bei falsch angewandten psychotherapeutischen Vorgehensweisen ist eine Labilisierung nicht auszuschließen. Bei nicht-akuten Krankheitsbildern bieten sich bei zwischenmenschlichen und sozialen Schwierigkeiten ergänzend zu der ambulanten nervenfachärztlichen Einbindung Rehabilitationsmaßnahmen in psychiatrischen Kliniken an, die spezielle Angebote (Psychoseedukation, Berufsbelastungserprobung) für Psychoseerkrankte Psychosenrehabilitation führen.

 

Vermeiden sollte man auf alle Fälle persönlich vulnerabilisierende Stressfaktoren und und eine auch körperlich Überflutung mit Sinnesreizen (zuviel sehen, hören, machen, etc.)

 

Ich hoffe Ihnen mit diesen Auskünften etwas weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen
Arzt-Psychotherapeut
M.M.
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