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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
51941891
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drwbischof ist jetzt online.

Hallo, ich habe mich nach langen Gespr chen dazu durchgerungen

Kundenfrage

Hallo,
ich habe mich nach langen Gesprächen dazu durchgerungen wegen meiner Stimmungsschwankungen zu meinem Hausarzt zu gehen, dieser vermutet eine bipolare Störung und hat mir einen Therapieplatz besorgt, zu dem ich morgen anreisen soll.

Nun habe ich ein wenig gegoogelt und bin sehr verunsichert, da in den meisten Foren steht, daß man in einer "geschlossenen Abteilung" untergebracht wird, diese nicht allein verlassen darf, dringend eine Vorsorgevollmacht benötigt und die Behandlung dort 10 Monate und länger dauert...

Zu meinem Hintergrund: ich habe mich freiwillig gemeldet, weil ich oft schlaflos, nachdenklich und reizbar bin und dann wieder Phasen habe, wo ich meine alles schaffen zu können. Ich habe einen kreativen Beruf, aber leider große finanzielle Schwierigkeiten (familiär ist alles in Ordnung, ich bin glücklich verheiratet und habe 2 wundervolle Kinder). Ich habe keinerlei suizidgedanken (und habe auch nie einen solchen "Versuch" unternommen), es geht eigentlich "nur" um diese Stimmungsschwankungen und die damit einkehrenden Probleme. Ich kann mir einen "Totalausfall" von mehreren Monaten finanziell nicht leisten, da wir auf mein Einkommen angewiesen sind. Ich bin - so meine Hausärztin - von 2 - 3 Wochen stationärer Behandlung und anschließender ambulanter Therapie ausgegangen.

Was ist nun korrekt, wonach soll ich mich richten, auf was muss ich morgen im Aufnahmegespräche achten und welche Möglichkeiten habe ich, wenn man mich dort tatsächlich "unbefristet wegsperren" will?

Vielen Dank!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

so wie sie klingen besteht wohl keine Selbst- oder Fremdgefährdung. Somit gäbe es auch keine rechtliche Grundlage für eine geschlossene Unterbringung. Ich vermute, dass es erst einmal um Diagnostik geht. Feststellen, ob es wirklich eine bipolare Störung ist oder eine andere Problematik. Sie werden dann über Therapiemöglichkeiten informiert, eventuell kann auch schon eine Therapie begonnen werden. Es gilt aber grundsätzlich, dass sie freiwillig dort sind und somit (wenn o.g. Gefährdungen nicht bestehen) jederzeit wieder gehen können. Niemand darf sie gegen ihren Willen festhalten. Eine Aufentshaltsdauer von 10 Monaten ist die Ausnahme und kommt nur bei sehr schweren psychiatrischen Erkrankungen vor. So geordnet wie sie hier schreiben, dürfte das nicht der Fall sein. Am besten sagen sie dem aufnehmenden Arzt gleich, dass sie aus beruflichen Gründen sehr daran interessiert sind, die erforderliche Behandlung baldmöglichst ambulant fortzusetzen. Ich denke auch, dass sie gute Chancen haben, dass der stationäre Aufenthalt nach 2 bis 3 Wochen beendet werden kann. Wenn es sich überhaupt um eine bipolare Störung handelt, dann wohl um den Typ II mit hypomanen Phasen. Sie wirken absolut kooperativ. Also warum sollte das nicht baldmöglichst ambulant gehen.

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