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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

ich habe einen Lebensgef hrten, der spiels chtig ist, Geld

Kundenfrage

ich habe einen Lebensgefährten, der spielsüchtig ist, Geld habe ich ihm schon seit jahren auf das nötigste gekürzt. Jetzt ist es endlich so weit, dass er wohl auch selbst eine Therapie will. Wie hoch sind die Chancen, dass es besser wird? Was kann ich noch tun? Es ist sehr schwer für mich, das seelisch zu verkraften

Soll er das alleine durchziehen, kann ich ihm dabei helfen, soll ich mit ihm zusammen zu einer Therapie gehen??? Kann er es überhaupt schaffen??
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

eine Suchttherapie muss er alleine in Angriff nehmen. Als Partnerin können sie ggf. bei bestimmten Themen mit einbezogen werden, das ist aber nicht der zentrale Inhalt. Wenn ihr Partner motiviert und einsichtig ist, stehen die Chancen für positive Veränderungen gut, aber eben nur, wenn er die Therapie ernst nimmt, er das Problem anerkennt, nicht verharmlost und auch bereit ist, sich intensiv mit der Entstehungsgeschichte auseinanderzusetzen.

Kontrollen oder das Einteilen von Geld ist nur sinnvoll, wenn der Betroffene dies auch möchte und sich kooperativ und einsichtig verhält. Wenn sie sich beeilen müssen, um ihm zuvorzukommen, ist es nur bedingt sinnvoll.

Ihr Motto könnte sein, ich bin bei dir, ich unterstütze dich, aber nur wenn für mich ersichtlich wird, dass du dich wirklich ernsthaft auf den Weg machst, ansonsten muss ich mich selbst schützen und werde dich machen lassen.

Wenn er ernsthaft etwas verändern möchte würde ich als erstes zwei Schritte empfehlen.
1 Beratung bei einer Suchtberatungsstelle, damit er weiß was an Therapien (ambulant/stationär) zur Verfügung steht und eine entsprechende Diagnostik erfolgt und
2 Kontaktaufnahme zu einer Selbsthilfegruppe für Spielsüchtige.

Zu einem Erstkontakt bei der Suchtberatungsstelle können sie in der Regel mitgehen, da den Therapeuten auch die Perspektive eines nahen Anghörigen wichtig sein kann, falls ihr Partner damit einverstanden ist.
drwbischof und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

Ich habe Angst etwas falsch zu machen, weiß auch nicht wie ich reagieren soll, wenn er wieder nicht nach Hause kommt und spielen geht? Aber ich hoffe er meint es jetzt wirklich ernst und wir können unseren letzten Versuch starten.

vielen Dank
mit freundlichen Grüßen
B. Reichelt
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie können nichts falsch machen. Es ist sein Weg. Rückfälle sind nicht selten, aber es ist wichtig, dass ihr Partner die Verantwortung dafür übernimmt und sie natürlich insgesamt einen Aufwärtstrend wahrnehmen. Soweit ich das sehe, steht ihr Partner noch ganz am Anfang.

Ihnen beiden Alles Gute